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Helmtest: ADAC fordert Nachbesserung bei Sturzschutz-Bestimmungen

15.05.2013 - 16:00

Motorradhelme sind für Fahrer und Sozius in Deutschland wie in den meisten anderen Ländern Pflicht. Doch es gibt Unterschiede hinsichtlich Preis, Art, Form und Sicherheit. Der ADAC hat aktuell  elf verschiedene Tourensporthelme untersucht. Das Ergebnis: vier Mal "gut", fünf Helme bekamen "befriedigend"; lediglich zwei Schutzhelme im Test konnten nicht überzeugen.

Neben einer guten Sicht dank klarem Visier wurden vor allem die Stoßdämpfungseigenschaften der Testkandidaten unter die Lupe genommen. Der Automobilclub Deutschland bemängelt bei allen Exemplaren vor allem einen zu hohen Geräuschpegel. Die Verkehrsgeräusche dringen nach Ansicht der Experten zu stark zum Motorradfahrer durch. Hier sieht der Club die Hersteller gefordert.

ADAC: Helme sollten noch sicherer werden

Grundsätzlich fordert der ADAC zudem, die Helmschalen noch sturzsicherer zu gestalten. Zwar erfüllten alle Helme im Test die Anforderungen der für Schutzhelme geltenden ECE-Norm R22/05. Deren Grenzwerte bei den Belastungen, die bei einem Sturz trotz Schutzbedeckung am Kopf auf den Motorradfahrer  einwirken dürfen, sind dem Automobilclub jedoch zu hoch. Hier bestehe Nachbesserungsbedarf.

 

Die ECE-Norm R22/05 gilt seit 1990. Doch bereits seit 1976 müssen Motorradfahrer in Deutschland verpflichtend einen Schutzhelm tragen. Umgangssprachlich wird dieser auch gerne als Sturzhelm bezeichnet. In der Straßenverkehrsordnung (StVO) heißt es dazu: "Wer Krafträder […] mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von über 20 km/h führt sowie auf […] ihnen mitfährt, muss während der Fahrt einen geeigneten Schutzhelm tragen." Demzufolge sind prinzipiell auch Helme außerhalb der ECE-Norm erlaubt, wenn sie als geeignet eingestuft werden - eine verwirrende Situation.

Qual der Wahl: Jet-, Integral- oder doch lieber Klapphelm

Einer der gängigsten Helmarten ist der Jethelm. Er besitzt keinen Kinnschutz und wird gerne von Rollerfahrern getragen. Im Handel werden Modelle mit Visier oder Sonnenblende angeboten. Der Integralhelm (mit Kinnschutz und Visier) sowie den Klapphelm, dessen Kinnpartie bei Bedarf nach oben geklappt werden kann, sind weitere gängige Helmtypen.

 

Sogenannte Braincaps sind besonders bei Fahrern von Choppern beliebt. Hierzulande erhalten diese Helmmodelle jedoch meist keine Zulassung nach den geltenden Vorschriften, da sie nicht - wie in der ECE-Norm festgeschrieben - Stirn, Ohren und Nacken des Motorradfahrers, sondern lediglich den oberen Kopfbereich schützen.

Der Handel bietet ein breites Helm-Sortiment an. Jeder Motorradfahrer sollte ausgiebig "probetragen". Neben der Zulässigkeit spielt die Passgenauigkeit eine entscheidende Rolle. Den individuellen Bedürfnissen entsprechen sollten zudem Farbe, Polsterung und die Helmart. Ist der richtige Helm zu Motorrad und Fahrer gefunden, lohnt sich ein Check der Motorradversicherung. Hier lässt sich durch einen einfachen Online-Vergleich auf CHECK24 viel Geld sparen - das in gute Sicherheitsausrüstung wie Jacke, Hose und Nierengurt investiert werden kann.

(srh)

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