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Die Zukunft der Smartphone-Akkus: schneller, größer, flacher

23.10.2014 - 16:00

„Wo ist denn mein Ladegerät? Ist schon so lange her, dass ich das benutzt habe“ – Diesen Satz könnten Sie bald öfter sagen, zumindest wenn es nach den Wissenschaftlern und Ingenieuren geht, die fieberhaft nach neuen Akku-Technologien forschen. Neue Ideen werden schon heute in aktuellen Smartphones ausprobiert, der große Durchbruch lässt allerdings noch auf sich warten.

Können wir unsere Smartphones bald in wenigen Minuten vollständig aufladen?
Aktuelle Smartphones und Tablets werden immer leistungsfähiger und die Displays immer größer - die Akku-Technologie kann diese Leistungssprünge allerdings nicht ganz mitmachen und stößt bald an ihre Grenzen. Neue Energie-Konzepte müssen her, um auch innovative Gadgets wie Smartwatches, Datenbrillen & Co. alltagstauglich zu machen.

Flache und flexible Akkus

Ein Akku der sich biegen und aufrollen lässt – klingt komisch – wurde aber vom südkoreanischen Technologiekonzern Samsung in der letzten Woche auf einem Branchenevent präsentiert. Sobald das Konzept die Marktreife erreicht, wäre es eine ideale Lösung für die Energieversorgung von Smartwatches und Datenbrillen, denn hier leidet die Akkulaufzeit - und das Design - oft noch darunter, dass nur unflexible Lithium-Ionen-Akkus verbaut werden können. Anstatt eines herkömmlichen Akkus mit geringer Kapazität, könnte man dann in Zukunft einen erheblich größeren Akku „zurechtbiegen“ und wesentlich eleganter im Gerät unterbringen, beispielsweise im Armband oder Brillenbügel.

Mehr Kapazität – Obergrenze fast erreicht

Nicht nur die Smartphones werden in letzter Zeit immer größer, auch die verbauten Akkus. Die Ingenieure nutzen den Platz, den zum Beispiel ein 5-Zoll Smartphone bietet, um darin einen Akku unterzubringen, der mit der Leistungsfähigkeit des Geräts mithalten kann. Dieses Konzept scheint aktuell aufzugehen, das Samsung Galaxy Note 4 beispielsweise hat ein 5,7 Zoll großes Display und einen 3.220 mAh großen Lithiumionen-Akku. In ersten Praxistests hält Samsungs Phablet damit 14 Stunden Dauerbelastung aus. Ein beeindruckender Wert, doch wenn wir uns nicht irgendwann Tablets ans Ohr halten wollen, muss auch hier bald eine Alternative zur Lithium-Ionen-Technologie gefunden werden. Denn Experten sind sich sicher: Rund 30 Prozent leistungsfähiger bei selber Größe können aktuelle Akkus noch werden, dann ist Schluss.

Sind Schnellader die Lösung?

Die Lösung des Problems könnte nicht in der Kapazität des Akkus oder in seiner Leistungsfähigkeit liegen, sondern in der Ladezeit. Viele große Hersteller arbeiten daran, die Ladezeiten ihrer Smartphones drastisch zu senken. Smartphones wie das OPPO Find 7 oder das Samsung Galaxy Note 4 verfügen bereits über eine Schnellladefunktion, die das Aufladen des Akkus von null auf 50 Prozent in etwa einer halben Stunde erlaubt.

Google hat jüngst noch einen draufgesetzt und verspricht für sein neues Smartphone-Flaggschiff Nexus 6 satte sechs Stunden Nutzungszeit bei nur 15 Minuten Ladezeit, eine Schnellladefunktion und das neue Netzteil „Turbo-Charger“ sollen das Wunder vollbringen. Für einen echten Durchbruch könnten aber Forscher aus Singapur sorgen: Sie haben in dieser Woche einen neuen Lithiumionen-Akku angekündigt, der sich in nur zwei Minuten von null auf 70 Prozent aufladen lassen soll. Die Technik befindet sich allerdings noch in einem frühen Entwicklungsstadium.

(dro)

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