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Wasserrettung: So legen Sie ein nasses Smartphone trocken

12.12.2014 - 13:30

In einer aktuellen Umfrage von 1&1 und YouGov geben 20 Prozent der Befragten an, dass Ihnen ihr Smartphone schon einmal in die Toilette gefallen ist – wie genau sie das geschafft haben, geht aus der Umfrage leider nicht hervor. Der „Wassertod“ scheint aber für viele Handys nichts Ungewöhnliches zu sein: 17 Prozent der Umfrage-Teilnehmer haben ihr Mobilgerät schon einmal in der Waschmaschine mitgewaschen und vier Prozent ließen es in den Gullischacht plumpsen. Meistens  landet das Smartphone nach solch einem Missgeschick in der Mülltonne - was nach einem Sturz in die Toilette oder in den Gulli vielleicht allein schon aus hygienischer Sicht eine gute Idee ist – oft kann man aber Smartphones mit Wasserschäden auch noch retten. Wir zeigen Ihnen, wie das geht.

Ärgerlich: Schwimmen können moderne Smartphones leider noch nicht.
Wenn das Smartphone im Wasser gelandet ist, müssen Sie vor allem schnell reagieren, denn je länger die Flüssigkeit auf die sensiblen elektronischen Bauteile im Inneren des Geräts einwirken kann, desto größer ist der Schaden. Fischen Sie also das Handy schnell aus der Flüssigkeit und schalten Sie es sofort aus.

Entfernen Sie im nächsten Schritt – falls möglich – den Akku. Auch die SIM- und Speicherkarte sollten Sie herausnehmen und abtrocken, um eine Korrosion der Kontakte zu vermeiden.  Wenn Ihr Smartphone in etwas anderem als klarem Wasser baden gegangen ist, zum Beispiel in Salz- oder Seifenwasser, ist es sinnvoll, es kurz mit destilliertem Wasser abzuspülen. Das wirkt im ersten Moment verrückt – warum sollte man schließlich ein gerade abgesoffenes Handy gleich nochmal nass machen? – verhindert aber Korrosionsschäden und hat natürlich auch hygienische Vorteile.

Trocknen Sie das Gerät danach mit einem Papierhandtuch gründlich ab und versuchen Sie dabei, auch das Wasser aus der Ladebuchse und dem Kopfhöreranschluss zu entfernen. Vermeiden Sie aber, das Gerät dabei allzu viel zu schütteln, da die Flüssigkeit sonst nur noch weiter ins Innere des Handys eindringt. Auch sollten Sie auf keinen Fall die Hardwaretasten betätigen, auch das befördert das Wasser nur tiefer ins Gerät.

Legen Sie den Patienten danach in eine Schüssel und bedecken Sie ihn großzügig mit ungekochtem Reis. Noch besser: Stecken Sie das Handy in einen luftdicht verschließbaren Plastikbeutel und füllen Sie ihn mit Reis. Lassen Sie das Gerät 2-3 Tage so liegen und bewegen Sie es nach Möglichkeit nicht. Wenn alles gut läuft, entziehen die Reiskörner dem Handy nun einen Großteil der Feuchtigkeit. Noch besser als Reis funktionieren natürlich spezielle Trockenmittel – nur hat man die meistens nicht zur Hand wenn das Missgeschick passiert und Geschwindigkeit ist schließlich Trumpf.

Was Sie NICHT tun sollten

Das Handy sollte mindestens 24 Stunden in seinem Reis-Bad liegen, wiederstehen Sie auf jeden Fall der Versuchung, es zwischendurch kurz anzuschalten um zu sehen, ob es schon wieder funktioniert! Das könnte eventuell zu einem Kurzschluss führen, der dem Smartphone den Rest gibt. Ein weiterer beliebter Fehler bei nassen Elektrogeräten ist,  diesen mit dem Föhn zu Leibe zu rücken. Der Gedankengang ist zwar nachvollziehbar, allerdings reagieren die Bauteile im Inneren sehr empfindlich auf Hitze und man macht eventuell mehr kaputt als man rettet. Auch im Backofen oder in der Mikrowelle hat das Smartphone selbstverständlich nichts zu suchen.

Handy-Versicherungen

Besitzer eines hochpreisigen Top-Smartphones wie dem Apple iPhone 6 oder dem Samsung Galaxy S5 sollten überlegen, ob sie das gute Stück eventuell gegen Schäden versichern. Denn bei Highend-Geräten dieser Preisklasse kann zum Beispiel eine Displayreparatur, die durch einen Sturz nötig wird, schnell einige hundert Euro kosten. Handy-Versicherungen übernehmen einen solchen Sturzschaden in der Regel. Außerdem sind in den meisten Fällen noch Wasserschäden, Beschädigungen durch Dritte und - gegen Aufpreis - auch Diebstahl versichert. Bei älteren Geräten lohnt sich der zusätzliche Versicherungsschutz allerdings oft nicht, hier sollte man besser in ein neues Gerät investieren, wenn ein Malheur passiert ist, anstatt in Versicherungs-Policen. (dro)

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