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Voice over LTE - So funktioniert’s!

24.03.2015 - 13:17

Bisher war LTE den meisten Smartphone-Usern nur als mobiler Datenübertragungsstandard bekannt – doch ab sofort wird über das LTE-Netz auch telefoniert. Auf der CeBIT in Hannover gab Vodafone als erster deutscher Netzbetreiber den Startschuss für Voice-over-LTE (VoLTE). Doch wie funktioniert die neue Technologie, welche Vorteile ergeben sich daraus für Verbraucher und mit welchen Smartphones kann man VoLTE nutzen?

Die Tatsache, dass man bisher kein VoLTE hatte, bekam man als Smartphone-User eher indirekt zu spüren, etwa durch einen leeren Akku oder schlechte Gesprächsqualität. Nun soll alles anders werden.
 

Die Vorteile von VoLTE

Voice-over-LTELTE Antenne auf einem Dach in Halle Neustadt (© Telefónica Deutschland)
Smartphones, die in das LTE-Netz eingebucht sind, mussten zum Annehmen beziehungsweise Absetzen eines Telefonanrufs bislang immer vom LTE-Netz auf das GSM- oder UMTS-Netz umschalten. Das ist nicht nur ziemlich stromintensiv, es sorgt auch für eine merkliche Verzögerung beim Rufaufbau. Mit VoLTE erübrigt sich dieser Umschaltvorgang nun, da das LTE-Netz für Telefonate geeignet ist.

Die Folge: der Smartphone-Akku wird nicht mehr durch den Wechsel ins GSM/UMTS-Netz belastet und dürfte deshalb wesentlich länger halten, Gespräche sollen laut Vodafone innerhalb von nur zwei Sekunden aufgebaut, die Gesprächsqualität gesteigert und die Abhörsicherheit erhöht werden. Steht während eines Gesprächs plötzlich keine LTE-Abdeckung mehr zur Verfügung, weil man zum Beispiel im Auto oder Zug unterwegs ist, wird wieder auf das GSM/UMTS-Netz zurückgeschaltet.

All diese Verbesserung sind möglich, weil die Sprachübertragung mittels VoLTE vollständig in Form von Datenpaketen geschieht und dadurch wesentlich schneller und weniger störungsanfällig ist, als die Sprachübermittlung über GSM/UMTS, die über physikalische Leitungen erfolgt.
 

Mit diesen Smartphones funktioniert VoLTE

Um von der neuen Technik profitieren zu können, benötigt man ein Smartphone, das den neuen Standard auch unterstützt. Dafür muss das Gerät „Voice-over-IP“-fähig sein, also die Übertragung von Sprachkommunikation über das Datennetz unterstützen.

Vodafone gibt an, dass alle in Zukunft über die Internetseite oder die Vodafone-Shops vermarkteten LTE-Geräte Voice-over-LTE unterstützen sollen. Das ist zwar vage formuliert, es ist aber davon auszugehen, dass Top-Smartphones wie das Samsung Galaxy S6, Galaxy S6 Edge oder das HTC One M9 VoLTE-fähig sein werden. Auch das Apple iPhone 6 und iPhone 6 Plus dürfte die Technik unterstützen.

Sehr wahrscheinlich ist zudem, dass auch andere LTE-Smartphones zeitnah per Firmware-Update Voice-over-IP- und damit VoLTE-fähig gemacht werden, gerade wenn es sich um weitverbreitete Spitzengeräte wie zum Beispiel das Samsung Galaxy S5, das Galaxy Note 4 oder das Sony Xperia Z3 handelt. Definitive Aussagen der Betreiber oder der Smartphone-Hersteller gibt es hierzu allerdings noch nicht.
 

Tarife und Verfügbarkeit

Neben dem richtigen Smartphone benötigt man als Kunde von Vodafone auch noch den richtigen Mobilfunktarif, um in Zukunft über LTE telefonieren zu können. Hier zeigt sich der Düsseldorfer Netzbetreiber großzügig: Alle Vodafone RED-Tarife sind geeignet – zusätzliche Kosten entstehen durch die Nutzung von VoLTE keine. Lediglich Prepaid-Verträge sind von der VoLTE-Nutzung ausgenommen. Seit dem 16.03.2015 können Vodafone Kunden VoLTE nutzen. Spezielle Einstellungen sind dazu keine nötig: Unterstützen Smartphone und Tarif die Technologie, ist VoLTE automatisch bei ein- und ausgehenden Telefongesprächen aktiv.

Auch die beiden anderen großen Netzbetreiber Telefónica und die Deutsche Telekom werden in Kürze in Sachen VoLTE nachziehen - die Telekom präsentierte Voice-over-LTE ebenfalls bereits auf der CeBIT und will nach eigenen Angaben in den nächsten Wochen einen Starttermin kommunizieren. Im Netz von o2 sollen die technischen Voraussetzungen sogar schon länger gegeben sein, auch hier wird in den nächsten Wochen der Startschuss erwartet.

(dro)

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