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Apps umtauschen - so geht’s!

25.02.2015 - 14:00

Wer im Geschäft eine Hose kauft und dann zu Hause merkt, dass sie doch nicht zur restlichen Garderobe passt, kann den Fehlkauf in der Regel beim Händler gegen Vorlage des Kassenbons problemlos umtauschen. Beim Online-Shopping ist die Lage sogar noch eindeutiger, hier räumt der Gesetzgeber dem Kunden generell ein 14-tägiges Rückgaberecht ein, weil es sich um ein Fernabsatzgeschäft handelt. Doch wie sieht es beim Kauf von Apps und anderen digitalen Inhalten aus? Kann ich die auch so problemlos umtauschen, wenn sie nach dem Download nicht meinen Vorstellungen entsprechen?

Die großen App Stores von Apple und Google locken mit zahlreichen kostenlosen und kostenpflichtigen Apps für iPhones bzw. Android-Smartphones. Schnell hat man hier mal einen digitalen Impulskauf getätigt, den man wenig später bereut. Apple und Google haben spezielle Richtlinien, die den Umtausch solcher Fehlkäufe regeln. Microsoft bietet aktuell keine Rückgabemöglichkeit für digitale Käufe – dafür kann man sich im Windows Store allerdings durch die zahlreichen Testversionen meist vorher ausgiebig von den Qualitäten einer App überzeugen.

Gibt es ein Recht auf App-Umtausch?

Nein – generell gibt es für Verkäufer keine gesetzliche Pflicht zur Rücknahme von App-Käufen. Zwar handelt es sich beim Kauf einer App ganz klar um ein Fernabsatzgeschäft, dennoch gilt in diesem Fall das 14-tägige Widerrufsrecht nicht. Da eine App sofort nach dem Kauf heruntergeladen wird, gilt sie auch unmittelbar als „gebraucht“. Nur wenn die App eindeutig fehlerhaft oder mangelhaft ist, hat der Käufer ein Recht auf Gewährleistung. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn sich eine App nicht öffnen lässt oder eindeutig nicht der Beschreibung im App Store entspricht. Gewöhnlich ist der User also auf die Kulanz von Apple oder Google angewiesen, wenn er einen Fehlkauf getätigt hat.

Rückgaberegelung bei Apple

Diese Kulanz ist aber eindeutig vorhanden: Ende 2014 hat Apple seinen Kunden in Europa ein freiwilliges 14-tägiges Widerrufsrecht für digitale Käufe im  iTunes Store, App Store und iBook Store eingeräumt. Nur in Einzelfällen behält sich Apple vor, dieses Umtauschrecht einzuschränken. Zum Beispiel dann, wenn ein User auffallend oft vom Rückgaberecht gebraucht macht. Er erhält dann vor einem App-Kauf eine Meldung, die ihn darauf hinweist, dass er auf sein Widerrufsrecht verzichtet und ein Umtausch nicht möglich ist.

Rückgaberegelung bei Google

Auch Google gibt sich beim Thema App-Rückgabe großzügig und erlaubt Kunden im Google Play Store gekaufte Apps innerhalb von zwei Stunden zurückzugeben. Die Frist beginnt mit dem Start des Downloads. Eine Begründung für die Rückgabe des Inhalts ist nicht nötig.

Schritt-für-Schritt: App-Umtausch bei Apple

  1. Rufen Sie im Webbrowser die Internetadresse https://reportaproblem.apple.com auf.
  2. Meldet Sie sich mit Ihrer Apple-ID und Ihrem Passwort an.
  3. Klicken Sie neben der App, die Sie zurückgeben wollen, auf den Button „Problem melden“.
  4. Wählen Sie den Grund für den Umtausch aus. Im Textfeld können Sie wahlweise eine ausführlichere Erläuterung des Rückgabegrundes eintragen.
  5. Klicken Sie danach auf „Kauf stornieren“.
  6. Es kann laut Apple fünf bis sieben Tage dauern, bis der Kaufpreis erstattet wird. Sie können in der Übersicht aber jederzeit den Bearbeitungs-Status überprüfen.

Schritt-für-Schritt: App-Umtausch bei Google

  1. Öffnen Sie auf Ihrem Smartphone den Google Play Store.
  2. Rufen Sie die Detailseite der betreffenden App auf, indem Sie sie entweder im Menü „Meine Apps“ auswählen oder einfach über die Play-Store-Suchfunktion erneut aufrufen.
  3. Wenn Sie sich noch innerhalb des zweistündigen Rückgabefensters befinden, sehen Sie dort den Button „Erstatten“.
  4. Klicken Sie auf "Erstatten" und bestätigen Sie die Abfrage mit "Ja".
  5. Der App-Kauf wird rückgängig gemacht und die App auch gleich deinstalliert.
(dro)

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