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Telefonieren, Simsen und Surfen im Urlaub - so geht’s günstig!

19.07.2013 - 20:00

Wer nicht gerade in Deutschland Urlaub macht, muss beim Handy- oder Smartphone-Einsatz vorsichtig sein. Das Hochladen des Urlaubsbildes, der Versand einer SMS oder selbst ein kurzer Anruf zuhause können da schnell sehr teuer werden. Zwar zieht die Europäische Union die Preisschraube Jahr für Jahr im Sinne der Verbraucher enger. Die falsche Tarifwahl kann aber immer noch schnell zur Kostenfalle werden. Vor Reiseantritt sollte daher jeder, der sein Handy oder Smartphone im Urlaub nicht missen möchte, die folgenden Tipps beherzigen.

Oberste Regel sollte sein: Daten-Roaming beim Smartphone auf jeden Fall deaktivieren. Zwar ist für alle Reisenden im Ausland innerhalb der Europäischen Union (EU) der Preis pro Megabyte ab dem 1. Juli 2013 auf 53,55 Cent gedeckelt. Aber wer weiß schon genau, wie viele Megabyte durch das Checken seiner E-Mails, den Besuch im Social Network oder ähnliches verbraucht werden? Daher ist hier nach wie vor höchste Vorsicht geboten. Eine echte Alternative: In zahlreichen Ländern stehen in vielen Hotels oder öffentlichen Bereichen wie Restaurants, Bars oder Cafés öffentliche WLAN-Netze zur Verfügung – die Nutzung dieser Verbindung ins World Wide Web ist zumeist kostenlos oder zu deutlich günstigeren Preisen zugänglich.

Automatische Kostengrenze schützt vor Extrem-Rechnungen

Außer der Beschränkung des Megabyte-Preises hat die EU eine Obergrenze für durch Surfen im Ausland verursachte Kosten eingeführt: bei einem Betrag von 50 Euro netto muss die Internet-Verbindung unterbrochen werden. Außer der Kunde hat ausdrücklich zugestimmt, dass er weiterhin surfen und weitaus höhere Kosten in Kauf nehmen möchte. Jedem Kunden steht es aber frei, mit seinem Mobilfunkanbieter eine individuelle Preisobergrenze festzulegen. Sind 80 Prozent des Betrags erreicht, muss dem Kunden zudem laut EU-Verordnung eine entsprechende Warnung angezeigt werden.

Vor zu hohen Kosten im Ausland schützen aber auch verschiedene Auslandstarife der Mobilfunkanbieter, über welche das Handy-Portal Mobilfunk-Talk News ausführlich berichtet. Fast alle bieten verschiedene Optionen an, die Kunden, je nach Aufenthaltsland, buchen können. Vor allem die vier führenden Provider Telekom, Vodafone, o2 und BASE haben viele Auslandsoptionen in petto. Wer also im Urlaub partout nicht auf sein Smartphone verzichten kann und jederzeit online gehen möchte, sollte sich vorher auf der Webseite seines Anbieters informieren und die entsprechende Option bestellen.

Kosten für SMS und Anrufe massiv gedeckelt – aber immer noch teuer

Wie die Kosten für mobiles Surfen sind auch die Preise für Handytelefonate und SMS im EU-Ausland gedeckelt. Maximal dürfen seit dem 1. Juli 2013 im Euro-Tarif 28,56 Cent für abgehende Gesprächsminuten und 8,33 Cent pro eingehende Gesprächsminute berechnet werden. Eine SMS kostet maximal 9,52 Cent. Verbraucher, die innerhalb der EU verreisen und telefonieren beziehungsweise simsen möchten – beispielsweise während eines Aufenthalts in beliebten Urlaubsländern wie Spanien, Italien, Frankreich, der Türkei oder Griechenland – sollten sich vor Abreise also einfach vergewissern, dass dieser Euro-Tarif für sie eingestellt ist.

Außerhalb der EU müssen Kunden aber auch bei Telefonaten und Kurznachrichten extrem vorsichtig sein. Denn hier schnellen die Preise mitunter mächtig in die Höhe. Je nach Mobilfunkanbieter kann eine Gesprächsminute aus beliebten Fernreisezielen wie Thailand, Tunesien oder Ägypten bis zu 2,99 Euro kosten. SMS können mit bis zu 0,59 Cent pro Kurznachricht zu Buche schlagen.

(awa)

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