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So vermeiden Sie Handy-Kostenfallen im Ausland

18.06.2010 - 18:39

Viele Deutsche verbringen ihren Urlaub im Ausland. Und wie selbstverständlich wird auch am Urlaubsort mit dem Handy telefoniert. Nur kann hier nicht mehr das heimatliche Netz genutzt werden, wodurch deutlich höhere Kosten entstehen können.

Wer also sein Handy nicht nur im Notfall nutzen will, sollte sich vorab unbedingt über die Auslandstarife informieren. In einer Serie zeigt CHECK24, wie man Kostenfallen bei der Handynutzung im Ausland vermeidet. Den Auftakt bilden die wichtigsten Tipps für mobiles Surfen und Telefonieren.

Flatrates für deutsche Netze im Ausland nutzlos

Wichtigster Punkt sind die Gesprächskosten. Die beim heimischen Handytarif gewohnten Flatrates gelten im Ausland meist nicht. Die Gesprächspreise unterscheiden sich von Tarif zu Tarif und von Land zu Land. Teilweise liegen die Kosten bei über einem Euro in der Minute. Innerhalb der Europäischen Union sind Urlauber jedoch durch den sogenannten Euro-Tarif geschützt. Ab dem 1. Juli 2010 begrenzt der Euro-Tarif die Kosten für ankommende Gespräche auf maximal 17 Cent pro Minute. Anrufe nach Deutschland kosten dann maximal 46 Cent in der Minute, eine SMS 13 Cent.

Vorsicht bei der Nutzung der Mailbox: Die befindet sich nämlich nach wie vor in Deutschland! Anrufer werden zunächst mit dem Handy im Ausland verbunden und von dort wieder zurück nach Deutschland. Den Auslandsanteil muss der Angerufene bezahlen. Auch die Abfrage der Mailbox aus dem Ausland verursacht Kosten. Hier wird ein Gespräch vom Ausland nach Deutschland abgerechnet. Am besten deaktiviert man die Mailbox daher vor der Abreise.

Mobiles Internet: Abrechnung nach Datenmenge

Handy-Surfer wollen meist auch im Urlaub nicht auf das Mobile Internet verzichten. Zu sehr hat man sich daran gewöhnt, mit seinen Freunden über Facebook oder E-Mail in Kontakt zu bleiben. Discos, Partys und Kinos am Urlaubsort findet man über Google auch sehr schnell. Selbst die Tagesschau kommt über das Mobile Internet problemlos ins Urlaubsdomizil. Während man in Deutschland üblicherweise eine Flatrate oder einen Pakettarif zum mobilen Surfen nutzt, wird im Ausland strikt nach Datenmenge abgerechnet. Kosten von etwa 5  Euro für einen Check der E-Mails sind keine Seltenheit. Bei Videostreams ist das Kostenrisiko aufgrund der kontinuierlichen Übertragung und der großen Datenmenge besonders hoch.

In den Medien finden sich inzwischen zahlreiche Berichte über Nutzer, die nach ihrer Rückkehr von Rechnungsbeträgen weit über 1000 Euro konfrontiert wurden. Am besten nutzt man daher vor Ort das günstigere WLAN des Hotels oder die Prepaid-Karte eines lokalen Anbieters.

Der nächste Teil der Serie beschäftigt sich mit Details der Gesprächspreise im europäischen Ausland und weltweit.

(ag)

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