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Smartphone, Tablet und PC: Vor Verkauf Daten richtig löschen

08.01.2014 - 15:00

Unter deutschen Weihnachtsbäumen fanden sich 2013 unzählige Geschenke, die Smartphones oder Tablets enthielten. Fast jeder vierte Bundesbürger wollte einer Umfrage des Branchenverbandes BITKOM zufolge ein solches Hightech-Gerät verschenken. Den Beschenkten offenbarte sich dann oft eine Frage: Was tun mit dem ausgedienten Smartphone oder Tablet? Die naheliegende Lösung bei noch voll funktionstüchtigen Geräten: Verkaufen.

Aber bevor Smartphone, Tablet, Notebook oder jeglicher andere Datenträger den Besitzer wechselt, sollte seine Festplatte vorher gründlich gereinigt werden. Das heißt: Verkäufer sollten sicherstellen, dass ihre privaten Daten nicht in fremde Hände gelangen. Auch Käufer freut es, wenn sie ein nahezu jungfräuliches Gerät bekommen und es nicht erst von den Altlasten des Vorbesitzers befreien müssen.

Moderne Sisyphosarbeit: Daten von Smartphone oder Tablet löschen

Wer glaubt, dass beim Löschen von Dateien, die direkt auf einem Smartphone oder Tablet abgelegt sind, die Bestätigung des Befehls ‚Datei löschen‘ genügt, irrt sich gewaltig. Damit hat das Gerät den vorher mit der Datei belegten Speicherplatz wieder freigegeben, die Daten schwirren allerdings noch tief im Code des Geräts vergraben umher. Gewiss – ins Innere eines Smartphones oder Tablets vorzudringen, bedarf eines großen Fachwissens. Aber: Ist das Gerät erst einmal verkauft, ist auch die Kontrolle verloren, wer es in die Hände bekommt. Daher sollten Verkäufer von Smartphones oder Tablets Vorsicht walten lassen und sich genau überlegen, was sie mit ihrem alten Gerät machen.

Smartphone-Besitzer, die sich für einen Verkauf entschieden haben, sollten auf jeden Fall manuell ihre Daten löschen und das Smartphone oder Tablet gleich mehrfach auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Dies sollten vor allem User von Android-Geräte beherzigen, empfiehlt das Telekommunikationsmagazin teltarif.de. Jeder Schritt erschwert es zumindest, auf Datenreste zuzugreifen. Ebenfalls hilfreich: Apps wie Shreddroid, die sich User im Playstore zulegen können. Dieses Programm überschreibt Daten auf einem Smartphone mit Android mehrfach mit Nullen und macht sie dadurch weitestgehend unbrauchbar.

Apple-User können bei iPhones ähnlich vorgehen. Beispielsweise mit der App iErase, die von verschiedenen Fachmagazinen empfohlen wurde. Noch sicherer soll es computerbild.de zufolge sein, wenn iPhone-User mit einem Passcode ihren Speicher verschlüsseln. Dieser Passcode lässt sich in den Einstellungen einrichten. Danach sollten alle Daten vom iPhone gelöscht und alle Einstellungen zurückgesetzt werden. Wenn dann Dritte versuchen, die Datenreste wiederherzustellen, werden sie an dem vorab eingerichteten Passcode scheitern. Sobald die existierende iOS-Version mit einer neuen überschrieben wird, sind laut computerbild.de sämtliche Alt-Daten gelöscht.

Neues Smartphone, leere Speicher

Wirklich auf Nummer Sicher gehen können User aber nur mit einem Schritt: Indem sie nicht nur die Daten, sondern gleich das ganze Smartphone shreddern. Wem das zu martialisch ist, der sollte sein Alt-Gerät einfach nicht verkaufen. So bleiben auch die Daten in den besten Händen, nämlich den eigenen. Und Smartphone-Käufern entgehen dadurch nicht etwa Schnäppchen. Denn viele Top-Geräte gibt es bereits in einer günstigen Kombi aus Smartphone mit  passendem Tarif.

(awa)

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