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Smart Eyeglass Attach: Baut Sony die bessere Datenbrille?

08.01.2015 - 14:00

So wie sich europäische Technik-Fans beim Thema „Datenbrille“ fühlen, muss es den Menschen am Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Automobil gegangen sein: Tolle Sache - aber kaum einer hat das Ding schon jemals selbst ausprobieren können. Und bevor die Technologie überhaupt die breite Masse erreicht hat, gibt es bereits die ersten innovativen Weiterentwicklungen: Sony stellt dieser Tage auf der CES in Las Vegas seine „Datenbrille ohne Brille“ vor und die hat im Vergleich zu den sagenumwobenen „Google Glasses“ durchaus ihre Vorzüge.

Als bekannt wurde, dass Google an der Datenbrille „Google Glasses“ arbeitet, sorgte das für viel Aufsehen. Technik-Enthusiasten aus aller Welt waren begeistert: Endlich eine Datenbrille, die nicht nur schick, innovativ und bahnbrechend ist, sondern scheinbar auch alltagstauglich! In unseren Breiten sieht man aber bis heute recht wenig von Googles Hightech-Gadget. Ein Grund mehr sich vielleicht schon jetzt nach vielversprechenden Alternativen umzusehen. Wie wäre es zum Beispiel mit der „Smart Eyeglass Attach“ von Sony?

„Daten“ ohne „Brille“

Ein ernsthafter Konkurrent für die "Google Glasses"? Sonys "smarter" Brillenaufsatz. (Bild: © Sony Mobile Communications Inc.)
Was macht man, wenn man eine Datenbrille tragen will, aber schon Brillenträger ist? Der Platz auf der Nase ist schließlich begrenzt. Klar: Man lässt sich Brillengläser in seiner Stärke in die Cyberbrille einbauen. Das hat aber gleich mehrere Nachteile: Es verursacht Zusatzkosten, braucht Zeit und man läuft den ganzen Tag mit einem auffälligen futuristischen Gestell auf der Nase herum - ungünstig, wenn man in Situationen kommt, in denen eine Brille mit integrierter Videokamera eher unpassend ist, z.B. eine vertrauliche Besprechung im Job.

Hier setzt der japanische Sony-Konzern mit einer eigenen Idee an: Ein Aufsatz, der jedes Brillengestell zur Datenbrille macht. Bei der „Smart Eyeglass Attach“ handelt es sich mehr oder weniger um eine Display-Einheit mit Bügel. Die Technikkomponenten wie Prozessor, Funkmodul und Akku werden einfach in zwei kleinen Plastikboxen verstaut, die sich links und rechts an den Bügeln befinden. Das Display selbst befindet sich vor dem rechten Brillenglas und projiziert die Bildschirminhalte über ein Prisma in das Blickfeld des Nutzers.

Das soll in etwa den Effekt haben, als ob man aus zwei Metern Entfernung auf einen 16-Zoll-Monitor blickt. Über eine integrierte Kamera am rechten Bügel können außerdem Bilder und Videos aufgenommen werden. Die Konstruktion kann an jeder Brille befestigt werden und soll laut Sony auch so hart im Nehmen sein, dass man damit Sport machen oder Sie im Job einsetzen kann.

Funktionsumfang und Software

Wie gut das Konzept beim Endverbraucher ankommt, hängt sicherlich stark davon ab, welche Funktionen die Brille letztendlich bietet und mit welchen Smartphones und Apps das Gerät kompatibel ist. Das weiß auch Sony und will deshalb schon bald ein Software Development Kit (SDK) bereitstellen, mit dem Entwickler passende Apps für die Brille programmieren können.

Bisher ist noch nichts über den genauen Funktionsumfang der Datenbrille bekannt, angeblich plant Sony aber, die Brille recht flexibel einsetzbar zu machen. So soll es dem Benutzer freigestellt sein, ob er Apps direkt auf das Brillenmodul lädt oder die Brille mit einem Smartphone koppelt – für Sportler, die nicht extra ein Smartphone herumtragen möchten, nicht uninteressant. Auch soll es möglich sein, die Hightech-Brille mit anderen Geräten, wie zum Beispiel Kameras und PCs, zu koppeln und so bestimmte Bildschirminhalte auf sie zu übertragen. Das würde Sie sicherlich auch für den beruflichen Einsatz interessant machen.

Gerüchten zufolge stellt Sony die „Smart Eyeglass Attach“ auf der CES 2015, die aktuell in Las Vegas stattfindet, offiziell vor. In diesem Zusammenhang sollten auch Details zum Preis und zur Verfügbarkeit bekannt werden.

(dro)

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