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Skype-Translator – der digitale Dolmetscher

30.12.2014 - 13:10

Moderne Kommunikationstechnologien haben uns in den letzten Jahren immer wieder zum Staunen gebracht, lange Zeit war es so, dass es fast jedes Jahr eine neue aufregende Erfindung oder Weiterentwicklung gab. Doch in letzter Zeit ist dem innovationsverwöhnten Technikfan immer seltener ein „Wow!“ zu entlocken. Smartphones, Tablets,  Gadgets & Apps werden jeden Tag besser - doch daran sind wir gewöhnt. Für eine echte Überraschung könnte nun allerdings der „Skype Translator“ von Microsoft sorgen. Denn das Tool kann etwas, das es so tatsächlich noch nicht gibt: Gespräche in Echtzeit übersetzen.

Vor ein paar Wochen berichtete CHECK24 bereits von futuristischen Technologien aus Hollywood-Filmen, die es heute tatsächlich gibt – der „Skype Translator“ hätte sich auf jeden Fall einen Platz auf dieser Liste verdient.  Denn was Microsoft da aus seinem populären Videochat-Dienst gemacht hat, erinnert doch stark an „Star Trek“.

So funktioniert’s

Si! Jetzt schon! Zumindest mit Hilfe des Skype Translators.
Wer hinter Microsofts Simultanübersetzer kompliziertes technisches Hexenwerk vermutet wird überrascht sein, denn die Funktionsweise ist recht simpel: Man startet einen Audio- oder Video-Chat mit einem fremdsprachigen Gesprächspartner und fängt einfach an munter drauflos zu plappern. Einige Sekunden später tauchen im Chat-Fenster zuerst eine Transkription des Gesagten und kurz darauf die Übersetzung dieses Textes in der gewünschten Zielsprache auf. Im letzten Schritt liest Skype den Text dann noch in einer hübschen Roboterstimme laut vor. Klingt ziemlich holprig und umständlich – dauert aber in der Realität nur wenige Sekunden, so dass tatsächlich ein einigermaßen flüssiges Gespräch zustande kommt. Der Clou: der Skype Translator verfügt über einen sogenannten „maschinellen Lernprozess“, d.h. die Qualität der Übersetzung soll besser werden, je häufiger man das Programm verwendet. Aktuell funktioniert die Live-Übersetzung nur von Englisch nach Spanisch und Spanisch nach Englisch. Weitere Sprachpaare sollen aber schon in Kürze folgen.

Nix neues – trotzdem faszinierend!

Zwar wirkt Microsofts Live-Übersetzer im ersten Moment ziemlich futuristisch und innovativ, unter der Haube werkeln allerdings Technologien, die schon seit vielen Jahren existieren: Die „speech-to-text“ und „text-to-speech“ Funktion kennen wir alle vom Smartphone oder Computer und die maschinelle Übersetzung von Texten in andere Sprachen gibt es bei Webtools wie Yahoo’s „Babelfish“ oder Googles „Translate“ schon seit über 10 Jahren. Microsoft hat nur endlich zusammengesetzt was zusammen gehört und dem ganzen zusätzlich noch den nötigen Feinschliff verpasst. Denn ohne maschinelle Lernprozesse, reibungslose Sprachverarbeitung und eine ansprechende Präsentation würden Gespräche mit dem Skype Translator wohl nur wenig Spaß machen.

Start steht kurz bevor

Aber bevor Sie jetzt die Verwandten in Nicaragua „anskypen“ können, müssen Sie sich noch ein wenig gedulden, denn noch ist das Tool nicht frei verfügbar. Doch Microsoft hat vor gut zwei Wochen eine erste Vorschau-Version des Skype-Translators für ausgewählte Tester und Journalisten bereitgestellt und bis Ende des Jahres soll laut Microsoft eine funktionsfähige Beta-Version des Live-Übersetzers erscheinen. Wer an der Beta-Phase teilnehmen möchte, kann sich aktuell auf der Skype-Webseite als Tester anmelden und wird dann informiert, sobald es losgeht.

(dro)

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