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Sicherheitstipps für Android-Smartphones

31.08.2015 - 10:49

Wie sicher sind unsere persönlichen Daten, wenn wir ein Android-Smartphone benutzen? In Zeiten von Android-Sicherheitslücken, Schnüffel-Apps und Späh-Skandal eine berechtigte Frage. Fest steht, dass Sie viel selbst zu Ihrer digitalen Sicherheit beitragen können. Wir zeigen Ihnen, welche Sicherheitstipps Sie als Android-User unbedingt beherzigen sollten.

Sicherheitstipps AndroidSmartphones sind Mini-Computer - viele grundlegende Sicherheitsmaßnahmen, die Sie am PC anwenden, sollten Sie deshalb übernehmen: Öffnen Sie zum Beispiel auch auf Ihrem Handy nie einen E-Mail Anhang von einem unbekannten Absender, verwenden Sie starke Passwörter, klicken Sie nicht auf dubiose Werbebanner und halten Sie das Gerät durch regelmäßige Updates auf dem neuesten Stand. Bleiben die einmal aus, weil der Hersteller etwa den Support für das Smartphone einstellt, sollten Sie sich unbedingt in den Medien über etwaig auftauchende Sicherheitslücken auf dem Laufenden halten und eventuell über den Kauf eines neuen Smartphones nachdenken.

Im Folgenden fünf einfache Sicherheitstipps für den Android-Alltag:
 

1. Apps nur aus dem App-Store

Ein Android-Smartphone auf dem nie auch nur eine einzige App installiert werden würde, wäre vermutlich ziemlich sicher. Natürlich ist das nicht der Sinn der Sache. Leider stellen Apps jedoch eine der größten Bedrohungen für die Stabilität und Sicherheit des mobilen Betriebssystems dar. Durch die Anwendungen können Cyberkriminelle theoretisch jegliche Art von Schadsoftware relativ unauffällig auf dem Smartphone ihrer Opfer installieren. Um das zu verhindern, hat Google die Installation von Apps unbekannter Herkunft – also alle die, die nicht aus dem Google-Play Store stammen – standardmäßig deaktiviert und bietet an, jede neue Anwendung automatisch auf Sicherheitsmängel zu überprüfen. Diese Sicherheitseinstellungen sollten Sie auf jeden Fall aktivieren bzw. aktiviert lassen. Sie finden Sie im Menü ‚Einstellungen‘ unter dem Punkt ‚Sicherheit‘.
 

2. Auf App-Berechtigungen achten

Mit der Software “Bouncer” (dt. Rausschmeißer) untersucht Google routinemäßig alle Apps die im eigenen Play Store hochgeladen werden auf Schadcode. Dennoch können auch diese Anwendungen ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellen, wenn Sie zu umfangreiche Zugriffsrechte auf die Soft- und Hardware des Smartphones fordern. Die berühmte Taschenlampen-App, die nebenbei auf den GPS-Sensor des Handys zugreift und so jederzeit weiß, wo Sie sich aufhalten, ist leider kein Einzelfall mehr. Lesen Sie sich also, bevor Sie eine Anwendung aus dem Play Store installieren, genau durch welche Rechte sie beansprucht. Eine Furzton-App muss keinen Zugriff auf Ihre Kontakte haben und den Angry Birds-Clon geht der Inhalt Ihrer Textnachrichten nichts an. Installieren Sie die App im Zweifelsfall lieber nicht, sondern schauen Sie sich nach einer Alternative um. In der nächsten Android-Version plant Google angeblich endlich auch einen Berechtigungsmanager einzuführen, sodass Sie Apps auch einzelne Rechte entziehen können.
 

3. Vorsicht vor Messenger-Spam

Messenger-Apps wie WhatsApp, Telegram, Hangouts oder Skype werden immer mehr zum bevorzugten Kommunikationstool vieler Menschen. Das haben auch Kriminelle längst erkannt und befeuern täglich Millionen User mit Werbenachrichten oder dreisten Phishing-Links. Auch hier gilt die alte E-Mail-Weisheit: Niemals Inhalte anklicken oder herunterladen, die Ihnen ein Unbekannter schickt. Auch beantworten sollten Sie diese Nachrichten nicht. So verifizieren Sie nur brav, dass sie die Aussendung erhalten haben.

Wie Sie sich speziell gegen WhatsApp-Spam wehren können, haben wir hier für Sie zusammengefasst.
 

4. Sperrbildschirm aktivieren

Ihre Wohnung schließen Sie ab, wenn Sie sie verlassen – mit Ihrem Smartphone sollten Sie dasselbe tun. Aktivieren Sie dazu den Sperrbildschirm im Menü ‚Einstellungen‘ > ‚Sicherheit‘ > ‚Bildschirmsperre‘. Wenn Ihr Handy in die Hände Dritter gelangt und Sie haben den Bildschirm nicht durch ein Muster, eine PIN-Abfrage oder ein sonstiges Zugangsverfahren geschützt, genügt ein Wisch und all Ihre Fotos, Nachrichten und gespeicherten Zugangsdaten liegen offen.
 

5. Verschlüsseln Sie Ihr Smartphone

Noch einen Schritt weiter gehen Sie mit der Geräteverschlüsselung. Ab Android-Version 4.1 können Sie alle Daten, die im internen Speicher Ihres Smartphones liegen, über das Menü ‚Einstellungen‘ > ‚Sicherheit‘ verschlüsseln. Selbst wenn sich ein Dritter dann mit Hilfe einer Schadsoftware oder eines Computer-Programms Zugang zu Ihrem Handyspeicher verschafft, kann er mit den darin enthaltenen Inhalten nichts anfangen, da diese nur mit dem dazugehörigen Passwort lesbar werden – und das haben Sie. Für Sie selbst bedeutet die Verschlüsselung keine großen Umstände. Sie werden lediglich zur Eingabe des von Ihnen festgelegten Sicherheits-PINs aufgefordert bevor das Android-Betriebssystem hochfährt.

Alle aktuellen Neuigkeiten und Infos aus den Themenbereichen Android, Mobilfunk, etc. finden Sie auch jederzeit in unserem Newsbereich.

(dro)

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