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Vergleich der Auslands-Optionen spart bei Handy-Nutzung im Urlaub

09.07.2012 - 09:30

Seit Juli gilt innerhalb der EU eine Kostenobergrenze für Telefonate, SMS und Mobiles Internet. Alle Mobilfunkanbieter müssen dies in sogenannten Euro-Tarifen umsetzen. Doch da die meisten Provider mehrere Auslands-Optionen bieten, lohnt es sich für Verbraucher, die Preise und Konditionen genau zu vergleichen. Denn nicht immer ist der voreingestellte Tarif für den Verbraucher am günstigsten. Das ist ein Ergebnis einer Auswertung von CHECK24.*

Innerhalb der EU dürfen Anrufe in Deutschland im Euro-Tarif nicht mehr als 0,35 Euro pro Minute kosten - das ist eine der Verordnungen aus dem neuen Preisdeckel für Roaming-Gebühren im EU-Ausland. Zahlreiche andere Optionen der Provider bieten aber auch günstigere Minutenpreise zuzüglich einem Aufschlag pro Gespräch.

Um den für sie günstigsten Tarif zu finden, sollten Verbraucher vor der Abreise überschlagen, wie häufig und wie lange sie anrufen möchten, wie viele SMS sie schreiben und ob sie auch im Ausland Mobiles Internet nutzen wollen. Wer nach dem Urlaub keine böse Überraschung erleben möchte, fährt mit SMS am besten: Die Kosten für eine Nachricht sind einfach nachzuvollziehen, kalkulierbar und kosten zwischen neun und 29 Cent pro SMS.

BASE-Kunden zum Beispiel, die während einer Woche Urlaub innerhalb der EU jeden Tag für fünf Minuten in Deutschland anrufen, sparen mit der Option „Reisevorteil Plus“ gegenüber dem voreingestellten Euro-Tarif „International“.

Auch für Telekom- und Vodafone-Kunden lohnt es sich, die Tarife ihres Anbieters genau zu prüfen: Beide Provider bieten eine Option, in der Kunden ihre Inklusivminuten auch im Ausland nutzen können. Damit telefonieren sie unter Umständen günstiger als mit dem Euro-Tarif, auch wenn pro Gespräch Aufschläge hinzukommen.

Kostenobergrenze für Mobiles Internet innerhalb der EU

Auch die Kosten für Mobiles Internet sind innerhalb der EU seit Juli reguliert. Im Euro-Tarif darf ein MB maximal 0,83 Euro kosten. Für den Gesamtrechnungsbetrag liegt die Kostendeckelung bei 59,50 Euro pro Abrechnungszeitraum. Wenn Nutzer diesen Betrag erreicht haben werden sie automatisch per SMS darüber informiert und die Internetverbindung wird unterbrochen. Sie müssen bestätigen, dass sie weiter surfen möchten. Urlauber, die bereits vor der Abreise wissen, dass sie häufig im Internet surfen möchten, können die Kostengrenze selbst festlegen.

Fast alle Provider bieten Daten-Pakete, die innerhalb von 24 Stunden oder sieben Tagen genutzt werden können. Beispielsweise kosten 50 MB bei Vodafone und simyo rund fünf Euro, das Datenvolumen steht Usern sieben Tage lang zur Verfügung. Im Vergleich zur MB-genauen Abrechnung im Standardtarif ist dieses Paket ab einer Nutzung von sieben MB bei Vodafone bzw. bei elf MB bei simyo.

Außerhalb der EU drohen bei Handynutzung teilweise extrem hohe MB-Kosten

Die Kosten für die Handynutzung außerhalb der EU sind nicht reguliert, dementsprechend teuer ist neben Telefonaten vor allem Mobiles Surfen. Bei beiden Anwendungen sind die Urlaubsländer Ägypten, Thailand und Tunesien am teuersten. Bei Telefonaten kostet eine Minute bis zu 2,99 Euro. Beim Mobilen Surfen kostet ein MB bis zu 20 Euro.

Die Türkei und die USA sind meist in günstigere Tarifzonen eingeteilt. Bei Telefonaten kostet eine Minute in der Regel bis zu 1,63 Euro. Surfen mit dem Smartphone kostet dort pro MB zwischen 2,49 Euro und 15,36 Euro. Die europäischen Reiseländer Kroatien und die Schweiz sind zwar nicht in der EU, werden teilweise aber in die gleiche Zone wie die EU-Länder eingeteilt. Urlauber sollten deshalb genau prüfen, was die Handynutzung dort kostet. Die Telekom hat Kroatien im Euro-Tarif in die gleiche Zone wie die EU-Länder eingeteilt. Bei o2 sind die beiden Länder jedoch in einer anderen Tarifzone.

Tipp: Kostenlose WLAN-Hotspots nutzen und Kostenfallen umgehen

Um nach dem Urlaub keine böse Überraschung zu erleben, sollten Verbraucher das automatische Daten-Roaming an ihrem Smartphone ausschalten. Mit kostenlosen WLAN-Hotspots schonen Verbraucher ihre Handyrechnung und können auch im Urlaub ihre E-Mails abrufen. Für Telefonate sind in einigen Urlaubsländern Prepaid-Angebote lokaler Provider eine günstige Alternative für Anrufe in Deutschland.

Hinweis: Hier finden Sie die komplette Studie zu den Roaming-Tarifoptionen im EU-Ausland.

*Alle Preise brutto inkl. Mehrwertsteuer, untersuchte Länder: Ägypten, Kroatien, Schweiz, Thailand, Tunesien, Türkei, USA; Preise berechnet am 04.07.2012, gültig für Kunden mit Vertragstarifen

(epa)

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