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Jäger und Sammler 2.0: Deutsche horten über 100 Millionen Alt-Handys

22.01.2014 - 18:00

In deutschen Wohnungen und Häusern lagern Unmengen an wertvollen Rohstoffen - nur ist das den Bewohnern meistens nicht bewusst. In Handys und Smartphones sind nämlich Metalle wie Kupfer, Nickel sowie Palladium und noch vieles mehr verbaut, was sich - nachdem das Handy den Geist aufgegeben hat oder durch ein neueres Modell ersetzt wurde - recyceln und wieder verwerten lassen. Wenn also alle, die mindestens ein altes Handy und Smartphone zuhause haben, es recyceln, könnte damit ein wertvoller Beitrag zum Schutz der Umwelt geleistet werden.

Smartphone-Hersteller fluten uns mehr oder minder ununterbrochen mit neuen Modellen. Schneller, leichter, dünner, besser sollen sie sein und die meisten Verbraucher greifen beherzt zu. Das bisherige Gerät landet dann in Schubladen, Kisten oder Schränken und gerät oft in Vergessenheit. Laut Bitkom hat dieser Trend in den vergangenen vier Jahren merklich zugelegt. Waren es 2010 „nur“ 72 Millionen Geräte, so sind es 2013 105,9 Millionen ausgediente Alt-Handys oder -Smartphones gewesen. Im Vergleich zum Vorjahr (85,5 Millionen) ist das ein Plus von 24 Prozent.

Handys und Smartphones recyceln – einfacher als gedacht

Verbraucher können ihre alten Geräte auf zahlreichen Wegen wieder dem Wertstoffkreislauf zufügen. So kümmern sich beispielsweise Mobilfunkprovider um die Entsorgung der Geräte. Kunden können ihre ausgedienten Smartphones oder Handys per Brief oder direkt im Laden abgeben und der Provider kümmert sich dann um alles Weitere. Aus solchen Recyclingprogrammen der Anbieter resultieren dann oft Spenden an gemeinnützige Einrichtungen, wie es etwa Vodafone, die Telekom oder o2 handhaben.

Aber auch kommunale Wertstoffhöfe nehmen alte Smartphones und Handys an und sorgen für das entsprechende Recycling. Wer diesen Weg nutzen möchte, erfährt den Standort seines nächstgelegenen Wertstoffhofs über den ortsansässigen Abfallwirtschaftsbetrieb oder einfach bei der Gemeinde. Wer nur einen defekten Akku loswerden möchte, kann ihn ebenfalls beim Wertstoffhof oder dort, wo er den neuen Akku gekauft hat, abgeben. Insbesondere bei Akkus, die auf keinen Fall in den Hausmüll gehören, ist eine fachgerechte Entsorgung Pflicht.

Bevor das Altgerät jedoch entsorgt wird, sollten User auf jeden Fall alle auf dem Gerät befindlichen Daten löschen. Denn: die eigene Datensicherheit geht auf jeden Fall vor. Vor allem Smartphone-User sollten diesen Rat unbedingt beherzigen. Um Daten richtig zu löschen, hilft es nicht, sie nur in den Papierkorb zu verschieben. Effektiver ist beispielsweise das mehrfache Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen.

Nach dem Smartphone ist vor dem Smartphone – neues Gerät mit günstigem Tarif bestellen

Auch die SIM-Karte sollte selbstverständlich vor der Entsorgung aus dem Gerät entfernt werden. Zum einen sind darauf ebenfalls unzählige Daten enthalten, mit denen Schindluder getrieben werden könnte. Und zum anderen benötigen User die SIM-Karte natürlich, um ihr neues Smartphone nutzen zu können. Es sei denn sie haben ein Smartphone mit Mobilfunktarif bestellt und vom neuen Provider eine neue Karte erhalten.

(awa)

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