0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Notruf-Apps: Hilfe auf Knopfdruck

25.06.2015 - 10:09

Dank GPS-, WLAN- und Funkzellenortung weiß Ihr Smartphone ständig wo Sie sich aufhalten. Das ist bedenklich, was die Privatsphäre angeht, kann aber in einer Notsituation vielleicht sogar Leben retten. Denn wenn Sie die richtige App installiert haben, genügt ein Knopfdruck und die Rettungskräfte sind zu Ihnen unterwegs. Wir stellen Ihnen drei beliebte Notruf-Apps vor.

Notruf-AppsWitterung, Drittverschulden, gesundheitliche Probleme – dies alles können Faktoren sein, die Sie als Fußgänger, Jogger, Auto- oder Radfahrer plötzlich in eine Notlage bringen. Vielleicht sind auch andere betroffen und benötigen dringend medizinische oder polizeiliche Unterstützung. Gut wenn, Sie dann nicht lange überlegen müssen, sondern ein Fingertipp genügt, um Hilfe anzufordern.
 

Medizinischer Notfall: DRK Mobilruf

Genauso funktioniert zum Beispiel der „DRK Mobilruf“ auf Ihrem Android-Smartphone oder iPhone. Mit nur einem Knopfdruck ruft die App eine Mobilfunknummer Ihrer Wahl an und schickt auch gleich Ihre Standortdaten mit. Der Angerufene erfährt so umgehend, dass Sie Hilfe benötigen und muss sich zudem nicht erst umständlich den Weg erklären lassen. Alternativ bietet das DRK dafür auch seine Dienste als kostenpflichtiges Zusatz-Paket an. In diesem Fall kontaktiert die App bei einem Alarm keine Privatperson – die vielleicht ihr Handy grad nicht klingeln hört – sondern die 24-Stunden DRK-Notrufzentrale. Die DRK-Mitarbeiter fordern dann umgehend Rettungskräfte an und informieren diese auch direkt über eventuell hinterlegte Gesundheitsinformationen zu Vorerkrankungen oder Medikamentenunverträglichkeiten. Für diesen Zusatzservice verlangt das DRK eine Jahresgebühr von 120 Euro. Die Nutzung der App für den privaten Hilferuf ist kostenfrei.

Das Design der Anwendung ist übersichtlich, die Bedienung leicht verständlich und der wichtige Alarmknopf gut sichtbar platziert. Die Bewertungen im Google Play Store und in Apples App-store sind fast alle positiv. Zur Ortung nutzt die App sowohl das GPS-Modul des Smartphones als auch das Mobilfunknetz. GPS muss also im Handy nicht zwangsläufig permanent eingeschaltet sein, es verbessert aber die Genauigkeit der Standortbestimmung.
 

Gewalttat: Mein Notruf

Auch mit „Mein Notruf“ der Mein-Notruf GmbH können Sie medizinische Hilfe auf Knopfdruck anfordern. Ihre große Stärke spielt die App jedoch aus, wenn Sie zum Beispiel Zeuge eines gewaltsamen Übergriffs werden und umgehend Unterstützung von der Polizei benötigen. Oft werde die Einsatzkräfte in solchen Situationen erst zu spät von umstehenden Zeugen alarmiert, weil verständlicherweise niemand riskieren will, die Aufmerksamkeit der Gewalttäter auf sich zu ziehen, indem er das Handy zückt und mit der Polizei telefoniert. Die Anwendung „Mein Notruf“ schafft hier Abhilfe, indem sie es dem User ermöglicht, einen stillen Alarm auszulösen: Ein Druck auf den großen roten Alarmknopf genügt und die App sendet Ihre persönlichen Daten und Ihren Aufenthaltsort an die Notfallzentrale des Betreibers. Sobald der Notruf-Mitarbeiter merkt, dass Sie sich nicht über die Sprechverbindung melden und auch auf einen Rückruf nicht reagieren, informiert er umgehend die nächstgelegene Polizeiwache und teilt Ihre genaue Position mit.

Laut Betreiber ist die Notfall-Zentrale rund um die Uhr an 365 Tagen besetzt. Für den Service werden rund 28 Euro Jahresgebühr fällig. Die App selbst ist kostenfrei, sowohl für Android als auch iOS-Geräte verfügbar und kann vor Abschluss des Abos auch getestet werden. Die Bewertungen im Google Play Store und in Apples App Store sind durchweg positiv und der Anbieter geht auch auf Rückfragen von Usern ein. Auch „Mein Notruf“ ortet Ihr Smartphone sowohl über GPS als auch über das Mobilfunknetz.
 

Alpiner Unfall: Notfall App Bergrettung Tirol

Gerade in Bergregionen ist das Risiko zu verunglücken besonders hoch. Die Bergrettung Tirol stellt allen Skifahrern, Wanderern und Bergsteigern deshalb kostenfrei die App „Notfall App Bergrettung Tirol“ zur Verfügung. Die funktioniert nach demselben Muster wie die open vorgestellten Apps und schickt auf Knopfdruck einen Notruf mit Ihren Positionsangaben – sogar inklusive Längen- und Breitengrad sowie Höhenangaben - an die Leitstelle der Bergrettung Tirol. Zusätzlich wird auch hier eine Sprechverbindung hergestellt und die Mitarbeiter stehen Ihnen zur Seite, bis die Rettungskräfte eintreffen.

Auch diese Rettungs-App ist fast durchweg positiv bewertet. Einige User berichten sogar davon, wie Ihnen die App im Notfall bereits geholfen hat. Leider ist „Notfall App Bergrettung Tirol“ – wie der Name schon sagt - nur im Alpin-Bereich Tirol nutzbar. Dort aber sowohl von Android- als auch iPhone-Usern.


Smartphone bereit?

Damit die Rettungs-Apps im Notfall auch wirklich eine Hilfe sind, ist es natürlich wichtig, dass das Smartphone auch funktioniert. Zuverlässige Smartphones zu günstigen Preisen finden Sie jederzeit im Vergleich von CHECK24.

(dro)
 

Weitere Artikel: