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NFC: Mobil bezahlen und mehr

07.01.2016 - 13:51

Obwohl diese Technologie bereits vor über einem Jahrzehnt entwickelt wurde, verbreiten sich die vielen Anwendungsmöglichkeiten im Markt nur langsam. Dabei ist die sogenannte Near Field Communication ein echter Alleskönner: Kontakte und Bilder hin- und herschieben, mit dem Smartphone bezahlen oder online Behördengänge erledigen - wir erklären, was mit NFC alles möglich ist.

Übersetzt bedeutet NFC so viel wie „Nahfeldkommunikation“ und genauso funktioniert die Technologie: Das NFC-fähige Gerät, beispielsweise ein Smartphone oder Kartenleser, erzeugt ein räumlich stark eingegrenztes elektromagnetisches Feld. Es ist für Mensch und Tier unbedenklich. Werden nun andere NFC-fähige Geräte oder Chips in die unmittelbare Nähe gebracht, können Daten ausgetauscht werden.

Für die Verbindung wird im Gegensatz zu Bluetooth kein Authentifizierungscode benötigt, was den Vorgang vereinfacht und beschleunigt. Da die Übertragung auf eine Reichweite von höchstens 5 cm eingeschränkt ist, erhöht sich auch die Sicherheit gegen einen Zugriff von außen. Da NFC allerdings nicht besonders schnell ist - die derzeitige Datenübertragungsrate liegt bei bis zu 424 kBit/s - sollten große Datenmengen auf anderen Übertragungswegen verschickt werden.

NFC Tags

NFC-Tag
NFC-Tags können Aufgaben und Informationen speichern.
Mit NFC kann man nicht nur Kontakte übermitteln, Gutscheine abrufen, Links weitergeben und Dateien zwischen zwei Smartphones hin und herschieben. Es gibt sogenannte NFC-Tags, kleine Aufkleber oder Plättchen, die mit einer Antenne und einem Chip ausgestattet sind und individuell programmiert werden können. Auf diese Weise kann man sich zum Beispiel mit dem Heim-WLAN verbinden lassen, den Wecker voreinstellen oder das Smartphone auf stumm schalten.

Für den Informationsaustausch genügt ein kurzer Tap, bei dem Smartphone und Chip kurz aneinander gehalten werden. Unterstützt wird NCF von allen Android Smartphones ab Version 4.0 und den neuen Windows Phones. In den entsprechenden App-Stores sind bereits Anwendungen auf NFC-Basis verfügbar. Das iPhone 6 ist zwar ebenfalls kompatibel, jedoch bisher in den Funktionen auf das mobile Bezahlen eingeschränkt.   

Mobile Payment

Mittlerweile sind auch viele Bezahlkarten mit NFC ausgestattet. Auf diese Weise können Besitzer von NFC-fähigen Kreditkarten momentan bereits bargeldlos in über 30.000 Filialen und Geschäften bezahlen. Es genügt, die Karte an das Lesegerät zu halten. Bei Beträgen bis 25 Euro wird außerdem keine Authentifizierung verlangt. Wer keine Karte benutzen will, der kann dank Apps für das digitale Portemonnaie auch direkt mit dem Smartphone bezahlen. Hier werden die Daten der Bezahlkarte hinterlegt und beim Einkaufen über NFC abgerufen. Entsprechende Mobile Payment Anwendungen gibt es von allen großen Mobilfunkanbietern zum Download.

Online ausweisen

Laptop mit Lesegerät für ePerso
Mit dem ePerso und einem Lesegerät können Behördengänge online am Laptop erledigt werden.
Bereits seit 2010 ist der neue deutsche Personalausweis im Chipkartenformat ebenfalls NFC-fähig. In Verbindung mit einem Kartenlesegerät und einer entsprechenden Software können bestimmte Behördengänge digital erledigt werden, für die man sich ansonsten vor Ort ausweisen müsste.

Der Chip speichert die persönlichen Daten, das biometrische Passfoto und optional auch Fingerabdrücke. Die Daten können jedoch nur mit entsprechendem Berechtigungszertifikat und nach Eingabe der PIN-Nummer ausgelesen werden. Direkten Zugriff haben nur hoheitliche Stellen wie zum Beispiel die Polizei.
 

 

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