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App auf die Autobahn - wie das Smartphone zum Navi wird

22.08.2011 - 14:13

Smartphones werden immer beliebter. Prognosen besagen, dass der Smartphone-Absatz 2011 um 25 Prozent zulegen wird. Kein Wunder, denn ein Smartphone ist klein, leicht und kann fast alles. Jetzt hat der Branchenverband BITKOM festgestellt: Die Allrounder fangen an, den klassischen Navigationsgeräten Konkurrenz zu machen.

Ein Navi findet sich heutzutage in fast jedem Auto. Doch es scheint, als ob die privaten Wegweiser in einer Sackgasse gelandet sind, aus der es keinen Ausweg mehr gibt. Denn immer mehr Menschen lassen sich von ihrem Smartphone sagen, wo es langgeht. Wie der BITKOM mitteilt, sind vier Prozent aller Handybesitzer bereits auf die Navigation mit ihrem Mobiltelefon umgestiegen. Die Katalysatoren für diese Entwicklung liegen auf der Hand: Das Smartphone hat man immer dabei, die Apps gibt es oft kostenlos und sie leisten nahezu das Gleiche wie ein Stand-alone-Gerät.

Eine für alle und kostenlos: Google Maps Navigation

Die App Google Maps, die sich als hervorragende Navi-Alternative entpuppt, ist auf fast allen gängigen Smartphones vorinstalliert. Selbstverständlich beim Betriebssystem Android, aber auch auf dem iPhone, bei Blackberry sowie der Nokia S60-Serie. Auto- und Fußgängernavigation ist selbstredend, die Zieleingabe kann manuell, per Sprachbefehl oder über die im Adressbuch gespeicherten Kontakte eingegeben werden. Wie beim großen Bruder kann diese Navi App Alternativrouten anzeigen und Routen neu berechnen. Zusätzliche Features wie die Anzeige von Tankstellen, Parkplätzen und Banken oder die Ansage von Verkehrsinformationen machen die App perfekt. Points of Interest wie Sehenswürdigkeiten und ähnliches entlang der Route werden mit Telefonnummer und Adresse angezeigt und können per Berührung als neues Ziel ausgewählt werden. Lediglich beim Abbiegen und Fahrspurwechseln sowie bei Geschwindigkeitsbeschränkungen und Radarfallen müssen sich Nutzer der Google Maps Navigation auf sich selbst verlassen – hier kann die App leider noch keine Hilfe leisten.

Für längere Fahrten sollte auf jeden Fall ein Ladegerät fürs Auto mit dabei sein. Denn der Akku wird durch die App stark beansprucht. Und da sie ihr Kartenmaterial nahezu permanent aus dem Internet aktualisiert, ist eine konstante Internetverbindung wichtig und – aus Kostengründen – eine Internet-Flatrate sehr empfehlenswert. Aber Vorsicht bei Auslandsreisen: Wer hier seinen Weg mit Google Maps Navigation sucht und eine Internetverbindung herstellt, muss mit sehr hohen Roaming-Gebühren rechnen!

Nokia Ovi Maps – wie ein echtes Navi, nur kostenlos

Besitzer von Nokia-Handys, die ohne Google Maps Navigation auskommen müssen, trauern ihr nicht lange nach. Denn die meisten von ihnen haben Nokia Ovi Maps – ein beinahe vollwertiger und dazu noch völlig kostenloser Navi-Ersatz. Und gleich über die erste Eigenschaft dieser Navi App werden sie sich freuen: Die Karten werden auf dem Gerät abgelegt, damit ist eine konstante Internetverbindung nicht notwendig. So können Nokia Ovi Maps-User auch bei Auslandsreisen ohne Internetverbindung und Zusatzkosten ihre Navi Apps nutzen. Im umfangreichen Kartenmaterial sind über 100 Länder erfasst und die Software ist in 46 Sprachen verfügbar. Bereitgestellt wird das Material von Navteq.

Zum Navigieren erfüllt auch diese App alle notwendigen Voraussetzungen: Sprachausgabe, Turn-by-turn-Navigation, Routenneuberechnung, Fußgängernavigation, verschiedene Ansichtsmöglichkeiten der Karten (entweder in 2 oder 3D), Nachtmodus zum Ablesen bei Dunkelheit, Auflistung wichtiger Wegpunkte wie Tankstellen, Banken oder Parkplätzen, Speicherung von Heim- und Favoritenadressen sowie Suchfunktionen für Restaurants, Hotels und Sehenswürdigkeiten. Anders als bei der Navi App von Google können Points of Interest allerdings nicht direkt über den Touchscreen des Geräts als Ziel angewählt werden, sondern müssen über das Auswahlmenü manuell eingegeben werden. Dafür weist die Nokia-App aber auf Geschwindigkeitsbegrenzungen hin. Auch Verkehrsinformationen kann sie verarbeiten, dazu muss allerdings eine Internetverbindung hergestellt werden.

Nokia Ovi Maps ist ausschließlich für Nokia-Smartphones verfügbar. Wer als Android- oder iOS-Nutzer mit dem Smartphone navigieren will, muss auf Google oder eine der anderen, zahlreichen Alternativen zurückgreifen.

NAVIGON - für jeden etwas, aber nur mit eingeschränkter Funktion kostenlos

Seit 20 Jahren zeigt NAVIGON Autofahrern, wo es lang geht. Und mittlerweile natürlich auch via Anwendung fürs Smartphone. Hier hat sich NAVIGON auch gleich besondere Deals mit verschiedenen deutschen Mobilfunkanbietern zur Kundengewinnung einfallen lassen. Mit der NAVIGON select Telekom Edition oder NAVIGON select Telekom Edition Android freuen sich alle Telekom- und mobilcom debitel-Kunden über eine kostenlose Navi App von NAVIGON. Außer den Karten zur Navigation in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein sind darin auch Features wie die Suche nach Sonderzielen, Tag-/Nachtmodus, eine erweiterte Fußgänger-Navi, Social Network-Schnittstellen, Wetter- und Parkanzeigen sowie erweiterte Zielinformationen enthalten. Nach Belieben und gegen Gebühr kann NAVIGON select durch Zusatzpakete erweitert werden.

Wer nicht Kunde der Telekom oder von mobilcom-debitel ist, muss nicht zwangsläufig auf NAVIGON verzichten. Um sein Smartphone vollständig auf Navi aufzurüsten, müssen sie allerdings in die Tasche greifen. Für das iPhone gibt es die Navigationssoftware von NAVIGON mit Kartenmaterial für 10 europäische Länder ab 74,99 Euro und für 40 europäische Länder ab 89,95 Euro. Android-Nutzer können ab 59,95 Euro mit NAVIGON fahren, aber nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz, und ab 89,95 Euro in 40 europäischen Ländern.

Navi Apps – eine unendliche Geschichte

Die Liste der verfügbaren Navi Apps kann unendlich fortgesetzt werden. Als kostenlose Alternative, zumindest für Android-Nutzer, sei hier noch Skobbler, das ähnlich wie Google Maps funktioniert, erwähnt. iPhone-Besitzer müssen für Skobbler ab 1,59 Euro berappen. Natürlich gibt es die praktischen Anwendungen auch von renommierten Kartenherstellern wie Falk für das iPhone zum Beispiel ab 15 Euro oder von ALK für iPhone und Android ab 49,99 Euro. Manche von ihnen stehen für eine eingeschränkte Testphase auch kostenlos zur Verfügung.

Wer also seine technische Ausrüstung auf Reisen minimieren möchte und sowieso mit einem Smartphone liebäugelt, ist gut damit beraten, es auch als Navi einzusetzen. Möglichkeiten der Aufrüstung gibt es zahlreiche – von kostenlos bis preisintensiv. Die passenden Mobilfunktarife zum Smartphone finden Sie natürlich bei CHECK24.

(awa)

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