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Musik-Flatrates fürs Smartphone: Hier spielt die Musik

24.11.2014 - 12:00

Die Musikindustrie hat lange gebraucht, um einen Weg zu finden, User dazu zu bringen, für digitale Musik zu bezahlen. Nun scheinen Sie ihn allerdings gefunden zu haben. „Musik-Flatrate“ heißt das Zauberwort. Der Kunde zahlt nicht mehr für jeden Titel oder jedes Album einzeln, er zahlt einen monatlichen Fixpreis und kann dann unbegrenzt auf den gesamten Musikkatalog des Anbieters zugreifen.

Klingt gut – ist es auch. Aber so unterschiedlich wie die Musikgeschmäcker, sind auch die Anforderungen jedes Nutzers an seine Musik-App. Die folgenden Punkte sollten Sie ganz genau unter die Lupe nehmen, bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden.

Preis

Beinahe alle großen Streaming-Dienste, auf die der User in Deutschland Zugriff hat, haben ein ähnliches Preismodell. Auf den Internetportalen und teilweise sogar in den mobilen Apps der Dienste kann man Musik umsonst anhören, allerdings wird die Musik entweder zwischen den Titeln von Werbung unterbrochen oder der Hörgenuss ist auf eine bestimmte Zeitspanne begrenzt.

Wer die Musik ohne Zeitlimit und Werbung hören möchte und auch für unterwegs auf dem Smartphone speichern will, muss dann ein Abo abschließen und zahlt einen monatlichen Fixpreis dafür. Dieser hat sich mittlerweile bei fast allen Diensten bei rund zehn Euro eingependelt. Einige Mobilfunkanbieter bieten mittlerweile sogar schon Smartphone-Tarife an, in denen die Musik-Flat inklusive ist.

Größe des Musikkatalogs

Musik-Flatrates: Die Musiksammlung immer dabei
Ob eine Musik-App Spaß macht oder nicht, hängt natürlich wesentlich davon ab, ob man seine Lieblingsmusik im Musikkatalog findet. Je größer der Katalog ist, desto größer ist die Chance, dass auch die eigenen Lieblingskünstler dabei sind.

Da die Musikdienste meist mit allen großen Plattenlabels Verträge abschließen, ist die Abdeckung generell sehr gut. Über 35 Millionen Musiktitel hat der Dienst Deezer zum Beispiel im Repertoire, Napster und Juke werben mit über 25 Millionen Songs und auch Spotify und Google Music kommen auf ca. 20 Millionen Titel.

Die Bandweite reicht dabei vom unbekannten Indie-Künstler bis zum Popstar. Um vorab zu sehen, ob Ihre Lieblingsmusik dabei ist, sollten Sie sich den Musikkatalog des jeweiligen Musikdienstes vorher auf jeden Fall auf dessen Internetseite anschauen. Gerade die Musik deutscher Künstler ist nämlich längst nicht bei jedem Streaming-Dienst zu finden.

Offline-Funktion

Wer plant, seine Musik auch unterwegs nur über LTE oder UMTS zu streamen, braucht dafür definitiv einen Datentarif mit einem entsprechend hohen Inklusivvolumen. Bereits ein einziges Album verbraucht ca. 50 MB an Datenvolumen. Deshalb bieten alle Streaming-Dienste ihren Abonnenten in der Smartphone-App die sogenannte Offline-Funktion an. Sie legen einfach zu Hause im WLAN-Netz fest, welche Musik Sie auch unterwegs hören möchten und die App stellt die entsprechenden Titel offline zur Verfügung – das bedeutet, sie lädt die gewünschten Musiktitel in den Speicher Ihres Smartphones herunter.

Wer aber auch unterwegs nicht auf Musik-Streaming verzichten will, sollte sich für einen Dienst entscheiden, bei dem man die Streaming-Qualität in der App einstellen kann. Das spart viel Datenvolumen. Der Dienst Napster bietet zum Beispiel diese Einstellungsmöglichkeit an.

Radio & Playlisten

Theoretisch dürfte es ziemlich lange dauern, bis bei 20 Millionen Songs musikalische Langeweile aufkommt. In der Praxis fühlen sich aber viele Musikfreunde von der riesigen Auswahl der Musik-Apps oft erschlagen und tun sich schwer, neue Musik zu entdecken - wo soll man schließlich anfangen? Hierfür sind Radiostationen und Playlisten besonders hilfreich.

Die Radiofunktion ist mittlerweile in fast jeder Musikstreaming-App zu finden. Die Stationen sind meist nach Musikgenre sortiert und spielen alle verfügbare Musik aus der jeweiligen Kategorie ab. Eine Variante davon, die zum Beispiel der Dienst Google Music anbietet, ist die persönliche Radiostation. Hier erfolgt die Musikauswahl ganz individuell auf Basis des eigenen Musikgeschmacks oder eines bestimmten Lieblingskünstlers und die Chance, dass man Musik hört, die einem gefällt, ist wesentlich größer.

Auch redaktionell erstellte Playlisten eignen sich gut um neue Musik zu entdecken. Besonders Spotify und Napster können auf diesem Gebiet überzeugen. Eine Musikredaktion stellt manuell Wiedergabelisten nach verschiedenen Themen, Stimmungen oder Genres zusammen. Diese sind dann zwar nicht endlos lang, wie beim Radio, oft ist die Auswahl jedoch qualitativ besser.

(dro)

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