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Regulierte EU-Roaming-Tarife: Zum Teil geht es noch günstiger

07.06.2013 - 10:54

Durch die Kostenregulierung der Europäischen Union zahlen Verbraucher seit 2007 deutlich weniger, wenn sie ihr Mobiltelefon im EU-Ausland nutzen. Zudem bieten viele Anbieter weitere Tarifoptionen und Datenpakete an. Je nach Nutzungsverhalten können diese günstiger sein als der EU-Tarif. Das zeigt eine CHECK24-Analyse der Roamingkosten der vier Netzbetreiber sowie der zwei Alternativanbieter klarmobil und simyo.

Ab Juli 2013 werden die Richtlinien der EU zum Roaming weiter angepasst. Dann kostet ein abgehender Anruf für deutsche Verbraucher brutto maximal 0,29 Euro und ein SMS 0,10 Euro. Um 35 Prozent günstiger wird die Nutzung des mobilen Internets im EU-Ausland: Statt 0,83 Euro zahlen Smartphonenutzer dann 0,54 Euro pro MB.

Alternative Datenpakete bis zu 90 Prozent günstiger als EU-Preis

Handynutzer können, abhängig vom Verbrauch, mit alternativen Tarifen und Datenpaketen sparen. Allerdings lohnt es sich, das eigene Nutzungsverhalten vor Tarifwahl genau zu beobachten. Bei Vodafone ist das Datenpaket „ReisePaket Date Europe“ bereits ab drei MB pro Tag günstiger als der EU-Tarif – Verbraucher sparen damit 90 Prozent. Auch BASE-Kunden reduzieren mit dem Alternativtarif „Reisevorteil Plus“ ihre Kosten: Sie zahlen damit, wenn sie eine Woche lang täglich fünf Minuten telefonieren, 15 Prozent weniger als mit dem voreingestellten EU-Tarif „BASE International“. Telekom-Kunden hingegen sparen mit der Auslandsoption „Smart Traveller“ erst, wenn die Gespräche mindestens 16 Minuten dauern. Bei einer Gesprächsdauer unter 16 Minuten ist der voreingestellte EU-Tarif „Weltweit“ günstiger.

Keine Kostenregulierung außerhalb der EU: Surfen kostet bis zu 20 Euro/MB

Außerhalb der EU können Anbieter die Preise selbst festlegen, je nach Land und Anbieter zahlen Verbraucher unterschiedlich viel. Anrufe aus den USA und der Türkei kosten bis zu 1,63 Euro/Minute, aus Ägypten, Thailand und Tunesien bis zu 2,99 Euro/Minute. In den drei letztgenannten Ländern ist Surfen besonders teuer: Ein MB kostet bis zu 20 Euro. Auch im Nicht-EU-Ausland bieten Anbieter Alternativoptionen, durch die Verbraucher ihre Kosten reduzieren können.

Tipps zur Kostenkontrolle beim Telefonieren und Surfen im Ausland

EU-Kommissarin Neelie Kroes plant, die Roaminggebühren ganz abzuschaffen. Unabhängig davon gibt es weitere Möglichkeiten, hohe Kosten zu vermeiden.

Um zu verhindern, dass sich das Smartphone automatisch ins Internet einwählt, sollten Urlauber das Datenroaming deaktiviert. Besser ist, über WLAN zu surfen. Bei der Nutzung von WLAN-Hotspots oder zusätzlichen Apps sollten keine sensiblen Daten eingegeben werden, da der Datenschutz nicht immer gewährleistet ist. Sinnvoll ist es auch, etwaige Inklusivminuten im Ausland zu verwenden. Darüber hinaus können durch Schreiben von SMS Kosten besser kalkuliert werden als bei Telefonate. Bei längeren Aufenthalten lohnt sich der Kauf einer Prepaidkarte eines lokalen Anbieters.

(jst)

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