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Mobiles Internet: Wird die Flatrate platt gemacht?

23.08.2010 - 22:59

Flatrate-Angebote für die Datenübertragung aufs Handy bescherten dem mobilen Internet den Durchbruch. Die Geräte- und Nutzerzahlen stiegen und steigen sprunghaft. Noch schneller steigt das per Mobiles Internet übertragene Datenvolumen. So kommen die Netze an ihre Kapazitätsgrenze. Nur steter Ausbau sichert schnelle Übertragung.

Zu dessen Finanzierung gibt es Überlegungen, von den bisher gebräuchlichen Flatrate-Tarifen zu gestaffelten Tarifen überzugehen und die Kunden so an den Kosten für den Datenhunger ihrer Geräte zu beteiligen. Das wäre das Ende der Flatrate-Tarife.

LTE: Neue Übertragungstechnik, neue Tarifmodelle?

Nur durch kontinuierlichen Ausbau kann das mobile Internet staufrei gehalten werden. Der neue Übertragungsstandard LTE, der bereits in der Grundstufe etwa 20-mal schneller als die aktuelle Technik ist, steht bereits in den Startlöchern. Experten erwarten, dass die klassische Flatrate dann von neuen Tarifvarianten für Mobiles Internet abgelöst wird. Denkbar wäre beispielsweise eine Staffelung nach Übertragungsgeschwindigkeit oder auch eine Abrechnung nach übertragener Datenmenge.

Laut einer Studie der Economist Intelligence Unit gehört die Zukunft den gestaffelten Tarifen. Flatrates als übliches Tarifmodell dürften langfristig an Bedeutung verlieren. Vorboten gibt es heute schon in den USA, wo AT&T die Tarife für Mobiles Internet mit einer Obergrenze für das Datenvolumen versehen hat. Aber auch in Deutschland könnte die Mehrklassengesellschaft bald Wirklichkeit werden. Einige besonders günstige Tarife für Mobiles Internet im Vodafone-Netz könnten ab 2011 auf einen Bruchteil der technisch möglichen Geschwindigkeit begrenzt sein. Mehr Geschwindigkeit gäbe es dann nur für mehr Geld.

Flatrate und Flatrate für Mobiles Internet auch heute schon mit Unterschieden

Auch heute gibt es bereits preisrelevante Unterschiede zwischen Flatrate und Flatrate: Zwar ist das Datenvolumen bei allen Tarifen unbegrenzt, schnelle Übertragung ist jedoch nur bis zu einem gewissen Volumen garantiert. Danach wird die Übertragungsgeschwindigkeit auf rund 1 Prozent des maximal möglichen Werts gedrosselt. Je mehr Daten schnell übertragen werden sollen, desto höher der Preis. Auch wenn diese Einschränkung nach Irreführung in Bezug auf den Begriff „Flatrate“ klingt, hat sie für den Verbraucher doch ihr gutes: Bei Überschreiten der Volumenschwelle wird er nicht mit höheren Kosten, sondern „nur“ mit geringerer Geschwindigkeit bestraft.

Einen Überblick über die Leistungsmerkmale der einzelnen Tarife verschafft am einfachsten der Mobiles Internet Vergleich, wie ihn etwa CHECK24 anbietet.

Flatrate-Tarife: Sorglos im Mobilen Internet zum Festpreis surfen

Lange fristete das mobile Internet ein Schattendasein. Aus Angst vor hohen Kosten wagten nur Wenige den Ausflug ins mobile Internet. Dies änderte sich erst mit Einführung von Flatrate-Tarifen: Die Nutzer können jetzt sorglos zum Festpreis surfen. Kurzlaufende Verträge oder Prepaid-Angebote erleichtern den Einstieg zusätzlich. Mit dem Ergebnis, dass das Datenvolumen über die letzten Jahre sprunghaft anstieg und das Mobiles Internet die SMS – gemessen am Umsatz – überflügelt hat.

(hw)

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