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Mobiles Internet: UMTS, HSDPA - Datenturbo mit Handbremse?

01.04.2010 - 21:46

Mobiles Internet ist der aktuelle Trend im Mobilfunk.  Surfsticks, die Notebooks oder Netbooks über den USB-Anschluss mit dem Mobilfunknetz verbinden machen das Surfen im Internet, die Bearbeitung von E-Mails oder Messaging über facebook, icq oder twitter unterwegs problemlos möglich. Inzwischen transportieren die Mobilfunknetze mehr Daten als Sprache und ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen.

Günstige Prepaidtarife oder Vertragstarife, die meist als Monats-Flatrates oder Tagesflatrates angeboten werden, machen das Überall-Surfen für jedermann erschwinglich.  Schnelle Übertragungstechnologien wie UMTS, HSDPA oder künftig auch LTE verheißen darüber hinaus komfortables Surfen mit DSL-Geschwindigkeit.

HSDPA-Technologie ermöglicht schnellen mobilen Zugang zum Internet

Trendige Geschwindigkeits-Kürzel wie HSDPA, UMTS oder LTE sind jedoch noch keine Garantie für mobiles Surfen mit hoher Geschwindigkeit an jedem Ort. Sie bezeichnen lediglich die Übertragungstechnologie und stehen somit für die maximal erreichbare Geschwindigkeit der Datenübertragung. Die Geschwindigkeit kann durch Einflüsse wie Signalstärke oder Anzahl der Mitsurfer verringert werden, so dass die tatsächlich nutzbare Übertragungsrate wesentlich geringer sein kann als es die Werbung verspricht.

Tatsächliche Geschwindigkeit im mobilen Internet abhängig von Surfstick-Hardware und Standort

Die Mobilfunk-Netze der verschiedenen Anbieter sind nicht flächendeckend mit den schnellen Technologien UMTS, HSDPA oder HSDPA+  ausgerüstet.  Darüber hinaus unterstützen nicht alle Surfsticks die maximale Geschwindigkeit des Mobilfunknetzes. Während das HSDPA-Netz Übertragungsraten bis zu 7,2 MBit/s (7200 kBit/s) ermöglicht, kann ein Surfstick nur für mobiles Surfen mit z.B. 3,6 MBit/s (3600 kBit/s) ausgelegt sein. Als Faustregel gilt hier: je billiger der Surfstick, desto geringer die maximale Geschwindigkeit.  Gerade Surfsticks, die mit günstigen Prepaidtarifen angeboten werden funktionieren oft nur mit bis zu 3,6 MBit/s, während  Surfsticks, die zusammen mit Vertragstarifen angeboten werden, die volle Geschwindigkeit unterstützen.  Neben der Hardware ist ein weiterer wichtiger Aspekt für schnelles mobiles Surfen in einem  HSDPA- oder UMTS-Netz die Signalstärke am Aufenthaltsort. Der Surfstick kann nur bei störungsfreier Funkverbindung   Daten mit maximaler Geschwindigkeit übertragen. Je schlechter man bildlich gesprochen den Sendemast ’sieht’, desto niedriger die Signalqualität und desto niedriger die erreichbare Geschwindigkeit.  Großer Abstand zum Sendemast oder Hindernisse wie Gebäude oder Wände wirken also nachteilig auf die Surf-Geschwindigkeit. Erlaubt geringe Signalqualität keine Datenübertragung  mehr über schnelle UMTS- oder HSDPA-Technologie, wechseln die Surfsticks automatisch zur langsameren Übertragung mittels EDGE oder GPRS.

Tipp: Netzverfügbarkeit beim Anbieter checken

Ob der Ausbau eines Mobilfunk-Netzes an einem bestimmten Ort die Nutzung von UMTS oder HSDPA ermöglicht, findet man am einfachsten über die Abfrage der Netzverfügbarkeit bei den Betreibern  heraus.  Auf den Webseiten von T-Mobile, Vodafone, o2 oder BASE bzw. E-plus finden sich darüberhinaus auch Informationen zu der an einem Standort erzielbaren Geschwindigkeit

Selbst mit einem schnellen Stick ist man nahe am Funkmast leider auch noch nicht vor langsamer Datenübertragung gefeit, da sich beim Surfen über das Mobilfunknetz alle an der Funkzelle angemeldeten Notebooks, Netbooks oder Handys die maximale Geschwindigkeit teilen. Die in der Werbung der Surftarife genannte maximale Geschwindigkeit gilt für einen Teilnehmer in einer Funkzelle bei störungsfreier Verbindung.

(hw)

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