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Mobiles Internet: Trotz EU-Regelung kein Schutz vor hohen Roaming-Preisen

21.07.2010 - 11:49

Die seit dem 1. Juli europaweit geltende Kostendeckelung für mobile Internetnutzung im Ausland schützt nicht vor hohen Megabyte-Preisen. Auf dem Markt existieren Kostenunterschiede von über zwölf Euro pro Megabyte (MB). Daher raten Verbraucherschützer dazu, die Angebote der Provider genau zu vergleichen.

Hat der Verbraucher kein anderes Limit mit dem Anbieter vereinbart, gilt für Daten-Roaming aufgrund einer neuen EU-Regelung eine automatische Kostenobergrenze von 59,50 Euro (inkl. Mehrwertsteuer). Der Betreiber ist dazu verpflichtet, dem Nutzer eine Warnung zu schicken, sobald 80 Prozent der Deckelung erreicht sind. Eine weitere Nutzung der Daten-Roaming-Dienste über das Limit hinaus ist nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden möglich.

Keine Begrenzung von Megabyte-Preisen trotz EU-Regelung

Zwar schützt die neue EU-Regelung die Verbraucher vor einem Rechnungsschock am Ende des Auslandsaufenthaltes, wie viel die Anbieter pro MB verlangen, liegt aber weiterhin im Ermessen der Provider. Da die Nutzer bei niedrigen MB-Preisen länger surfen können, bis sie das Limit erreichen, liegt es in ihrem Interesse, auf einen möglichst niedrigen MB-Preis und eine günstige Taktung zu achten.

Preisunterschiede von über zwölf Euro pro Megabyte

Die Preise für die mobile Internetnutzung im Ausland variieren stark – nicht nur zwischen den Anbietern, sondern auch zwischen den Ländern, in denen mobil gesurft wird.

BASE-Kunden zahlen beispielsweise 4,80 Euro pro MB, wenn sie mit ihrem Smartphone mit Prepaid-Tarif in der Türkei surfen. o2 verlangt dort für die gleiche Datenmenge 17 Euro. Dies entspricht einem Unterschied von 12,20 Euro pro MB.

Eine noch größere Preisdifferenz lässt sich zwischen den Ländern, in denen Mobiles Internet genutzt wird, feststellen. o2-Kunden zahlen in Europa mit ihrem Prepaid-Tarif für das Surfen mit Smartphone oder Surfstick fünf Euro pro MB, in Ägypten dagegen 19 Euro.

So teuer ist Googeln, E-Mails-Checken und der Download eines YouTube-Videos wirklich

Anhand der Preise pro MB können Verbraucher die Angebote der unterschiedlichen Provider miteinander vergleichen. Aber welche Kosten kommen auf einen mobilen Surfer im Ausland konkret zu, wenn er beispielsweise seine E-Mails checken möchte?

Verbraucher zahlen bei 3,40 Euro pro MB und einer 50 kB-Taktung 1,70 Euro für das Lesen von drei E-Mails. Für eine Google-Suche werden sie mit 0,51 Euro zur Kasse gebeten, für das Laden der Startseite z.B. von spiegel.de sogar mit 3,40 Euro. 30 Minuten Surfen kostet bei einer durchschnittlichen Downloadgeschwindigkeit von 0,15 MB/Min. 15,30 Euro, das Anschauen eines YouTube-Videos von zehn Minuten Länge sogar 34 Euro.

CHECK24-Vergleichsrechner zeigt Roaming-Kosten für mobile Internetnutzung an

Der Mobiles Internet Vergleich von CHECK24 ermöglicht Verbrauchern ab sofort, sich über die Kosten für die mobile Internetnutzung mit Surfstick im Ausland zu informieren. Wählen die Nutzer ein Land im Eingabefeld des Vergleichsrechners aus, werden ihnen in der Ergebnisübersicht die Preise der Anbieter angezeigt.

Der Vergleich umfasst mehr als 35 Anbieter mit über 75 Tarifen (Tages- und Monats-Flatrates sowie iPad-Tarife). Verbraucher können kostenlos die Preise und Leistungen der unterschiedlichen Angebote vergleichen und den gewünschten Tarif direkt online bestellen. An der gebührenfreien Hotline 0800 – 755 455 436 stehen die CHECK24-Experten den Verbrauchern beratend zur Seite.

Hinweis: Die komplette Studie zu den Tarifen der Mobilfunkanbieter für mobiles Surfen im Ausland finden Sie hier.

(kb)

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