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Mobiles Internet: Trotz EU-Auslandsregelung kein Schutz vor hohen Megabyte Preisen

07.06.2011 - 09:46

Der seit dem 1. Juli 2010 von der EU-Kommission vorgeschriebenen Kostendeckel von 59,50 Euro* schützt nicht vor hohen Megabyte-Preisen. Zwischen den Standardpreisen der vier Netzbetreiber** für Mobiles Internet bestehen Unterschiede von bis zu 85 Prozent (2,91 Euro) pro Megabyte (MB).

Sobald 80 Prozent der Deckelung erreicht sind, sind die Netzbetreiber verpflichtet, den Nutzer zu warnen. Daten-Roaming-Dienste können nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden über das Limit hinaus genutzt werden.

Die EU-Regelung schützt nicht vor hohen MB-Preisen. Die vier Netzbetreiber bestimmen selbst, wie viel sie pro MB verlangen. Beim teuersten Anbieter zahlen Kunden 3,40 Euro pro MB, mit dem günstigsten Anbieter surfen Kunden bereits für 0,49 Euro pro MB.

Kunden des teuersten Netzbetreibers nutzen Mobiles Internet 30 Minuten im europäischen Ausland für 15,30 Euro. Wählen sie den günstigsten Netzbetreiber, kostet die gleiche Nutzungszeit nur 2,20 Euro. Bei hohen MB-Preisen ist die Kostendeckelgrenze also schneller erreicht. Bei niedrigen Preisen können Verbraucher länger mobil surfen.

98 Prozent der Surfkosten mit Auslands-Tagespässen für Mobiles Internet sparen

Bei fast allen Netzbetreibern erhalten Kunden Tagespässe für die Nutzung des Mobilen Internets. Diese Tagespässe sind weitgehend auf ein Datenvolumen von zehn MB bis 100 MB begrenzt. Mit dem günstigsten Tagespass (0,08 Euro/MB) surfen Verbraucher innerhalb der europäischen Union für zwei Euro fast drei Stunden mobil im Internet.*** Gegenüber dem Standardtarif (3,40 Euro/MB), mit dem dieselbe Surf-Zeit 85 Euro kosten würde, sparen sie 98 Prozent (83 Euro).

Vermeidung von Kostenfallen: Nutzung von WLAN-Hotspots im Urlaub

Verbraucher sparen außerdem, wenn sie das automatische Einwählen ihres Smartphones ins Mobile Internet deaktivieren. Dadurch werden das selbständige Abrufen von E-Mails und das Laden von Software-Updates im Ausland verhindert. Die Nutzung von WLAN-Hotspots, z.B. an Bahnhöfen oder in Hotels ist eine sinnvolle Alternative. Urlauber können dort oft kostenlos oder zu überschaubaren Preisen surfen.

*inkl. MwSt., sofern der Verbraucher kein anderes Limit mit dem Netzbetreiber vereinbart hat **Netzbetreiber: Telekom, Vodafone, o2 und BASE; Länder: Frankreich, Italien, Spanien und Griechenland; Stand der Berechnung 27.05.2011; alle Angaben ohne Gewähr ***bei einer durchschnittlichen Downloadrate von 0,15 MB/Min.

(bri)

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