0800 - 24 24 123 Hilfe und Kontakt
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Welcher Messenger-Dienst ist der beste?

19.08.2015 - 07:54

Die Stiftung Warentest hat Messenger-Dienste getestet. Neben dem „Facebook-Messenger“ und „WhatsApp“ wurden auch weniger bekannte Dienste, wie „Hoccer“ und „Threema“ geprüft. Die Ergebnisse werden euch bestimmt überraschen.

Was sind Messenger-Programme?

Mithilfe von Messenger-Diensten lassen sich Sofortnachrichten verschicken. Die Nachrichten kosten nichts extra, da sie nur das Datenvolumen des Mobilfunkvertrags aufbrauchen. Zudem sind Gruppen-Unterhaltungen , sowie Foto-, Audio- und Videonachrichten möglich. Um eine Messenger-App nutzen zu können, benötigt ihr ein Smartphone mit Internetzugang.

Nach welchen Kriterien wurden die Messenger-Dienste getestet?

Stiftung Warentest ließ folgende Kriterien in die Bewertung einfließen: Die Funktion mit 40%, die Handhabung mit 35% und den Umgang mit persönlichen Daten mit 25%. Ein Messenger-Dienst, der im Umgang mit den persönlichen Daten nur ein ausreichend erzielte, wurde nochmals um eine halbe Note abgewertet.

Das ewige Problem mit der Datensicherheit

Mehr als die Hälfte der getesteten neun Messenger-Apps schnitten beim Kriterium „Umgang mit persönlichen Daten“ nur mit befriedigend oder noch schlechter ab. Eines der gravierendsten Probleme ist, dass das Sichtbarmachen des Onlinestatus und die Lesebestätigung bei vielen Apps nicht deaktiviert werden können.
Mädchen chatten mit Smartphones
Messenger Apps sind vor allem bei Jugendlichen sehr beliebt. Doch wie sicher sind die Dienste?

And the Oscar goes to…

Als überraschender Gewinner mit einer Note von 1,9 schneidet der Messenger-Dienst „Hoccer“ ab. Ein großer Pluspunkt der App ist die Ende-zu-Ende Verschlüsselung. Hierbei wird die Nachricht auf dem Handy des Absenders automatisch verschlüsselt und erst beim Empfänger entschlüsselt. Zudem lässt die Anwendung sich ohne Angabe von Name, Rufnummer oder Mailadresse nutzen. Der zweite Platz geht an die Schweizer „Threema“ App mit der Note 2,0.

Die großen Verlierer sind…

Die großen Dienste, wie der „Facebook Messenger“ und „WhatsApp“. Die beiden Giganten unter den Messenger-Diensten landen auf den letzten Plätzen. Ein großer Minuspunkt für „WhatsApp“ ist, laut Stiftung Warentest, dass die App automatisch auf die Telefonbücher der Nutzer zugreift. Somit kassierte „WhatsApp“ die Note 3,0. Den „Facebook Messenger“ beschreiben die Testerals völlig gläsern und geben ihm die schlechteste Note im Test, 3,3. Begründung hierfür: die Nutzung sei ausschließlich für Mitglieder des sozialen Netzwerks möglich. Des Weitern wird kritisiert, dass keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vorhanden ist, sodass der Anbieter alles mitlesen kann und bei der Registrierung Klarnamenpflicht herrscht.

Wir denken, insgeheim war sich jeder von uns vorher schon bewusst, dass die Datensicherheit beim „Facebook Messenger“ und „WhatsApp“ nicht so genau genommen wird. Für diejenigen unter euch, die vom Ergebnis trotzdem schockiert sind, sind „Hoocer“ und „Threema“ bestimmt gute Alternativen. Wir hoffen, wir konnten euch einen kurzen Einblick in die Studie geben und wünschen allen fleißigen Messeger-Dienste Nutzern weiterhin viel Spaß beim Texten.

(mgö)

Weitere Artikel: