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LTE-Auktion: Gebote nach 76 Runden bei rund 1,5 Mrd. Euro

19.04.2010 - 23:01

Die starke Zunahme der mobilen Nutzung des Internet bringt die Handynetze in absehbarer Zeit an ihre Kapazitätsgrenze. Schnelle Übertragung der sprunghaft wachsenden Datenmenge läßt sich nur durch den Ausbau der Funknetze gewährleisten.

Der Schlüssel zu hoch leistungsfähigen Netzen für den Datenfunk liegt in der Nutzung neuer Übertragungsstandards und zusätzlicher Frequenzen.

Frequenzspektrum im Angebot wesentlich größer als bei UMTS

Seit 12. April 2010 liefern sich Telekom, Vodafone, o2 und e-plus einen Bieterwettkampf um 41 Frequenzblöcke. Sie bilden die Grundlage für den weiteren Umsatzschub beim Mobilen Internet, das auch heute schon ein Milliardengeschäft ist. Eröffnet wurde die Auktion mit Geboten in einer Gesamthöhe von 94,4 Mio. Euro. In bisher 76 Auktionsrunden kletterten die Gebote seither auf rund 1,5 Mrd. Euro.

Eine ähnliche Auktion fand bereits im Jahr 2000 statt. Seinerzeit wurden für die UMTS-Frequenzen mehr als 50 Mrd. Euro bezahlt. Über diese Frequenzen surfen Notebook- und Smartphone-Nutzer heute im Mobilen Internet. Auch wenn das Frequenzspektrum der aktuellen Auktion wesentlich größer ist, rechnen Kenner nur mit Erlösen im einstelligen Milliardenbereich, da die siegreichen Bieter auch noch den Aufbau des LTE-Netzes bezahlen müssen.

Digitale Dividende besonders gefragt

Die höchsten Preise werden für die Frequenzen der sogenannten Digitalen Dividende erwartet. Darunter versteht man die Kanäle, die durch den Übergang von analogem Fernsehen zu DVBT frei wurden. Dank der hohen Reichweite dieser Wellen reichen weniger Funkmasten, um große Flächen mit schnellen Datenverbindungen versorgen. So können auch ländliche Gegenden, in denen bisher kein DSL-Anschluss möglich war, mit schnellen Internetverbindungen erschlossen werden. Dass dies so kommt ist durch die Bedingungen der Versteigerung sichergestellt: Die Mobilfunker dürfen die lukrativen Ballungsräume nicht sofort in Angriff nehmen. Sie müssen zunächst die Gemeinden versorgen, die bisher abseits der DSL-Netze liegen.

(hw)

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