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IP-Zertifizierung bei Smartphones: Schutz gegen Wasser und Staub

12.01.2016 - 15:00

Ein Griff daneben und schon ist es passiert: Das Handy landet im Waschbecken oder schlimmer noch: in der Kloschüssel. Einigen wird so etwas oder Ähnliches schon mal passiert sein. Und nicht immer übersteht das Smartphone den Tauchgang unbeschadet. Viele Smartphone-Hersteller werben daher mittlerweile damit, dass ihre Geräte zum Beispiel nach IP67-Standard gegen Schmutz und Wasser geschützt sind. Aber bedeutet das auch, dass wir mit zertifizierten Handys jetzt in den Pool hüpfen dürfen? Wir erklären, was sich eigentlich hinter den Kennziffern verbirgt.

IP67/68

Die IP67/68-Zertifizierung bietet zwar Schutz aber keine Garantie gegen Wasserschäden am Smartphone
IP steht für International Protection und bezeichnet somit einen internationalen Zertifizierungsstandard für elektronische Geräte. Die erste der beiden Kennziffern markiert die Schutzart gegen Staub und Berührung durch Fremdkörper. Sie rangiert zwischen den Ziffern 0 = kein Schutz und 6 = staubdicht. Smartphones mit einer Zertifizierung der Stufe 6 sind also vollständig gegen das Eindringen von Staub und die Berührung durch Finger, Werkzeuge oder ähnliche Gegenstände geschützt.

Die zweite Kennziffer steht für die Wasserschutz-Zertifizierung und geht von 0 = kein Schutz bis 9 = Schutz gegen den Wasserstrahl eines Hochdruckreinigers. Sie richtet sich sowohl nach der Dauer als auch der Tiefe des Tauchgangs. Mit einer 7 ist das Smartphone gegen zeitweises Untertauchen geschützt – einen Sturz in die Toilette oder den Pool sollte es also überleben. Zu tief darf es dabei allerdings nicht sinken: die Tests beziehen sich auf eine Wassertiefe von lediglich 1 - 1,5 Meter.

Mit der Kennziffer 8 wird ein Gerät zum echten Outdoor-Handy und darf auch mit auf Kanu-Tour. Mit Meerwasser sollten Smartphones allerdings grundsätzlich nicht in Kontakt kommen. Auch ein längeres Eintauchen in gechlortes Wasser sollte nach Möglichkeit vermieden werden.

Die IP-Schutzart ist keine Garantie

Die Zertifizierungen bezeichnen lediglich einen gewissen Standard und dürfen nicht als Garantie des Herstellers verstanden werden. Schäden durch Wasser oder Schmutz bezahlt am Ende wieder der Verbraucher. Damit der Schutz auch greifen kann, sind ein paar Hinweise zu beachten:
  • Abdeckungen für Einschübe von SIM- und Speicherkarten müssen sorgfältig verschlossen sein
  • Offene USB-Anschlüsse müssen vor dem nächsten Ladevorgang vollständig trocknen
  • Smartphones sollten weder direkter Sonneneinstrahlung noch frostiger Kälte ausgesetzt sein
  • Schutzhüllen und Cases verlängern die Lebensdauer des Gerätes
  • Natürliche Abnutzung kann den Schutz mit der Zeit verschlechtern

Wasserdichte Smartphones

Sony Xperia Z5 und Z5 Compact: IP68; Z5 Premium, Z3 und Z3 Compact: IP65/68
Samsung Galaxy S5 mini und S5 Neo: IP67

Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, empfiehlt es sich, beim Kauf eines neuen Smartphones eine Handyversicherung abzuschließen. Diese schützt den Besitzer vor hohen Kosten im Schadensfall.

 

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