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Handy: Wer den SIM-Lock knackt, macht sich eventuell strafbar

17.11.2010 - 14:23

Wer Handys freischaltet, die per SIM-Lock nur für ein spezielles Netz eingerichtet sind, begibt sich rechtlich auf dünnes Eis. Zwar gibt es noch kein gültiges Urteil zu diesem Thema, doch die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits.

Wer sein Handy, das mit einem sogenannten SIM-Lock (manchmal auch Net-Lock) gesichert ist, freischaltet, muss unter Umständen mit teuren Konsequenzen leben. Die Rechtslage bei derartigen Fällen ist momentan noch eine Grauzone, vieles ist noch nicht klar definiert. Doch wer den SIM-Lock knackt, der bricht den Vertrag mit seinem Mobilfunkanbieter. Zivilrechtliche Konsequenzen wie etwa Schadenersatz sind demnach also denkbar.

Wenn ein Kunde zu seinem Laufzeitvertrag ein Mobiltelefon erhält, wird dieses vom Vertragsanbieter in der Regel per SIM-Lock gesperrt. Nur durch die entsprechende SIM-Karte des Anbieters selbst ist das Handy funktionstüchtig. Entfernt man den SIM-Lock allerdings, können alle Anbieter genutzt werden, und zwar in sämtlichen Mobilfunknetzen. Läuft der Handyvertrag nach zwei Jahren ab, so lässt sich der Code zum Freischalten beim Anbieter erfragen. Dieser Service ist im Normalfall kostenlos. Ob es strafbar ist, den SIM-Lock während der Vertragslaufzeit zu knacken, ist bisher noch in keinem Gerichtsurteil festgelegt worden.

Denn nicht jeder Vertragsbruch ist automatisch gleich eine Straftat. Obwohl es noch kein Urteil – und damit auch keine Rechtssicherheit – zu dieser Thematik gibt, geht die Staatsanwaltschaft schon gegen einige Unternehmen vor, welche das Freischalten des SIM-Locks anbieten. Auch gegen die Kunden dieser Unternehmen wird ermittelt.

(tei)

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