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EU-Rahmenrichtlinie: Anbieterwechsel mit Rufnummernmitnahme innerhalb eines Arbeitstags

26.11.2009 - 22:16

Nach zwei Jahren Diskussion hat das EU-Parlament am 24. November 2009 die Reform des europäischen Telekommunikationsrechts verabschiedet. Durch den neuen Rechtsrahmen wird der Verbraucherschutz gestärkt, der Wettbewerb verbessert und der Markt vereinheitlicht.

Verbesserungen für Handynutzer

Nach Angaben der EU-Kommission musste ein Kunde aus Deutschland, der seinen Telefon- oder Handyanbieter wechselte, bisher im Durchschnitt fünf Tage warten, bis er unter seiner gewohnten Nummer wieder erreichbar war. Zur Freude von Verbrauchern und Verbraucherschützern setzt die EU mit der neuen Richtlinie fest, dass ein Anbieterwechsel mit Rufnummernmitnahme zukünftig innerhalb eines Tages möglich sein muss.

Doch dies ist nicht die einzige Änderung zu Gunsten der Mobiltelefonierer: In Zukunft wird es gesetzlich untersagt sein, einen Vertrag mit einer Laufzeit von über zwei Jahren anzubieten. Die Betreiber sind dazu verpflichtet, Mobilfunkverträge für ein Jahr abzuschließen, wenn der Kunde dies wünscht.

Wechseln erleichtert – Sparpotential nutzen

Die neue EU-Gesetzgebung erleichtert Verbrauchern das Wechseln von einem Handytarif und einem Anbieter zum anderen. Ein Vergleich des eigenen Tarifs mit den anderen Angeboten auf dem Markt lohnt sich in der Regel für jeden: Wenigtelefonierer können bis zu 19 Euro sparen, Normaltelefonierer bis zu 22 Euro und Vieltelefonierer sogar bis zu 24 Euro – pro Monat!*

Europaweite Vereinheitlichung

Auch durch die europaweite Vereinheitlichung von Servicenummern ergibt sich eine Verbesserung für die Verbraucher: Die bisher nur in Deutschland kostenlosen 0800-Servicenummern sollen zukünftig auch aus dem Ausland ohne Gebühren erreichbar sein. Außerdem wird eine flächendeckende Erreichbarkeit vom Notfall- und Servicenummern wie zum Beispiel der 112 (Notruf) angestrebt.

Die neuen Regelungen werden aber voraussichtlich erst Mitte 2011 in Kraft treten, denn  bis dahin haben die Mitgliedstaaten Zeit, die nationalen Gesetze an die neuen EU-Bestimmungen anzupassen.

(eko)

*Berechnungen von CHECK24 am 23.11.2009

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