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Fusion von o2 und E-Plus: Das ändert sich für die Kunden

05.05.2015 - 11:37

Da waren’s nur noch drei: o2 und E-Plus schließen sich zu Deutschlands größtem Mobilfunkprovider zusammen und plötzlich gibt es mit der Deutschen Telekom, Vodafone und o2 nur noch drei große Netzbetreiber in der Bundesrepublik. Das wirft bei den rund 45 Millionen Kunden von E-Plus und o2 natürlich viele Fragen auf. Wir sagen Ihnen, was die Zusammenlegung der Netze für Sie als Kunde bedeutet.
 

 
Eine derart spektakuläre Fusion zweier Mobilfunkbetreiber gab es in Deutschland noch nie. Kein Wunder also, dass die Skepsis bei Kunden, Marktbeobachtern und Konkurrenten erstmal groß ist. Endgültig bewerten können, wird man die Verschmelzung von o2 und E-Plus erst in mehreren Jahren, denn solange wird es dauern, bis der Vorgang auch auf technischer Seite vollständig abgeschlossen ist. Soviel aber schon mal vorab: Mobilfunkkunden können bei der Zusammenlegung von vielen Vorteilen profitieren.
 

Muss ich als Kunde irgendwie aktiv werden?

Nein. Zwar arbeitet o2 fieberhaft an der reibungslosen Integration des E-Plus-Netzes in die eigene Infrastruktur, als Kunde bekommen Sie davon aber erst etwas mit, wenn alles geklappt hat. Wie zum Beispiel beim sogenannten „Nationalen Roaming“: Seit Mitte April können Kunden von o2 und E-Plus das UMTS-Netz der jeweils anderen Marke ohne Zusatzkosten mitbenutzen. Eine erste praktische Neuerung, die sich zum Beispiel dann bemerkbar macht, wenn Sie mit dem Auto durch ein Gebiet fahren, in dem Sie zuvor keinen UMTS- oder LTE-Empfang hatten. Wenn im anderen Netz die Abdeckung vorhanden ist, wird Ihr Smartphone automatisch in dieses umschalten. Um den Service nutzen zu können, müssen Sie als Kunde von o2 oder E-Plus übrigens nichts weiter tun, das Nationale Roaming funktioniert vollautomatisch.
 

Wird die Netzqualität besser?

Wenn zwei Mobilfunknetze zu einem einzigen großen Netz zusammengelegt werden, liegt die Schlussfolgerung nahe, dass sich dadurch auch die Netzqualität verbessert. Und im Idealfall wird dies bei der Netz-Fusion von o2 und E-Plus auch so sein. o2-Kunden könnten so beispielsweise von der guten E-Plus-Netzabdeckung in ländlichen Regionen profitieren und andersherum dürfen sich E-Plus-Kunden über die insgesamt bessere LTE-Abdeckung des o2-Netzes und einen guten Mobilfunkempfang in Städten freuen. In der Praxis wird sich aber erst im Laufe der Zeit zeigen, ob die Versorgungslücken tatsächlich kleiner werden. o2 gibt an, für die vollständige Netz-Integration noch einige Jahre zu brauchen.
 

Bedeutet weniger Konkurrenz auch höhere Mobilfunkpreise?

Solange sich viele Mobilfunkanbieter am Markt tummeln, kann der Verbraucher in der Regel davon ausgehen, dass sich die Konkurrenten gegenseitig bei der Preisgestaltung unter Druck setzen und er im Endeffekt von den günstigen Mobilfunkpreisen profitiert. Damit dies auch so bleibt, wenn plötzlich nur noch drei große Netzbetreiber da sind, hat die EU-Kommission vorgesorgt und die Fusion nur unter der Voraussetzung zugelassen, das o2 rund 20 Prozent seiner Netzkapazitäten an einen Provider ohne eigenes Netz abtritt. Der ist dann in der Lage seine eigenen Preise zu machen und die drei „großen“ unter Druck zu setzen. So ist sichergestellt, dass Verbraucher auch in Zukunft zahlreiche günstige Mobilfunk-Tarife von verschiedenen Providern miteinander vergleichen können.

(dro)

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