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Apps für die Fahrrad-Tour

14.04.2015 - 16:30

Wenn die Sonne rauskommt, kommen auch die Radfahrer raus – das ist hierzulande fast schon ein Naturgesetz. Kein Wunder, denn aufgrund seines gut ausgebauten Radwegenetzes gehört Deutschland neben Dänemark und den Niederlanden zu den fahrradfreundlichsten Ländern Europas. Was gibt es also Schöneres, als bei angenehmen Temperaturen eine kleine Radtour zu unternehmen? Vielleicht zusätzlich noch eine praktische Fahrradnavigations-App auf dem Smartphone zu haben. Wir stellen Ihnen unsere drei Favoriten für iPhones und Androiden vor.

 

Navigationsapps Fahrrad
Wer nicht einhändig fahren will, findet im Handel mittlerweile zahlreiche passende Smartphone-Halterungen fürs Fahrrad.
Radfahren ist nicht gleich Radfahren – ein Radsportler hat ganz sicher andere Anforderungen an eine Navigations-App als ein Freizeitradler oder ein Berufspendler. Deshalb hier unsere Empfehlungen für die unterschiedlichen Einsatzbereiche:
 

Alltag: Google Maps

Ein richtig gutes Fahrradnavi haben die meisten Android-User und viele iPhone-Besitzer bereits dabei, ohne es vielleicht zu wissen: Google Maps lotst nicht nur Fußgänger und Autofahrer, sondern auch Drahtesel sicher ans Ziel. Einfach das gewünschte Ziel eingeben, als Transportmittel das Rad auswählen und schon führt einen die App über Fahrradwege und für Fahrradfahrer freigegebene Straßen über die gewählte Route.

Das Ganze klappt präzise und schnell, so wie Sie es bereits von der Fußgänger- und PKW-Navigation von Google Maps gewohnt sein werden. Allerdings sollten Sie gerade bei längeren Strecken darauf achten, dass Sie das Gebiet, in dem Sie unterwegs sind, bereits vorher über die Wlan-Verbindung als Offline-Karte auf dem Smartphone abspeichern. Ansonsten werden nämlich alle Streckendaten permanent über die Mobilfunkverbindung geladen – das belastet den Akku und Ihr Datenvolumen.

In der Praxis werden Sie schnell merken, dass die App auf die riesige Google-Kartendatenbank zurückgreifen kann, denn sie findet selbst die kleinsten Schleichwege. Auch reagiert sie sehr schnell mit einer Alternativroute, wenn Sie zwischendurch mal frech werden und spontan woanders abbiegen. Alle die ungern mit hochrotem Kopf die steilen Berge hochradeln, können sich übrigens seit letztem Jahr zusätzlich auch das Höhenprofil für die berechnete Route vorab ansehen – und dann eventuell umplanen.

Pro & Contra

+ Für die meisten keine große Einarbeitung nötig, da Bedienung bekannt
+ Große Kartenbasis
+ Viele Empfehlungen für Gastronomie und Sehenswürdigkeiten in der Umgebung…

- …für die man aber online sein muss.
- Offline-Karten zwar verfügbar, aber umständlich herunterzuladen

 

Freizeit: Komoot

Die Fahrrad-App Komoot ist im Vergleich zu Google Maps viel deutlicher auf den Freizeitaspekt ausgerichtet. So können Sie zwar auch mit Komoot von A nach B navigieren, wirklich interessant wird es aber, wenn Sie sich die zahlreichen Tourenvorschläge anschauen, die von anderen Benutzern erstellt worden sind. Gefällt Ihnen zum Beispiel die „kleine Ruhr-Radl-Tour“ können Sie sich die Daten und Karten dafür einfach auf dem Smartphone abspeichern und dann auch ohne Netzverbindung der Strecke folgen.

Wenn Sie in den Community-Vorschlägen nicht fündig werden, können Sie entweder selbst eine individuelle Strecke planen, oder einfach den gewünschten Schwierigkeitsgrad, die Länge und den Ort angeben und sich dann eine individuelle Strecke von der App empfehlen lassen. Praktisch ist, dass es zu den Touren allerlei Infos wie Wegbeschaffenheit, Höhenprofil oder auch Fotos gibt. Unterwegs können Sie sich zudem über Sehenswürdigkeiten, Gaststätten und Restaurants informieren lassen.

Damit Ihre Mühe nicht umsonst war, wird die Anzahl der geradelten Kilometer selbstverständlich aufgezeichnet und die Statistik kann jederzeit wieder aufgerufen werden. Außerdem können Sie Ihre selbsterstellten Routen zum Nachradeln direkt an Freunde und Bekannte schicken.

In der Basis-Version ist Komoot kostenlos und man kann sich gratis eine deutsche Wunschregion aussuchen, jede weitere Region kostet dann extra. Einzelregionen schlagen mit 3,99 € zu Buche, größere Gebiete kosten 8,99 € und für knapp 30 € kann man sich ganz Europa freischalten.

Pro & Contra

+ Viele Vorschläge für Touren durch aktive Community
+ Auch für Wanderer geeignet
+ Routen offline verfügbar
+ Eine Region kostenlos…

- …jede weitere ist kostenpflichtig



Sport: Runtastic Road Bike Tracker

Wenn Sie es auf dem Fahrrad etwas sportlicher mögen, sollten Sie sich den Runtastic Road Bike Tracker genauer ansehen. Denn neben der sprachgeführten Fahrradnavigation, liefert die App eine Vielzahl an interessanten Zusatzinformationen zur Strecke und zum Fahrer, z.B. den aktuellen Steigungsquotienten, die Geschwindigkeit, die Herzfrequenz (wenn man den passenden Pulsgurt trägt) oder auch die aktuellen Wetterverhältnisse auf der Route.

Wie der Name der App schon verrät, speichert die Anwendung natürlich alle Ihre Leistungsdaten. Am Ende des Tages können Sie sich dann eine schön aufbereitete Analyse Ihrer Radtour anschauen, die unter anderem Aufschluss darüber gibt, wie lange Sie bergauf und bergab gefahren sind, welche Steigungen Sie dabei überwunden haben oder wie hoch Ihre Maximalgeschwindigkeit war. Wenn Sie möchten, können Sie diese Daten sogar via „Live-Tracking“ in Echtzeit mit anderen teilen.

Der Funktionsumfang Runtastic Road Bike Tracker mag für Laien zu Anfang etwas verwirrend sein, dafür macht sie das Smartphone aber fast schon zum ausgewachsenen Fahrradcomputer. Auch Runtastic Road Bike Tracker ist in der Standartvariante kostenlos. Um einige Zusatzfeatures wie z.B. das oben erwähnte Live-Tracking nutzen zu können, muss man allerdings die knapp fünf Euro teure Pro-Version der App kaufen.

Pro & Contra

+ Trainingsfunktion mit Fortschrittsanzeige
+ Detaillierte Informationen zur Streckenbeschaffenheit
+ Offline-Routen
- Einige Features nur in der Pro-Version
- Hoher Funktionsumfang macht Einarbeitung nötig


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(dro)

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