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Desktop Notifications: Smartphone-Benachrichtigungen auf dem PC anzeigen

12.11.2014 - 16:18

Kennen Sie das? Sie arbeiten am Computer und plötzlich hören Sie Ihr Handy im Nebenzimmer brummen, summen oder piepen. Was wäre das schön, wenn man jetzt sehen könnte, wer da eine Nachricht geschrieben hat, ohne extra aufstehen zu müssen. Mit Desktop Notifications ist das möglich. Die Programme schicken Ihnen alle wichtigen Nachrichten, Status-Updates und Termin-Erinnerungen,  die auf Ihrem Smartphone eingehen, in Echtzeit auf Ihren Computerbildschirm. Wir stellen Ihnen zwei dieser kleinen Helfer vor.

Zugegeben, die großen Probleme der Menschheit lösen die sogenannten Desktop-Notification-Tools oder Push-Dienste nicht. Sie ersparen einem schlicht und einfach den Griff zum Handy. Hätte uns das einer noch vor fünf Jahren erzählt, hätten wir vermutlich verständnislos mit dem Kopf geschüttelt. Die Zahl der Benachrichtigungen, die tagtäglich auf unseren Mobilgeräten eingehen, hat seitdem aber auch rasant zugenommen. Um also nicht ständig vom eigenen Smartphone aufgescheucht zu werden, sind die kleinen Tools vielleicht genau die richtige Lösung. Probieren Sie’s einfach aus, installieren Sie einen der unten vorgestellten Kandidaten. Sie können uns später danken – zum Beispiel dann, wenn Sie mit dem Laptop gemütlich auf der Couch liegen und das Smartphone auf dem Küchentisch brummt.

Desktop Notifications – Push-Dienst aus Schwaben

Schluss mit Multitasking: Push-Dienste zeigen alles auf dem Computer an.
Die App ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts der Universität Stuttgart und damit „Made in Germany“. Die Funktionsweise ist denkbar simpel: Alle Benachrichtigungen, die in der Statusleiste Ihres Android-Smartphones erscheinen, werden als kleine Pop-Ups auf Ihrem Computerbildschirm angezeigt. Das können zum Beispiel Kalendererinnerungen, Facebook-Benachrichtigungen oder WhatsApp-Nachrichten sein.

Dabei wird jedoch nicht der komplette Inhalt der jeweiligen Benachrichtigung angezeigt, sondern immer nur der Vorschauteil, den man auch auf dem Smartphone in der Benachrichtigungsleiste sieht. Auch die Installation ist schnell erledigt. Die Pop-Up-Benachrichtigungen auf dem PC werden mittels einer Browsererweiterung angezeigt, die sowohl für Mozilla Firefox als auch Google Chrome verfügbar ist. Danach installiert man noch die Smartphone-App und schon kann es losgehen. „Desktop Notifications“ ist kostenlos und kann im Google Play Store heruntergeladen werden.

Pushbullet – Der Alleskönner

Auch Pushbullet überträgt die Benachrichtigungen des Smartphones auf den Computerbildschirm. Darüber hinaus kann die App allerdings noch einiges mehr: Es ist zum Beispiel möglich, Bilder, Texte oder andere Dateien direkt vom Computer auf das Smartphone und andersrum zu schicken. Dasselbe klappt auch mit kurzen Notizen oder Adressen.

Damit die Produktivität nicht zu kurz kommt, kann man außerdem die Benachrichtigung für bestimmte Apps komplett deaktivieren. So kann man sich beispielsweise nur die wichtigen Pop-Ups wie Nachrichten und Telefonanrufe „durchstellen“ lassen und nervige Facebook-Updates ignorieren. Die Pushbullet-App wird laufend aktualisiert und um Funktionen erweitert. Seit dem letzten Update kann man sogar SMS-Nachrichten direkt am Computer beantworten. Pushbullet ist sowohl für Android als auch für iOS verfügbar.

Fazit

Beide Push-Dienste tun was sie sollen: Status-Benachrichtigungen am PC anzeigen. Pushbullet macht das im Gegensatz zu Desktop Notifications sogar fast in Echtzeit und hat auch sonst einen wesentlich höheren Funktionsumfang. Die Möglichkeit, Dateien manuell an verbundene Geräte zu "pushen", ist extrem praktisch und spart nervige Umwege. Dafür ist  Desktop Notifications quasi ein „regionales Produkt“ und kann besonders beim Thema Datenschutz punkten. Die Server stehen in Deutschland, der User muss sich also keine Sorgen machen, dass die NSA die Geburtstags-Nachricht von Oma mitliest. Die Entwickler weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Benutzerdaten komplett anonymisiert gespeichert werden und der Inhalt jeder Benachrichtigung nach der Übertragung gelöscht wird.

Nachrichten aus den Messaging-Diensten WhatsApp, Threema, Telegram etc. kann man mit beiden Push-Diensten im Moment noch nicht direkt am Computer beantworten. Pushbullet arbeitet aber scheinbar schon mit Hochdruck an dieser Möglichkeit. Mit einer kostenpflichtigen Zusatzsoftware und ein bisschen Trickserei ist die Funktion jetzt schon möglich.

(dro)

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