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Das iPhone - eine Retrospektive

25.09.2015 - 12:13

Am 9. Januar 2007 sorgte Steve Jobs auf der Macworld Conference & Expo in San Francisco für eine echte Überraschung. Er zog ein Smartphone aus der Hosentasche, das den gesamten Handymarkt in helle Aufregung versetzen sollte. Das erste iPhone.

Obwohl seitdem nicht einmal zehn Jahre vergangen sind, hat das Gerät bis heute eine erstaunliche technische Weiterentwicklung erfahren. Grund genug für eine kleine Zeitreise durch die iPhone-Geschichte.
 

iPhone 2G
iPhone 2G (Bild: Apple / Justin14)

iPhone (Erste Generation)

Inoffiziell wurde das erste iPhone auch iPhone 2G genannt und konnte mit 4 GB Speicher für 499 $ und mit 8 GB Speicher für 599 $ erworben werden. Das Gerät entpuppte sich als echter Kassenschlager und verkaufte sich innerhalb der ersten zwei Verkaufstage rund 270.000 Mal – ein Erfolg, den es bis dahin auf dem Handymarkt so nicht gegeben hatte. Die Besonderheiten des ersten iPhones waren der Multi-Touch-Bildschirm (Steuerung mit den Fingern und leitfähigem Eingabestift), die Hardware und Software (firmeneigene Dienste), das revolutionäre Design und der App Store, welcher dem User Zugriff auf die bis dahin weitgehend unbekannten „Apps“ ermöglichte. Das iPhone wurde von dem amerikanischen Nachrichtenmagazin Time zur „Erfindung des Jahres 2007“ gewählt. Es wurden bis März 2015 über 700 Millionen Geräte verkauft.
 

iPhone 3G

Das zweite Smartphone der iPhone-Reihe wurde am 11. Juli 2008 veröffentlicht. Das iPhone 3G war erstmals für die reine Touch-Bedienung ausgelegt. Gegenüber dem Vorgängermodell war das iPhone 3G auch mit 16 GB Speicher erhältlich, die Ecken waren abgerundet und das Gerät dünner, was eine bessere Empfangsleistung bei niedrigerem Energieverbrauch ermöglichte. Die bedeutendsten Neuerungen waren, dass das iPhone 3G den schnellen Datenstandard UTMS unterstützte und ein GPS-Modul zur Positionsbestimmung an Bord hatte. Der Hauptprozessor und die Kamera waren identisch mit dem iPhone der ersten Generation. Bei zweijähriger Vertragsbindung wurden die Preise auf 199 $ (8 GB) bzw. 299 $ (16 GB) gesenkt. Die Telekom erhielt die Exklusivrechte am Verkauf des iPhones. Erst ab Oktober 2010 durften auch andere Anbieter das iPhone verkaufen. Auch das zweite Modell der iPhone-Reihe boomte. Innerhalb von 74 Tagen konnten mehr als eine Millionen Geräte verkauft werden.
 

iPhone 3GS

Äußerlich unterschied sich das Nachfolgermodell 3GS vom iPhone 3G durch den Schriftzug auf der Rückseite (3G matt / 3GS glänzend) und war in den Farben schwarz und weiß erhältlich. Am 8. Juni 2009 wurde das Smartphone vorgestellt. Das „S“ in der Modellbezeichnung stand für „Speed“. Zudem bot es eine bessere 3D-Grafik, eine Version mit 32 GB internem Speicher und einen schnelleren Hauptprozessor. Auch bei der Kamera ließen sich Verbesserungen feststellen: Beim neuen iPhone 3 GS war eine Videoaufnahme- und Videoschnittfunktion integriert und durch die Wavefront-Coding-Technologie konnten schärfere Bilder geschossen werden. Auch das iPhone 3 GS überzeugte die Kunden und wurde in den ersten drei Tagen eine Millionen Mal verkauft.
 
iPhone 4
iPhone 4 (Bild: Apple / Justin14)

iPhone 4

Das iPhone 4 wurde am 7. Juni 2010 vorgestellt Und die erste Neuerung im Vergleich zum Vorgänger war bereits auf den ersten Blick zu erkennen: Das iPhone 4 verfügte über einen Gehäuserahmen aus rostfreiem Edelstahl, der gleichzeitig als Antenne fungierte, die Vorder- und Rückseite des Smartphones bestanden aus einem versiegelten und kratzfesten Spezialglas und es war zunächst nur in schwarz erhältlich. Auch technisch gab es einige Neuheiten. So hatte das iPhone 4 eine Hotspot-Funktion, welche es dem Besitzer ermöglichte, einen WLAN-Hotspot anzulegen, an dem sich bis zu fünf Nutzer anmelden und die Internetverbindung des iPhone nutzen konnten. Auch die Kamera wurde weiter verbessert und verfügte nun über einen LED-Blitz, sowie einen fünffach digital Zoom. Die größte Neuerung war allerdings die Videotelefoniefunktion FaceTime, welche kein Smartphone zuvor anbot. Aufgrund von über 600.000 Vorbestellungen musste der Verkaufsstart um 24 Stunden verschoben werden. In den ersten drei Verkaufstagen wurden 1,7 Millionen Geräte verkauft.
 

iPhone 4s

Im Oktober 2011 präsentierte Appel dann das iPhone 4s. Äußerlich unterschied sich der Nachfolger nur geringfügig vom iPhone 4 (zwei Einkerbungen im Metallrahmen waren neu und die Bedienelemente der linken Seite waren um wenige Millimeter nach unten versetzt). Das Smartphone war allerdings in den Farben weiß und schwarz verfügbar. Zu den Neuerungen zählten eine verbesserte Kamera mit Full-HD-Auflösung, sowie die Einbindung der virtuellen Assistentin Siri, zur Erkennung und Verarbeitung von gesprochener Sprache. Zum ersten Mal wurde ein iPhone nicht nur in den Speichervarianten 16 und 32 Gigabyte angeboten, sondern auch mit 64 GB internem Gerätespeicher. Aufgrund eines schnelleren Prozessors verkürzte sich die Akkulaufzeit des iPhone 4s auf 200 Stunden, der Vorgänger brachte es noch auf 300 Stunden. Die Vorbestellzahlen toppten sogar die des iPhone 4, mit über eine Millionen Vorbestellungen.
 
iPhone 5
iPhone 5 (Bild: Apple / TheMostAmazingTechnik)

iPhone 5

Das iPhone 5 wurde am 12. September 2012 vorgestellt. In Sachen Design unterschied sich das iPhone 5 stark von den Vorgängermodellen. Der Rahmen des schwarzen iPhones war anthrazitfarben, während der des weißen iPhones silberfarben war. Mit einer verbesserten Grafikleistung, der Unterstützung des Mobilfunkstandards LTE, Apple Maps, Verbesserungen der Software Siri und einer Frontkamera überzeugte es die Kunden. Laut Apple wurden bereits am ersten Wochenende über fünf Millionen Geräte verkauft. Großer Kritikpunkt war der neue Dockanschluss Lightning. Kunden waren verärgert, dass sie sämtliche Zubehörartikel neu kaufen mussten. Mit dem iPhone 5 wurde auch die Micro-SIM-Karte von der Nano-SIM-Karte abgelöst.
 

iPhone 5s / iPhone 5c

Am 20. September 2013 stellte Apple die Modelle iPhone 5s und iPhone 5c offiziell vor. Beim iPhone 5s ließen sich im Vergleich zum Vorgänger auf den ersten Blick so gut wie keine Unterschiede im Design feststellen. Technische Neuheiten waren der Fingerabdruck-Sensor Touch ID und ein verbesserter Prozessor. Als erstes Smartphone basierte das iPhone 5s auf einer 64-Bit-Architektur. Das iPhone 5c sah ähnlich aus wie das iPhone 5s, hatte allerdings ein Gehäuse aus Plastik und war deshalb auch 100 Euro billiger. Die technischen Neuheiten des iPhone 5s waren weitestgehend nicht implementiert, sodass das iPhone 5c auf dem technischen Stand des iPhone 5 war. Die beiden Nachfolger wurden zusammen vorgestellt und brachen am ersten Wochenende wieder alle Rekorde. Weltweit wurden über neun Millionen Geräte verkauft.
 
iPhone 6
iPhone 6 (Bild: Apple / RokerHRO)

iPhone 6 / iPhone 6 Plus

Apple stellte am 9. September 2014 die Modelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus vor. Im Vergleich zu den Vorgängern waren die Displays der beiden Smartphones deutlich größer (iPhone 6 Plus: 5,5 Zoll; iPhone 6: 4,7 Zoll). Weitere technische Neuheiten waren ein schnellerer Prozessor, die mobile Bezahlungsfunktion Apple Pay und eine verbesserte Akkulaufzeit. Die Kamera des iPhone 6 Plus verfügte zudem erstmals über eine optische Bildstabilisierung. Kurzzeitig wurde in den Medien berichtet, dass sich das Gehäuse des iPhone 6 Plus verbiegen würde, bei Test eines Versicherungsunternehmens stellten sich die neuen iPhones aber als widerstandsfähiger als das Vorgängermodell 5s und die meisten anderen Smartphones mit großem Bildschirm heraus. Auch die Modelle des iPhone 6 brachen Rekorde, innerhalb von 24 Stunden wurden mehr als vier Millionen Smartphones vorbestellt.
 

iPhone 6s und 6s Plus

Die Smartphones iPhone 6s und iPhone 6s Plus wurden am 9. September 2015 vorgestellt. Die größten Änderungen zum Vorgängermodell sind ein widerstandsfähiges Alugehäuse, ein verbessertes Innenleben mit schnellerem A9-Chip und verdoppeltem RAM-Speicher. Auch die Kamera im iPhone 6s wird leistungsfähiger, außerdem führt Apple die sogenannte 3D-Touch-Funktion ein, durch die der User Kontextmenüs durch einen intensiveren Druck aufs Display aufrufen kann. Zu den Vorbestellungszahlen wollte Apple bisher keine Angaben machen. Der Konzern prognostiziert aber, dass der letztjährige Rekord von 10 Millionen Stück bereits am ersten Wochenende geschlagen werde.
 
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es heute ohne Steve Jobs und dem iPhone wahrscheinlich nicht so viele technisch hochentwickelte Smartphones auf dem Markt geben würde. Nahezu jede neue iPhone-Generation setzte neue Maßstäbe in Technik und Design, trotz Kritik an Empfang und Sprachqualität hat Apple damit einen großen Teil zum technischen Fortschritt der Smartphones beigetragen und auch Wettbewerber wie Samsung, LG und Sony motiviert, stets an der Weiterentwicklung ihrer Geräte zu arbeiten. Der technische Vorsprung von Apple ist mittlerweile deutlich kleiner geworden und wir freuen uns auf die spannenden neuen Features, die zukünftige Smartphones an Bord haben werden.

(mgö)

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