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Auslandstarife: Per Handy im Internet surfen ohne baden zu gehen

04.11.2009 - 23:12

Mobiles Internet ist besonders praktisch für Handys und sehr nützlich im Urlaub. Ohne Notebook können Urlauber unterwegs kurz E-Mails checken, den Daheimgebliebenen die neuesten Schnappschüsse via Facebook schicken oder das Kinoprogramm am Urlaubsort googlen. Die Nutzung im Ausland kann jedoch extrem teuer sein. Ohne die Auslandspreise des Handytarifs zu kennen, bleibt Datenroaming besser ausgeschaltet um Horrorrechnungen zu vermeiden.

Zu Hause ist Mobiles Internet auf dem Handy für viele selbstverständlich und sehr praktisch. Daher will man auch im Ausland nicht auf die Nutzung des mobilen Internets verzichten. Kostenschutz durch die Daten-Flatrate des heimischen Handytarifs ist hier jedoch Fehlanzeige. Im Ausland wird nach Datenmenge abgerechnet. Ohne günstige Tarifoption können grenzenlos Roaming-Kosten anfallen und die Rechnung auf mehrere tausend Euro anwachsen lassen.

Datentarife fürs Internet – Handy im Ausland 500 mal teurer

Dass die Datentarife im Ausland wesentlich teurer als im Inland sind, zeigt das folgende Beispiel: Monatsflatrates sind in Deutschland etwa für 9,95 Euro erhältlich (klarmobil Internet Flat 500). Für diesen Preis werden 500MB Daten mit hoher HSDPA-Geschwindigkeit übertragen, danach ist Datenübertragung nur noch mit geringerer Geschwindigkeit möglich. Dieselbe Datenmenge schlägt im EU-Ausland mit über 250 Euro, in Asien sogar mit 8000 Euro zu Buche.

Roamingkosten in der EU gedeckelt

Seit 1. Juli 2010 hat die EU eine Regelung für das Daten-Roaming innerhalb sämtlicher EU-Staaten festgelegt. Demnach sind alle Mobilfunk-Anbieter dazu verpflichtet, ihren Kunden die Möglichkeit einzuräumen, das Daten-Roaming mit einem Kosten-Deckel in Höhe von 59,50 Euro (incl. Mehrwertsteuer) zu versehen. Der Kunde muss benachrichtigt werden, wenn 80 Prozent des Kostendeckels verbraucht worden sind. Nach 100 Prozent muss die Verbindung automatisch getrennt werden.

Wie viele Daten kann man für 59,50 Euro „verbrauchen“? Geht man von 5 Euro pro MB für das Surfen per Handy im europäischen Ausland aus, lässt sich innerhalb des Kostendeckels gerade einmal ein Datenvolumen von 12 MB übertragen. Hält man sich vor Augen, dass die Startseite von spiegel.de – in ihrer normalen Version – rund 1 MB groß ist, erkennt man, dass 12 MB schnell verbraucht sein können.

Außerhalb der EU gibt es keinerlei Kostendeckel, der vor überhöhten Rechnungen am Monatsende schützt.

Alternative: Auslands-Option buchen oder vor Ort WLAN nutzen

Eine Möglichkeit um herbe Enttäuschungen zu vermeiden ist, das mobile Internet im Ausland nur sehr spärlich zu nutzen. Alternativ bucht man beim Anbieter der Mobilfunktarife eine Tarifoption, welche die Nutzung im Ausland günstiger macht. Preiswert surfen lässt sich oft auch über das WLAN im Hotel oder Appartement. Bei längerem Aufenthalt kann auch der Umstieg auf die SIM-Karte eines lokalen Anbieters interessant sein.

(ag)

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