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Winterreifen beim Mietwagen: der Fahrer haftet

07.10.2015 - 16:28

Es gibt in Deutschland zwar kein Gesetz, das in den Wintermonaten einen Wechsel auf entsprechende Reifen vorschreibt, Experten empfehlen jedoch die „O bis O Regel“ als Richtlinie. Demnach sollten Autos von Oktober bis mindestens Ostern mit Winterreifen ausgerüstet sein.  Gesetzlich vorgeschrieben ist wintertaugliche Bereifung in Deutschland laut Paragraf 2, Absatz 3a der Straßenverkehrsordnung (StVO) nur bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte. Dann „darf ein Kraftfahrzeug nur mit Reifen gefahren werden, die die […] beschriebenen Eigenschaften erfüllen (M+S-Reifen).“

StVO nimmt Fahrer in die Pflicht

Winterreifen
Kurios: Autovermieter dürfen auch im Winter Autos mit Sommerreifen vermieten. Liegt Schnee, dürfen Kunden diese jedoch nicht fahren. Andernfalls droht ein Bußgeld.
Genau aus dieser Formulierung ergibt sich bei Mietwagen für den Kunden jedoch ein Problem, denn sie schreibt nicht vor, dass der Wagen auf Winterreifen umgerüstet werden muss. Bei Glätte ist lediglich das Fahren und wird mit einem Bußgeld von 40 bis 80 Euro (bei Gefährdung anderer) geahndet. Die Verantwortung liegt also beim Fahrer, was beim Mietwagen leider der Kunde und nicht der Vermieter selbst ist.

Lage hat sich entspannt

Als die Bundesregierung de StVO am 1. Dezember 2010 hinsichtlich der Winterreifenpflicht änderte, war das Chaos an den Mietwagenstationen groß. Viele Anbieter verlangten von ihren Kunden eine Zusatzgebühr für Winterreifen, obwohl schon damals ein Großteil der Mietwagenflotten im Winter mit M&S-Reifen ausgestattet war. Mittlerweile hat sich die Lage entspannt, die großen Autovermieter rüsten ihre Flotten in den „Kernwintermonaten“ größtenteils mit Winterreifen aus, die Kosten sind dann bereist in der Fahrzeugmiete enthalten.

Immer auf Winterreifen achten

Dennoch sollten Sie bei der Übernahme eines Mietwagens auf wintertaugliche Bereifung achten, denn auch in dieser Formulierung verstecken sich zwei Fallstricke für Kunden. Zum einen verpflichten sich nur die wenigsten Vermieter, bei winterlichen Straßenverhältnissen ausschließlich Fahrzeuge mit wintertauglicher Bereifung zu vermieten. Stattdessen werden schwammige Formulierungen verwendet, dass ein Großteil der Flotte mit passenden Reifen ausgestattet sei. Eine Garantie ist dies nicht. Zum anderen beginnen die Kernwintermonate bei vielen Anbietern erst Mitte November und enden bereits am 15. März. Außerhalb dieses Zeitraums müssen Kunden nach wie vor für wintertaugliche Bereifung zahlen. Das kann schnell teuer werden, liegen die Kosten für die Wintergummis doch bei bis zu 20 Euro am Tag.

Angebote inklusive Winterreifen sparen Geld

CHECK24 Mietwagenvergleich
Per Filter sehen Sie bei uns nur die Angebote, bei denen die Winterreifen bereits inklusive sind.
Wer auf Nummer sicher zu gehen will, sollte daher in der Zeit von Oktober bis April auf Angebote inklusive Winterreifen achten. Diese bieten nicht nur mehr Sicherheit, sondern sind im Endeffekt auch günstiger als vermeintliche Schnäppchen, bei denen die Winterreifen später noch als Extra dazu gebucht werden müssen.

Bei einer CHECK24-Studie in 40 europäischen Städten mussten Mieter, die Winterreifen erst vor Ort dazu buchten, in allen Fällen drauf zahlen. Wurden die passenden Reifen hingegen bereits online mitgebucht, konnten Kunden bis zu 48 Prozent beim Preis sparen.

In unserem Mietwagenvergleich können Sie Ihre Suchergebnisse unter „Inklusivleistungen“ bequem nach Angeboten filtern, bei denen die Winterreifen bereits im Preis inkludiert sind.

(hze)
 

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