0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Warnweste oft Pflicht in Urlaubsländern – auch für Mietwagenfahrer

27.05.2011 - 17:25

Wer nach einem Unfall auf der Autobahn oder auf der Landstraße seinen Wagen ohne die vorgeschriebene Warnweste verlässt, muss sich in vielen europäischen Ländern auf hohe Strafen gefasst machen. In Belgien liegt die Geldbuße beispielsweise zwischen 50 und 1.375 Euro. Doch auch in Italien, Frankreich, Portugal, Österreich und zahlreichen weiteren Ländern Europas müssen Autofahrer ohne Warnweste mit Sanktionen rechnen. Das gilt auch für alle Urlauber, die im Ausland einen Mietwagen gebucht haben.

Die Details bezüglich der Benutzung und Geldstrafen bei Nichtbefolgung der Vorschriften sind länderspezifisch geregelt – vor einer Reise empfiehlt CHECK24 deshalb allen Autofahrern, Informationen zu den Gesetzen im jeweiligen Zielland einholen. Immerhin gibt es eine einheitliche europäische Norm für Warnwesten: Das Kontrollzeichen für diese ist EN 471. Ob die eigene Warnweste der geforderten Norm entspricht, erkennt man am eingenähten Schild im Inneren der Weste.

Vor allem Mietwagenfahrer bringt das Gesetz manchmal in eine heikle Lage: Nicht immer sind Mietwagen mit Warnweste ausgestattet. Zum Teil werden diese vom Vormieter einfach mitgenommen, zum Teil statten Anbieter den Mietwagen gar nicht erst mit einer Weste aus – unabhängig vom Preis des Leihwagens. Deshalb sollten Reisende ihr Fahrzeug noch vor Antritt der Reise auf das Vorhandensein einer Warnweste überprüfen. Falls sich keine Weste im Wagen befindet, empfiehlt es sich, den Anbieter um eine Weste zu bitten. Da es den Autovermietern jedoch gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, die Mietwagen mit Warnwesten auszustatten, können Mietwagenkunden nicht auf Warnwesten bestehen.

Falls der Autovermieter sich weigert, dem Kunden eine Weste zu geben, lohnt sich die Investition in eine eigene. Meist kosten die Westen nicht mehr als ein paar Euro und das kommt billiger als die Geldstrafe – und schützt Fahrer und Insassen im Falle eines Unfalles oder einer Panne.

In Deutschland wurde zwar für Privatfahrzeuge bislang noch keine Warnwestenpflicht eingeführt, doch unabhängig von Gesetzen und Sanktionen gilt: Um von anderen Autofahrern im Falle einer Autopanne besser gesehen zu werden, empfiehlt der ADAC dringend das Tragen einer Warnweste – vor allem in der Nacht ist sie nötig, um von anderen Verkehrsteilnehmern erkannt zu werden.

(ub)

Weitere Artikel: