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LTE-Frequenzen: Gebote knacken Marke von 3 Mrd. Euro

06.05.2010 - 23:07

In der dritten Auktionswoche sind die Frequenzen des künftigen Mobilfunkstandards LTE um eine weitere Milliarde Euro wertvoller geworden.

Nach 150 Auktionsrunden summieren sich Gebote auf mittlerweile auf über 3 Mrd. Euro.

Digitale Dividende besonders gefragt

Alle vier Bieter, die am 12. April 2010 an den Start gingen sind noch im Rennen. Das Interesse von Telekom, Vodafone, o2 und E-Plus konzentrierte sich hauptsächlich auf die niedrigen Frequenzbereiche. Mit diesen läßt sich die Versorgung großer Gebiete mit schnellem mobilen Internet mit weniger Funkmasten realisieren, da die Signale eine höhere Reichweite haben. Die Gebote für einen Block der Digitale Dividende lagen daher mit ca. 450 Mio. Euro auch ungefähr 100 mal höher als für einen Frequenzblock in einem höheren Bereich.

Erste LTE-Angebote in Deutschland bereits 2010 erwartet

In Skandinavien sind die ersten kommerziellen Netze des UMTS-Nachfolgers bereits in Betrieb. Sie helfen, den dort rasant wachsenden Verkehr im mobilen Internet zu bewältigen. In Deutschland werden die ersten LTE-Angebote gegen Ende 2010 erwartet. Eine schlagartiger Umstieg von UMTS und HSDPA steht allerdings nicht zur Debatte: Zum Einen müssen die Netze von den Gewinnern der Auktion aufgebaut werden, zum Anderen müssen LTE-fähige Smartphones auf den Markt gebracht und gekauft werden. Bis zum alltäglichen Gebrauch von LTE dürften daher noch einige Jahre vergehen. Dann wird die mobile Übertragung von HD-Videos, die die UMTS-Netze trotz der Beschleunigung durch HSDPA überfordert, ebenso selbstverständlich sein, wie es die Nutzung von facebook, twitter über Smartphones bereits heute ist.

(hw)

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