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Zahlen im Vorbeigehen: Kontaktlos bezahlen mit der Kreditkarte

27.11.2013 - 16:13

Fortschritt ist die Verwirklichung von Utopien, sagte einst schon Oscar Wilde. Der technologische Fortschritt hat einige Utopien früherer Generationen bereits wahr gemacht: Smartphone und Internet beispielsweise ermöglichen im Grunde immer und überall den Zugang zum gesamten Wissen der Menschheit. Nun hat der Fortschritt auch den deutschen Einzelhandel erreicht: Dank der sogenannten NFC-Technologie können Kunden mit ihrer Kreditkarte per Funk bezahlen - mit nur einer Handbewegung.

Statt an der Kasse nach Kleingeld zu suchen, können Kunden Kleinbeträge mit ihrer Kreditkarte in nur wenigen Sekunden bezahlen – die Near Field Communication, kurz NFC, macht es möglich. Grundlage von NFC ist die sogenannte RFID – die Radio Frequency Identification. Dabei werden Daten über Radiowellen übertragen. Die NFC-Technologie - zu Deutsch „Nahfeldkommunikation“ - zeichnet sich durch ein spezielles Kopplungsverfahren aus, das in einem bestimmten, genormten Frequenzbereich stattfindet. Das Besondere: Die Datenübertragung funktioniert nur über kurze Distanzen von wenigen Zentimetern und schützt so vor ungewollten Zahlungen im Vorbeigehen. Bereits seit 2002 arbeiten Unternehmen wie etwa Sony an dieser Technologie. Heute sind NFC-fähige Chips allein in Deutschland in Millionen Kreditkarten und vielen Smartphones integriert.

So funktioniert die kontaktlose Bezahlung

NFC-fähige Kreditkarten ermöglichen die Zahlung per Funk in nur wenigen Sekunden.
Viele neu ausgegebene Kreditkarten sind heutzutage mit der NFC-Technologie ausgestattet. Wer die Kontaktlosfunktion seiner Kreditkarte etwa beim Weihnachtsshopping im Ladengeschäft einsetzen möchte, sollte darauf achten, dass das Lesegerät des Händlers das Symbol für kontaktloses Bezahlen trägt.  Nachdem die Ware vom Kassierer eingescannt wurde, zeigt das Lesegerät dann den jeweils fälligen Betrag an. Der Kunde hält die Karte vor das Gerät, die erfolgreiche Zahlung wird ihm durch ein optisches sowie ein akustisches Signal kommuniziert.

In Deutschland gibt es derzeit drei verschiedene Systeme des kontaktlosen Bezahlens: PayPass von MasterCard, payWave von Visa und girogo bei EC-Karten von Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken. Der Maximalbetrag ist bei MasterCard-Kreditkarten ohne Unterschrift auf 20 Euro beschränkt, Visa-Karteninhaber können bis zu 25 Euro ohne Unterschrift begleichen. Deutschlandweit bieten verschiedenste Unternehmen bereits heute die Möglichkeit, kontaktlos zu bezahlen. Darunter etwa die Restaurant-Kette Vapiano, die Parfümerie Douglas, die Warenhäuser von Galeria Kaufhof, Thalia Buchhandlungen, Christ Juweliergeschäfte, Kamps Backstuben, Hussel Confiserien und auch die Deutsche Bahn. Insgesamt stehen rund 30.000 Kassenterminals für die kontaktlose Bezahlung zur Verfügung – Tendenz steigend.

Die besten Kreditkarten für das kontaktlose Bezahlen

Wer heute eine Kreditkarte beantragt, möchte vielleicht schon morgen kontaktlos damit bezahlen. Kunden, die häufig Kleinstbeträge im Einzelhandel begleichen, sollten bei der Auswahl der Kreditkarte deshalb auch darauf achten, dass ihre Karte die Kontaktlosfunktion aufweist. Das Angebot an NFC-fähigen Kreditkarten ist breit gefächert. Egal, ob Prepaid-Karte, MasterCard oder Visa, Kunden finden im unverbindlichen Kreditkartenvergleich mit Sicherheit die richtige Kreditkarte für ihre Wünsche und können diese zudem bequem über das Internet beantragen.

Wer etwa eine Karte ohne Jahresgebühr sucht, wird bei der comdirect-Bank fündig. Neben niedrigen Sollzinsen bietet die Visa-Karte von comdirect auch weitere Vorteile wie weltweit kostenlose Bargeldabhebung und kostenlose Bezahlung in der Euro-Zone. Auch die Targobank Online Classic Karte kommt dauerhaft ohne Jahresgebühr aus, ebenso wie die DKB Cash Visa. Die Karte der DKB zeichnet sich neben weltweit kostenloser Bargeldabhebung zudem durch ein sehr gutes Bonuspunktprogramm aus.

Kunden, die hingegen eine Prepaid-Kreditkarte bevorzugen, können auch mit der MasterCard Kalixa Pay Prepaid, der Payango Explorer Card Family Prepaid oder der Visa Payango CirstalCard Prepaid kontaktlos bezahlen. Die Visa Payango CirstalCard eignet sich beispielsweise auch für Schnäppchenjäger, die gerne online nach den besten Angeboten Ausschau halten. Denn diese Karte zeigt mit dem Gutschein-Alarm beim Internet-Surfen direkt Gutscheine für den jeweiligen Online-Shop an, den Kunden gerade betrachten.

Während die kontaktlose Bezahlung in Deutschland noch wenig verbreitet ist, gehört sie für Verbraucher in anderen Teilen Europas bereits zum Alltag: Besonders in Polen, Großbritannien, der Slowakei oder Tschechien wurde stark in die Technologie investiert. Europaweit zahlten Verbraucher zwischen September 2012 und August 2013 rund 233 Millionen Mal kontaktlos und gaben dabei 2,05 Milliarden Euro aus, insgesamt sind bislang rund 71 Millionen Visa-Karten mit Kontaktlosfunktion im Umlauf. Ob auch die Deutschen die kontaktlose Bezahlung bald in ihren Alltag integrieren, wird sich zeigen. Mit der richtigen Kreditkarte könnten sie es in jedem Fall.

Die Unternehmen jedenfalls setzen zunehmend auf diese Technologie: Ottmar Bloching, Geschäftsführer von Visa Europe in Deutschland gab bekannt, dass Visa in den kommenden Jahren viel Energie in den Ausbau des kontaktlosen und mobilen Bezahlens stecken werde. Damit soll sich künftig auch die Akzeptanz im Handel signifikant erhöhen, sagt Bloching voraus. Zudem kündigte der Chip-Hersteller NXP an, in Kürze Computer auf den Markt bringen zu wollen, die NFC-fähige Kreditkarten auslesen können. Somit könnten auch Online-Shopper von der Kontaktlosfunktion ihrer Kreditkarte profitieren: Die Kreditkarte müsste für die Bezahlung nur noch an das NFC-Lesegerät im eigenen Computer gehalten werden.

(bm)

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