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Zum Welttourismustag: Geld sparen im Urlaub

27.09.2014 - 12:00

Jährlich machen sich etwa eine Milliarde Menschen auf die Reise ins Ausland. So mancher Reisende tappt im Urlaub in die Kostenfalle – mit der Erholung ist es dann schnell vorbei. Das lässt sich leicht vermeiden.

Der Tourismus ist mit etwa 260 Millionen Arbeitsplätzen weltweit einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Doch zu verreisen ist nicht nur für die Wirtschaft wichtig, sondern auch für das Wohlbefinden: Die Arbeit der Wissenschaftlerin Jessica de Bloom von der Universität Tampere hat den Effekt von Urlaub auf den Menschen untersucht und dabei festgestellt, dass Reisen tatsächlich glücklich macht. Denn anders als bei einem materiellen Einkauf wie etwa Schmuck oder Kleidung kauft man sich beim Urlaub Erfahrungen – und Erfahrungen machen glücklicher als Besitz. Doch bleibt die letzte Reise wirklich in guter Erinnerung, wenn es im Ausland zu Problemen bei der Zahlung kommt?

So vermeiden Sie hohe Gebühren im Urlaub

Mit den richtigen Tipps lassen sich auf der nächsten Urlaubsreise unnötige Kosten sparen.
Einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact zufolge greifen die Deutschen nicht nur zuhause, sondern auch im Urlaub am liebsten auf Bargeld zurück: 56 Prozent der Befragten zahlten auf Reisen am liebsten mit Münzen und Scheinen, 33 Prozent bevorzugten hingegen die Zahlung per Giro- oder Kreditkarte. Die Bargeldabhebung und Bezahlung ist in vielen Fällen im Urlaub ein ebenso großer wie unnötiger Kostenfaktor.

Für die Kartenzahlung im Supermarkt können leicht fünf Prozent des Rechnungsbetrags oder mehr fällig werden. Selbst das Abheben von Bargeld am Automaten ist oft mit hohen Gebühren verbunden. Die richtige Kreditkarte schaltet dieses Problem grundsätzlich aus – und das weltweit. Dann muss endlich nicht mehr überlegt werden, wann, wo und wie oft die Karte eingesetzt wird. Das A und O für Sparfüchse ist eine kostenlose Kreditkarte bei der sowohl die Abhebung als auch die Bezahlung im Ausland komplett gebührenfrei sind.

Im Idealfall haben Verbraucher mehrere Zahlungsmittel im Urlaub dabei, dazu rät auch die Stiftung Warentest. Mit im Gepäck sollte mindestens eine Girocard und eine Kreditkarte sein – und für den Notfall auch etwas Bargeld, das – wenn nötig – in die jeweilige Landeswährung umgetauscht werden kann.

Aber Achtung: Wenn die Girokarte ein V-Pay-Logo trägt, bedeutet dies, dass mit ihr lediglich innerhalb der Europäischen Union sowie in der Türkei, Andorra, der Schweiz, Bosnien-Herzegowina, Gibraltar, Island, Israel, Kroatien, Liechtenstein, Monaco, Montenegro, Norwegen, San Marino, Serbien und Vatikanstadt gezahlt werden kann. Denn die V-Pay-Karte verzichtet auf den Magnetstreifen und verwendet nur den wesentlich sichereren EMV-Chip. Viele Länder der Welt darunter beispielsweise die USA haben noch nicht auf dieses System umgestellt, weshalb die Karte dort nicht eingesetzt werden kann.

Übrigens: Vor der Reise ins Ausland empfiehlt es sich generell, die Bank über die Urlaubspläne zu informieren, damit diese eine eventuell nötige Entsperrung der Karte im Vorfeld durchführen kann.

Karte gestohlen – und jetzt?

Sperr-Notruf:

            116 116 Gebührenfrei innerhalb Deutschlands, 24 Stunden täglich erreichbar

Eine Horrorvorstellung für Reisende ist es, im Ausland plötzlich kein Geld mehr zu haben – sei es, weil die Karte nicht funktioniert oder weil der Geldbeutel schlichtweg gestohlen wurde. Eine Möglichkeit ist dann, die Daheimgebliebenen zu informieren und einen Bargeldtransferdienst zu nutzen, beispielsweise Western Union. Das Problem: Dieser Service ist in der Regel sehr teuer. Als Alternative bietet sich beim Verlust der Kreditkarte beispielsweise der sogenannte Notfall-Bargeld-Service verschiedener Kartenherausgeber an. Dieser ist je nach Anbieter sogar völlig kostenlos. Um optimal vorbereitet zu sein, sollte man sich zudem die Nummer der Sperrhotline merken, und sich bereits im Vorfeld der Reise bei dem eigenen Kartenherausgeber erkundigen, was im Falle des Kartenverlustes geschieht. In der Regel wird der Urlauber bis zum Erhalt der Ersatzkarte im Ausland schnell und unbürokratisch mit Bargeld versorgt.

Beim Verlust der Girocard sollte zusätzlich zum Anruf bei der Sperrhotline auch eine sogenannte Kuno-Sperrung durchgeführt werden. Diese stellt sicher, dass nicht nur die Bezahlung per PIN nicht mehr funktioniert, sondern auch die Bezahlung mit dem elektronischen Lastschriftverfahren gesperrt ist. Oftmals wird die die Unterschrift an der Kasse nur nachlässig kontrolliert – Kartendiebe könnten ohne die Kuno-Sperrung demnach ungehindert weiter einkaufen. Allerdings kann diese Sperrung nicht per Telefon, sondern nur persönlich bei der Polizei durchgeführt werden. Zunächst ist die Karte dann für die Dauer von zehn Tagen gesperrt, für eine dauerhafte Sperrung ist die Kartenfolgenummer erforderlich, diese kann bei der Bank erfragt werden.

(bm)

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