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Welcher Kreditkartentyp passt zu mir?

19.09.2014 - 12:00

Kennen Sie den Unterschied zwischen einer Charge- und einer Prepaid-Kreditkarte? Wissen Sie, wieso die Girokarte, ehemals EC-Karte, zu den Kreditkarten zählt? Wenn Sie es nicht wissen, dann sollten Sie sich jetzt darüber informieren und dabei herausfinden, welcher Kreditkartentyp am besten zu Ihnen passt.

34 Millionen Kreditkarteninhaber gibt es in Deutschland. Wahrscheinlich können nicht alle die Frage nach dem Typ ihrer Karte sofort beantworten. Das liegt wohl daran, dass die meisten sich anfänglich mehr für Jahres- und Auslandsgebühren interessieren als für die Funktionsweise ihrer Kreditkarte.

Credit Card - Die klassische Kreditkarte

Nur die Credit Card alias Revolving Card zählt zu den echten Kreditkarten.
Zum Einstieg eine grundlegende Frage: Wovon ist überhaupt die Rede, wenn von Kreditkartentypen gesprochen wird? Wer sich nach dem Typus einer Kreditkarte erkundigt, fragt nach ihrer Funktionsart. Alle Kreditkarten, die nach demselben Schema funktionieren, zählen zur selben Kategorie. Sie sind also vom selben Typ. In Deutschland sind Karten der Typen Debit Card, Credit Card, Revolving Card, Charge Card, Daily Charge Card und Prepaid Card üblich. Diese Vielfalt kann zu Verwirrungen führen.

Wieso zum Beispiel kommt in der Aufzählung eine Karte mit dem Namen Credit Card vor, wenn es sich doch bei allen um Kreditkarten handelt? Die Credit Card trägt deshalb diesen Namen, weil es sich bei ihr um die klassische Kreditkarte handelt. Also eine, wie man sie aus den Hollywood-Filmen kennt, in denen reiche Gentleman oder deren Frauen auf die Frage nach der Zahlungsart ein „mit Kreditkarte, bitte!“ zum Besten geben. Doch was passiert eigentlich danach? Wie setzt sich der Zahlungsvorgang fort? Der im Laufe des Monats angelaufene Kreditkartensaldo kann am Monatsende entweder in einer Summe abbezahlt werden oder als Ratenkredit in monatlichen Raten getilgt werden. Für den Ratenkredit fallen allerdings Zinsen an. Das Besondere an der Credit Card ist also, dass sie eine echte Kreditmöglichkeit bietet. Deshalb sind Volljährigkeit und ein regelmäßiges Einkommen Voraussetzungen, um diese Art von Kreditkarte gewährt zu bekommen. In der Regel wird vor dem Erhalt auch eine SCHUFA-Prüfung durchgeführt, um die Bonität des künftigen Besitzers zu prüfen.

Die Charge Card genießt hohe Beliebtheit in Deutschland

Mit Kreditkarte bezahlen ist praktisch, aber was passiert eigentlich danach?
Die Charge Card zählt zu den unechten Kreditkarten, weil sie kein tatsächliches Darlehen gewährt. Zunächst werden auch hier alle Kartenzahlungen, die während eines festgelegten Referenzzeitraums (meist vier Wochen) getätigt wurden, auf dem Kreditkartenkonto vermerkt. Sind vier Wochen vergangen, muss der Kreditkartenbesitzer die Summe aller Beträge in voller Höhe bezahlen. Dem Kunden wird somit ein zinsfreier Kredit über den Referenzzeitraum gewährt.

Wieso zählt die Girokarte zu den Kreditkarten?

Girokarten sind für gewöhnlich Debit-Karten. Diese gehören zur Familie der Kreditkarten, auch wenn sie keine echten Kreditkarten darstellen. Jeder Einkaufsbetrag, der mit der Debit Card beglichen wird, wird schon nach kurzer Zeit vom Referenzkonto abgebucht. Beim Referenzkonto handelt es sich meistens um das Girokonto des Kartenbesitzers. Bezahlt dieser mit Karte, obwohl sich kein Geld mehr auf seinem Girokonto befindet, muss er Dispozinsen bezahlen, die bei vielen Geldinstituten hoch ausfallen können. Wer immer wieder und für längere Zeiträume den Dispo beanspruchen muss, sollte sich bei seiner Bank über günstigere Ratenkredite informieren.

Das Hybridmodell – die Daily Charge Card

Was kommt heraus, wenn man die Vorteile von Charge Card und Debit Card vereint? Die Daily Charge Card! An diese Karte ist ein Referenzkonto geknüpft. Auf dieses überweist der Karteninhaber Geld, das dann sein Guthaben darstellt. Die mit Karte gezahlten Beträge werden sofort vom Guthaben abgebucht. Ist es aufgebraucht, sollte wieder Geld überwiesen werden. Ist das nicht möglich, steht dem Kunden ein Kreditrahmen zur Verfügung, der sich u. a. an der Bonität des Kunden bemisst. Befindet sich das Kreditkartenkonto im Minus, ändern sich zwei Dinge. Erstens: Die Zahlungen werden nicht mehr täglich abgerechnet, sondern über einen Zeitraum gesammelt und dann am Ende des Monats in voller Höhe vom Referenzkonto abgebucht. Zweitens: Für die von der Bank gestellte Geldsumme müssen Sollzinsen bezahlt werden.

Prepaid Card – Guthaben aufladen und los geht’s!

Mit einer Prepaid-Kreditkarte kann nur aus dem Guthaben bezahlt werden, das zuvor von einem Referenzkonto auf die Karte überwiesen wurde. Eine Überziehung ist nicht möglich, sofern keine Überziehungsklausel im Kleingedruckten des Vertrags zu finden ist. Da das Überschuldungsrisiko bei dieser Karte so gering wie bei keinem anderen Kreditkartentyp ist, eignet sich die Prepaid Card besonders gut für Jugendliche, Studenten und Geringverdiener. Ist genügend Geld auf der Karte vorhanden, kann damit genau wie mit einer herkömmlichen Kreditkarte bezahlt werden. Aber Achtung: Bei der Reservierung und Buchung eines Mietwagens werden Prepaid-Kreditkarten in der Regel nicht akzeptiert.

 

Nun, da alle eingangs erwähnten Fragen beantwortet sind, bleibt nur noch eine einzige übrig: Welche der Karten passt am besten zu Ihnen? Um das herauszufinden, kann es nützlich sein zu vergleichen, welche konkreten Kreditkarten-Angebote Sie am meisten ansprechen.

(lsc)

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