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Was tun, wenn die Kreditkarte verloren geht?

20.02.2015 - 17:30

Es kann im Urlaub passieren oder beim Stadtbummel: Plötzlich ist der Geldbeutel verschwunden – und mit ihm die Kreditkarte. Dann heißt es einen kühlen Kopf bewahren. Welche Nummer Sie sich für einen solchen Fall notieren sollten und was es sonst zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Die Kreditkarte ist ein praktischer Begleiter für den Urlaub oder die nächste Shoppingtour. Doch wenn die kleine Karte verloren geht, ist die Sorge groß. Wie verhindert man unrechtmäßige Abbuchungen? Wer kommt für Schäden auf? Um für einen solchen Fall vorzusorgen, sollten Sie sich sechs kleine Zahlen notieren.

Kreditkarte verloren: Die Nummer für alle Fälle

Die Kreditkarte ist weg und der Schreck sitzt erstmal tief. Viel zu oft hat man erlebt, wie ungenau Kassierer die Unterschrift auf dem Bon mit der auf der Karte vergleichen. Wer unrechtmäßig in den Besitz der kleinen Plastikkarte kommt, kann zunächst problemlos damit bezahlen. Um das zu verhindern, sollten Sie die Kreditkarte sofort sperren lassen, sobald Sie den Verlust bemerken.

Haben Sie sich die Notfall-Rufnummer Ihrer Bank oder Ihres Kreditkartenanbieters im Vorfeld nicht notiert, können Sie sich für die Sperrung auch an die zentrale Sperr-Notrufnummer wenden. Innerhalb Deutschlands ist der Sperr-Notruf gebührenfrei unter der Nummer 116 116 zu erreichen. Rufen Sie die Nummer aus dem Ausland an, achten Sie darauf, die Landesvorwahl +49 vorzuwählen. Zudem können bei einem Anruf aus dem Ausland Gebühren fällig werden, abhängig sind diese von der Dauer des Telefonats und dem Land, in dem Sie sich aufhalten.

Über diese zentrale Rufnummer können nicht nur die Kreditkarte, sondern alle Bankkunden- und Maestrokarten, Kundenkarten oder sogar Online-Banking und E-Mail-Accounts gesperrt werden. Sollte Ihnen also beispielsweise Ihre gesamte Tasche inklusive Ihrem Smartphone abhanden gekommen sein, können Sie alle Accounts und Karten mit sensiblen Daten über den Sperr-Notruf sperren lassen. Sie müssen dabei zunächst keine persönlichen Daten wie etwa Name, Kontonummer oder Passworte angeben. Sie nennen lediglich Kreditkartenherausgeber oder Bank und werden vom Sperr-Notruf an diese weitervermittelt. Erst dann werden Ihre persönlichen Daten abgefragt, die Sie an dieser Stelle zur Hand haben sollten.

Bei Girokarte zusätzliche Kuno-Sperrung veranlassen

Es geht oft ganz schnell: Der Stadtbummel ist vorbei und plötzlich wird der Verlust der Kreditkarte bemerkt. Was Sie in einem solchen Fall tun sollten.
Für Giro- und Debitkarten-Besitzer ist es damit allerdings noch nicht getan. Der Anruf bei der Sperrhotline sichert Karteninhaber nicht hundert Prozent gegen finanzielle Schäden ab. Die Zahlung über das elektronische Lastschriftverfahren, also per Unterschrift, funktioniert weiterhin – lediglich die Zahlung per Geheimzahl ist bei Girokarten gesperrt.

Daher sollten Sie so schnell wie möglich eine Verlustanzeige bei der Polizei tätigen. Diese wird dann an KUNO (Kriminalitätsbekämpfung im Unbaren Zahlungsverkehr unter Nutzung nichtpolizeilicher Organisationsstrukturen) gemeldet. Die Polizeibehörden des Bundes und der Länder melden dann Bank- und Kontodaten an eine zentrale Meldestelle, die zeitnah Unternehmen des Handels und weiterer Branchen vor der Verwendung der gemeldeten Debitkarten warnt. So können Sie sicherstellen, dass garantiert niemand mehr mit Ihrer Girokarte bezahlen kann.

Wer für entstandene Schäden haftet

Der große Vorteil der Kreditkarte: Kunden müssen in der Regel nur für einen Maximalbetrag von 150 Euro selbst haften. Viele Kreditkartenherausgeber bieten sogar die komplette Übernahme eines entstandenen Schadens – vorausgesetzt der Verlust wurde unmittelbar gemeldet.

Außerdem darf keine grobe Fahrlässigkeit des Kunden vorliegen. Dies wäre etwa der Fall, wenn der Kunde die Geheimnummer zusammen mit der Karte im Geldbeutel aufbewahrt hätte. Hier gilt in der Regel der Anscheinsbeweis.

Haben Sie Ihre Karte gesperrt, empfiehlt es sich daher, Datum und Uhrzeit zu notieren, um bei Ihrem Kreditkartenherausgeber im Zweifelsfall nachweisen zu können, wann die Karte gesperrt wurde, sodass Sie nicht auf etwaigen Schäden sitzen bleiben. Welcher Kreditkartenanbieter, welche Haftung bietet, erfahren Sie einfach und schnell über einen Kreditkarten-Vergleich.

(bm)

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