0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Kreditkarten - Kunden: Vorsicht vor Phishing-Mails

01.07.2013 - 17:32

Aktuell machen Gauner im Internet wieder Jagd auf Benutzerdaten. Das russische Softwareunternehmen Kaspersky Lab hatte im Juni aktuelle Daten zu Phishing-Opfern veröffentlicht: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der Opfer weltweit um ganz 87 Prozent an - zwischen Mai 2012 und April 2013 waren es 37,3 Millionen Internet-Nutzer. Im Gegensatz zu früher haben sie jetzt nicht mehr nur Kontodaten von leichtgläubigen  Verbrauchern im Visier, sondern verstärkt auch Kreditkarten-Daten. Wir erklären Ihnen, wie Sie einen Phishing-Angriff erkennen können und wie Sie sich dagegen schützen.

Die Betrüger werden auf ihrer Online-Jagd nach sensiblen Daten immer gerissener– über fingierte E-Mails werden die nichts ahnenden Kunden auf falsche Websites gelotst auf denen sie zur Eingabe ihrer Kontodaten gebeten werden.

Was ist Phishing?

Unter Phishing versteht man den Versuch, über unechte E-Mails und gefälschte Homepages an sensible Daten von Verbrauchern zu kommen. In den meisten Fällen werden bei Phishing-Angriffen die E-Mails und Homepages von Banken oder Kreditkarten-Anbietern gefälscht. In den fingierten E-Mails werden die gutgläubigen Kunden im Namen der Bank dazu aufgefordert, ihre Kontodaten oder PINs und Sicherheitscodes auf einer Homepage des Geldhauses oder des Kartenherausgebers einzutragen. Diese Anschreiben sind meist sehr professionell aufgebaut und mit dem Layout und Logo der entsprechenden Firma versehen. Oftmals wird in den E-Mails auf eine Sicherheitslücke im System der Bank oder des Anbieters hingewiesen – damit das neue Sicherheitskonzept der Bank wirksam wird, muss der Kunde seine Daten in ein Online-Formular eintragen.

Wenn der gutgläubige Verbraucher dann auf den Link zur vermeintlichen Homepage der Bank oder des Kreditkarten-Herausgebers klickt und seine Daten eingibt, werden die Kreditkarten- oder Kontodaten an die Verbrecher weitergeleitet - im schlechtesten Fall gehen die Gauner dann mit den geklauten Kreditkarten einkaufen oder bestellen Waren im Internet. Die geprellten Verbraucher bemerken den Missbrauch in den meisten Fällen nach der nächsten Abrechnung.

Achtung: Viele Phishing-Angriffe werden heutzutage nicht mehr nur per E-Mail, sondern auch über andere Programme, wie beispielsweise Skype, durchgeführt.

Wie können Sie sich schützen?

Verbraucher sind Phishing-Angriffen jedoch nicht vollkommen wehrlos ausgesetzt. Mit einigen wenigen Tricks können Sie die Wahrscheinlichkeit deutlich verringern, selbst Opfer eines Phishing-Angriffes zu werden.

Reagieren Sie niemals auf die Online-Aufforderung Ihrer vermeintlichen Hausbank, Ihre persönlichen Daten, Kennworte oder Sicherheitscodes per E-Mail an die Bank zu schicken oder auf einer angeblichen Homepage der Bank im Internet einzugeben. Banken fordern Ihre Kunden niemals zu einer Übermittlung von sensiblen Kontodaten über das Internet auf. Antworten Sie außerdem auf keinen Fall auf diese E-Mails. Sollten Sie eine E-Mail von Ihrer Bank bekommen, in der Sie aufgefordert werden, persönliche Informationen zu Ihrer Kreditkarte via Internet zu übermitteln, löschen Sie diese E-Mail oder überprüfen Sie die Anfrage per Telefon bei Ihrer Bank oder Ihrem Kreditkarten-Vermittler.

An der Anrede können Verbraucher Phishing-E-Mails erkennen: Diese sind meist mit der Anrede „Sehr geehrter Kreditkarten-Kunde“ formuliert – Ihre Bank oder Ihr Kreditkarten-Herausgeber kennt ihren Namen jedoch normalerweise. Überprüfen Sie Ihre Kreditkartenabrechnung immer ganz genau! Verbrecher buchen mit den geklauten Kreditkarten-Daten meist keine hohen Summen ab, sondern viele unauffällige kleine Beträge. Sollte Ihnen ein Posten ihrer Kreditkartenabrechnung merkwürdig vorkommen – informieren Sie unverzüglich Ihren Kreditkarten-Herausgeber oder Ihre Bank.

(as)

Weitere Artikel: