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Versteckte Kosten bei der Kreditkartenzahlung

13.03.2014 - 10:41

Die Zahlung per Kreditkarte lohnt sich in vielen Fällen, um Geld zu sparen. Beim Onlineshopping etwa erhalten Verbraucher mit der richtigen Kreditkarte satte Rabatte oder direkt Geld zurück. Doch beim Einsatz der Karte können auch versteckte Gebühren anfallen.

Weltweit gibt es über 30 Millionen Akzeptanzstellen von Kreditkarten. Kein Wunder also, dass die Kreditkartenzahlung vor allem im Urlaub beliebt ist. Doch nicht immer ist der Einsatz der Kreditkarte im Ausland auch kostenlos. Wann versteckte Gebühren berechnet werden, erfahren Sie hier.

Beim Einsatz der Karte im Ausland

Wenn der Kunde die Kreditkarte im Ausland einsetzt - sei es zur Bargeldbehebung oder für die bargeldlose Bezahlung - verlangen manche Banken hierfür sogenannte Auslandseinsatzentgelte. Diese Gebühren sollen die im Vergleich zur Inlandsabwicklung höheren Prozesskosten beim Einsatz der Kreditkarte im Ausland abdecken. Während einige Banken ihren Kunden die Auslandseinsatzentgelte in Rechnung stellen, ist dieser Service bei anderen Kreditkartenanbietern komplett kostenlos, dies ist im jeweiligen Vertrag zwischen Kunde und Bank geregelt.

Auf der Suche nach der passenden Kreditkarte für die nächste Urlaubsreise müssen Verbraucher jedoch nicht in Eigenregie komplizierte Verträge studieren. Im Kreditkartenvergleich von CHECK24 sind diese Kosten übersichtlich unter dem Punkt „Produktdetails“ und Bezahlung aufgelistet. Hier wird auf einen Blick ersichtlich, welche Gebühren bei der jeweiligen Kreditkarte im Ausland anfallen können – oder ob die Bezahlung und Bargeldabhebung weltweit komplett kostenlos ist.

Versteckte Kosten bei der Bezahlung in anderer Währung

Versteckte Kosten bei der Kreditkartenzahlung im Ausland: Banken verlangen oft zu hohe Fremdwährungsgebühren bei Kreditkarten.
Wenn der Kunde in einem Land mit anderer Währung bezahlt, können sogenannte Fremdwährungsgebühren anfallen. Auch diese Gebühren finden Verbraucher übersichtlich aufgelistet im Kreditkartenvergleich – zumindest jene, die die Bank kommuniziert. Denn es gibt zwei Arten von Fremdwährungsgebühren.

Einerseits die, die transparent in den Vertragsbedingungen festgelegt sind. Diese stellen eine Art Provision dar, die die Bank für das Bezahlen in Fremdwährung verlangt. Andererseits gibt es auch Fremdwährungsgebühren, die für den Kunden nicht ersichtlich sind. Hier werden die Umrechnungskurse der verschiedenen Währungen so gestaltet, dass sie für Banken günstiger ausfallen. Das bedeutet, dass der Kunde versteckte Kosten zu tragen hat, die für ihn auf der Rechnung nicht ersichtlich sind.

Der Schweizer Fernsehsender SRF recherchierte im November 2013, dass Verbraucher bis zu zwei Prozent extra zahlen, wenn sie ihre Kreditkarte in einem Land mit anderer Währung einsetzen. Verbraucher kennen in der Regel nicht die tagesaktuellen Wechselkurse und können so am Ende des Monats auf der Kreditkartenrechnung nicht nachvollziehen, ob die Bank auf den jeweiligen Wechselkurs eine Marge aufgeschlagen hat und somit am Karteneinsatz des Kunden verdient – oder nicht. Möglich wird diese Praxis, da Banken nicht an den Interbankenkurs gebunden sind.

Interbankenentgelt: Fließt von der Händlerbank an die Kundenbank

Interbankenentgelte sind ein vieldiskutiertes und sehr komplexes Thema. Für Verbraucher interessant ist die Frage, wann sie Interbankenentgelte zahlen müssen. Einfach gesagt sind Interbankenentgelte versteckte Kosten für den Kunden, die bei der Zahlung per Mastercard oder Visa-Kreditkarte im Ladengeschäft fällig werden. Dies hat folgenden Grund: Damit der Kunde im Laden bargeldlos bezahlen kann, benötigt er eine Kreditkarte und der Händler eine Akzeptanzstelle. Beides wird von Banken zur Verfügung gestellt. Die Interbankenentgelte fließen von der Händlerbank an die Kundenbank für bestimmte Leistungen. Die Händlerbank holt sich die Kosten vom Händler zurück.

Der Händler bleibt jedoch ebenfalls nicht auf den Kosten sitzen, denn er schlägt die Gebühren einfach auf die Verkaufspreise auf:  Am Ende zahlen also – wenn auch indirekt - die Verbraucher die Interbankenentgelte. Die Ironie: Selbst Kunden, die bar bezahlen werden mittels der höheren Verkaufspreise für diese Kreditkartengebühren zur Kasse gebeten. Die EU-Kommission will die Interbankenentgelte nun deckeln, eine Entscheidung darüber wird Mitte des Jahres erwartet.

(bm)

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