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Kreditkarte: Wo lauern versteckte Gebühren?

12.04.2013 - 08:00

Immer mehr Kreditkartenanbieter locken Neukunden mit scheinbar kostenlosen Angeboten. Obwohl eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr auf den ersten Blick verlockend scheint, kommt es nicht selten vor, dass die Anbieter ihren Kunden auf andere Weise tief in die Tasche greifen. Versteckte Gebühren lauern bei Kreditkarten überall. Für Verbraucher ist es deshalb besonders wichtig, das Preis- und Leistungsverzeichnis im Vorfeld genau zu studieren.

Schon bei der Jahresgebühr fängt es an. Häufig bezieht sich das beworbene Angebot nämlich nur auf das erste Jahr – ab dem zweiten Jahr fallen Gebühren an. Diese können sich im günstigen Rahmen zwischen zehn und 30 Euro bewegen. In manchen Fällen kostet die Karte jedoch bis zu mehreren hundert Euro pro Jahr. Bei einigen Anbietern ist die Karte auch nur dann kostenlos, wenn ein bestimmter jährlicher Umsatz erreicht wird.

Die Zinsen beim revolvierenden Kredit sind oft sehr hoch

Immer mehr Verbraucher nutzen auch in Deutschland klassische Kreditkarten mit revolvierendem Kredit. Nachdem sie ihren Kreditrahmen einen Monat lang zinsfrei ausgeschöpft haben, können sie den fälligen Betrag in Raten begleichen. Hier werden allerdings hohe Kreditzinsen fällig. Nur wenige Institute bieten verhältnismäßig günstige Effektivzinssätze von unter zehn Prozent an. Bei den meisten Anbietern liegen die Kreditzinsen deutlich höher und können bis knapp 20 Prozent betragen.

Abhebegebühren und Gebühren für den Auslandseinsatz

Bei den meisten Anbietern fallen bei Bargeldabhebungen in und außerhalb des Euro-Raums Gebühren an. Diese betragen meist zwischen zwei und vier Prozent der Abhebesumme. Bei kleineren Beträgen wird in der Regel eine Grundgebühr von rund fünf Euro fällig. Nur bei wenigen Kreditkarten –  wie beispielsweise der DKB Cash oder der Barclaycard New VISA – werden im Euro-Raum keine, und außerhalb des Euro-Raums nur geringe Gebühren fällig.

Das bargeldlose Bezahlen in der Euro-Zone ist in der Regel kostenlos. Für weltweite Transaktionen verlangen dagegen fast alle Anbieter Gebühren. Nur bei wenigen Karten, wie beispielsweise der Germanwings Goldkarte oder der Ferrari Card der Santander, ist dieser Service im Leistungspaket enthalten. Die Gebühren bewegen sich zwischen einem und knapp vier Prozent.

Auch Partnerkarten sind oft mit zusätzlichen Kosten verbunden

Wer für seinen Partner oder andere Familienmitglieder eine oder mehrere zusätzliche Kreditkarten benötigt, sollte auch hier die Kosten vergleichen. Bei einigen Karten, wie beispielsweise der Barclaycard Gold Visa, der Barclaycard Platinum Double oder der DKB Cash, ist die Partnerkarte kostenlos. Ein Großteil der Anbieter erhebt jedoch Gebühren. Diese unterscheiden sich von günstigen zehn bis hin zu hundert Euro pro Jahr stark.

Folglich lohnt es sich beim Vergleichen von Kreditkarten, nicht ausschließlich auf die Jahresgebühr zu achten. Gerade vermeintlich kostenlose Angebote entpuppen sich immer wieder als überdurchschnittlich teuer. Auch Extras wie eine Guthabenverzinsung, Payback oder Bonussysteme können den Geldbeutel schonen. Zudem bieten kostenpflichtige Karten häufig praktische Zusatzleistungen wie Versicherungen oder einen Reiseservice an. Auf diese Weise kommt es häufig vor, dass die Ersparnisse die Jahresgebühr sogar noch übersteigen.

(fr)

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