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Wie unterscheiden sich Kreditkarten von Maestro-Karten?

02.04.2015 - 15:42

Die Bezahlkarten in unseren Geldbörsen sind mit Zahlen, Buchstaben und Symbolen versehen. Wissen Sie wofür die Symbole auf Ihrer Karte stehen? Was bedeutet es für Sie, wenn ein Maestro-Logo auf Ihrer Karte zu sehen ist? Hat es etwas mit dem MasterCard-Symbol zu tun, das sich häufig auf Kreditkarten befindet? Und wie unterscheiden sich die beiden Karten eigentlich voneinander? Im folgenden Beitrag werden diese Fragen geklärt.

Die verbindende Instanz zwischen dem MasterCard- und dem Maestro-Logo ist MasterCard Worldwide. Das Unternehmen, das meistens nur MasterCard genannt wird, ist ein internationaler Anbieter von Zahlungsverkehrslösungen.  Es bietet ein Zahlungsabwicklungsnetz und verbindet damit Händler, Banken und Verbraucher in 210 Ländern. Zu den weltweit etablierten Marken zählen u.a. MasterCard® und Maestro®. Damit ist bereits geklärt, in welchem Zusammenhang MasterCard und Maestro stehen: Sie sind beide Produkte, die das Unternehmen MasterCard Worldwide an Banken vertreibt.
 

Dafür steht das Maestro-Symbol auf Ihrer Karte

Maestro-Karte
Musterhaftes Maestro-Logo auf einer Girokarte.
Maestro ist ein Bezahlsystem, das von MasterCard angeboten wird und von Finanzinstituten für ihre Debit-Produkte, wie z.B. EC-Karten, genutzt werden kann. Schließen sich Banken diesem System an, bezahlen sie für die Technologien und Sicherheitsstandards von MasterCard und statten damit die von ihnen ausgegeben Girokarten aus. Das bedeutet wiederum, dass das Maestro-Logo nur auf EC-Karten gedruckt wird.

Welche Vorteile ergeben sich für den Verbraucher durch das Maestro-System?
 
Das System ermöglicht den sicheren und flexiblen Einsatz der EC-Karte wie wir ihn kennen. Maestro macht das bargeldlose Bezahlen im stationären Handel, Bargeldabhebungen an Geldautomaten und Online-Shopping mit der Girokarte möglich. Um dabei Kartenmissbrauch zu vermeiden, gibt es das CHIP&PIN-System. Der EMV-Chip auf der Vorderseite der Girokarte regelt, dass bei manchen Transaktionen − ob an Kassenterminals oder an Bargeldautomaten − die Persönliche Identifikationsnummer (PIN) eingegeben werden muss. Ob für die Legitimation des Bezahlvorgangs letztendlich eine Unterschrift oder eine PIN-Eingabe erforderlich ist, entscheidet der Händler. Um Onlinezahlungen sicher abzuwickeln, kommt der MasterCard SecureCode ins Spiel. Kauft man bei einem am 3D-Secure-Verfahren teilnehmenden Internet-Händlern ein, wird man automatisch nach der Wahl der Zahlungsart „MasterCard Karte“ zur Registrierung aufgefordert. Die Online-Zahlung kann in diesem Fall erst dann getätigt werden, wenn sich der Kartenbesitzer zuvor mit dem pers
önlichen Sicherheitscode, dem MasterCard SecureCode, identifiziert.

In Summe verfügt die Maestro-Karte über diese Sicherheitsmerkmale:
•    EMV-Kartenchip
•    Name des Kartenbesitzers
•    Kontonummer
•    Gültigkeitsdatum
•    Magnetstreifen
•    Unterschrift

Ein weiterer Vorteil der Maestro-Girocard ist die weltweite Akzeptanz der Karte. Der Maestro-Website zufolge kann man die Karte in 13,8 Millionen Geschäften weltweit einsetzen und an einer Million Geldautomaten (Stand November 2011) damit abheben. Im außereuropäischen Ausland kann die Einsatzfähigkeit jedoch aus Sicherheitsgründen von den Finanzinstituten eingeschränkt werden. Es ist deshalb ratsam, die Karte vor Reiseantritt bei der Bank fürs Ausland entsperren zu lassen.

Wie viel kostet die Maestro-Karte?

Zu welchen Konditionen die Maestro-Karte an Verbraucher weitergeben wird, entscheidet die kartenausgebende Bank. In der Regel erhält man die Karte bei der Eröffnung eines Girokontos.
 

Wenn die Kreditkarte das MasterCard-Logo trägt…

… bedeutet das für Sie, dass Ihr Finanzinstitut mit MasterCard zusammenarbeitet. Wie auch bei der Maestro-Karte stellt MasterCard Worldwide den kooperierenden Banken Technologie und Sicherheitsverfahren zur Verfügung.

Zurzeit bietet MasterCard fünf Kreditkarten:
•    MasterCard Standard
•    MasterCard Platinum
•    MasterCard Prepaid
•    MasterCard Gold
•    MasterCard Elite

MasterCard Standard und Gold sind laut Informationen der MasterCard-Website an rund 36 Millionen Akzeptanzstellen (Stand: Mai 2014) weltweit einsetzbar. Sie können Ihre MasterCard-Kreditkarte überall dort nutzen, wo Sie dasselbe Logo wie auf Ihrer Karte vorfinden.
Mastercard-Logo
Das ist das MasterCard-Symbol, das sich auf jeder MasterCard-Kreditkarte befindet.
37204651 © DeVIce


Um die Sicherheit der Bezahlvorgänge und Transaktionen kümmert sich MasterCard – beim Onlineshopping kommt auch bei der Bezahlung mit Kreditkarte das MasterCard SecureCode-Verfahren zum Einsatz. Um Kartenmissbrauch vorzubeugen, ist es aber auch wichtig, dass Kartenbesitzer ihre PINs geheim halten.

Mit diesen Sicherheitsmerkmalen sind Kreditkarten ausgestattet:
•    EMV-Chip
•    Kartennummer-Index
•    Hochprägung
•    Sicherheitszeichen in ultraviolettem Licht
•    Hologramm
•    Unterschriftsstreifen
•    Kartenprüfnummer

Sind MasterCard-Kreditkarten teuer?

Ob MasterCard-Kreditkarten teuer sind oder nicht, kommt auf das kartenausgebende Finanzinstitut an. Der Preis variiert je nachdem wie die Konditionen festgelegt wurden und wieviel Leistung mit der Karte verbunden ist. Wenn Sie gerne eine MasterCard-Kreditkarte besitzen möchten, können Sie in unserem Kreditkartenvergleich gezielt nach einer solchen suchen, indem Sie auf der linken Seite unter „Kreditkartensystem“ MasterCard auswählen. Achten Sie bei der Wahl Ihrer Kreditkarte vor allem auf die Kosten bei Auslandseinsätzen und auf Jahresgebühren. Nicht alle Kreditkarten, die als gratis angepriesen werden, sind dauerhaft kostenlos. Für einige muss man ab dem zweiten Jahr Jahresgebühren bezahlen.
 

Schluss-Fazit: Das müssen Sie wissen

Zu Beginn wurde gefragt, was es für Sie bedeutet, wenn ein Maestro-Logo auf Ihrer Karte zu sehen ist. Nun wissen Sie, dass es sich bei einer solchen Karte nur um eine Girokarte handeln kann und dass die kartenausgebende Bank das Maestro-Bezahlsystem nutzt. Das Mastercard-Logo wie es auf dem zweiten Bild zu sehen ist, wird hingegen nur auf Kreditkarten gedruckt. Außerdem wissen Sie, dass sich die Maestro-Karte von einer Kreditkarte unterscheidet, weil es sich bei Ersterer um eine EC-Karte handelt.

(lsc)

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