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Achtung Kreditkartenbetrüger! Wie man sich schützen kann und was es im Betrugsfall zu beachten gibt

31.01.2013 - 16:44

Immer mehr Deutsche greifen beim bargeldlosen Bezahlen auf die Kreditkarte zurück. Vor allem wenn es um den Einkauf im Internet geht, zahlen die Deutschen gerne mit der Plastikkarte. Doch gerade im Internet lauern für die Kreditkartenbesitzer einige Gefahren. Auch nach dem nun verstärkten  Einsatz von EMV-Chips ist die Bezahlmethode noch immer nicht hundertprozentig sicher.

Wer einige Tipps im Umgang mit den sensiblen Daten beachtet, kann die Wahrscheinlichkeit eines Angriffes minimieren. Was man tun kann, wenn man dennoch Opfer von Kreditkarten-Betrügern geworden ist, lesen Sie hier.

Wie kann man den Kreditkartenbetrug verhindern?

Um an Kreditkarteninformationen zu gelangen, ist es ein beliebter Trick der Betrüger, vermeintliche E-Mails von Banken oder offiziellen Behörden zu verschicken. In diesen sogenannten „Phishing“-Angriffen fordern die Betrüger gutgläubige Verbraucher dazu auf, ihre Kreditkartendaten auf einer gefälschten Internetseite einzugeben. Das Bundeskriminalamt rät, niemals auf diese Art von E-Mails zu reagieren. Behörden und Banken fordern ihre Kunden niemals per E-Mail dazu auf, sensible Daten über das Internet zu übermitteln.

Wer viel im Netz shoppt und mit Kreditkarte bezahlt oder seine Bankgeschäfte hauptsächlich über das Internet abwickelt, muss seinen Computer verstärkt gegen mögliche Angriffe aus dem Netz absichern. Die aktuellste Version eines Antivirenprogramms und der Sicherheitssoftware des Browseranbieters sowie eine Firewall müssen zur Grundausstattung eines Computers gehören, der zum Onlinebanking oder Shopping benutzt wird.  Auch das Onlinebanking von öffentlichen Computern ist tunlichst zu unterlassen. Wer seine Bankgeschäfte im Internet-Café oder vom Hotel aus macht, muss verstärkt mit Angriffen durch Betrüger rechnen.

Doch die Datendiebe sind nicht nur online unterwegs. Um sich vor den Angriffen der Betrüger gut zu schützen, muss man wissen, wo diese am häufigsten zuschlagen: Die Belege von Einkäufen, die mit einer Kreditkarte bezahlt wurden, sind ein einfaches Angriffsziel der Kriminellen. Auf diesen Quittungen ist sowohl der Name, als auch die Kreditkartennummer abgedruckt. Der Kreditkartenbesitzer schmeißt die Rechnungsbelege meist direkt in den Müll und erleichtert so den Betrügern die Arbeit. Genau dort suchen die Gauner nach den Daten, die sie brauchen. Werfen Sie daher Ihre Belege niemals achtlos weg.

Eine andere Methode ist der Austausch von Kreditkarten. Diese Praxis wird vor allem dann angewendet, wenn der Verbraucher die Kreditkarte zum Zahlen für einen längeren Zeitraum aus der Hand gibt, beispielsweise im Restaurant. Die Gauner nutzen diese Zeit um die echte Kreditkarte durch eine gefälschte zu ersetzen. Wenn Sie also Ihre Kreditkarte zum Bezahlen länger aus der Hand geben, überprüfen Sie immer, ob Sie wirklich Ihre eigene Karte zurückbekommen.

Der fatalste und leichtfertigste Fehler, den Kreditkartenbesitzer begehen können, ist den Pin gemeinsam mit der Karte im Geldbeutel aufzubewahren. Schreiben Sie niemals den Pin auf die Rückseite der Karte oder bewahren Sie die Geheimzahl auf einem Zettel in Ihrem Geldbeutel auf. Generell ist es empfehlenswert, mit der Bank ein Höchstlimit für Online-Überweisungen via Kreditkarte einzurichten. Wird versucht, einen höheren Betrag zu überweisen, verweigert die Bank diese Transaktion.

Was kann man tun, wenn es zum Kreditkartenbetrug gekommen ist?

Sollten Sie trotz dieser Sicherheitsvorkehrungen einem Kreditkartenbetrüger zum Opfer geworden sein, heißt es schnell handeln! Falls Sie Ihre Kreditkarte verloren haben, müssen Sie diese sofort bei der Bank sperren lassen, um einen missbräuchlichen Einsatz zu verhindern. Unter der Nummer 116 116 erreichen Sie die bundesweite Notrufnummer zur Kreditkarten-Sperrung.

Bis zum Zeitpunkt der Sperrung haften Sie selbst für die möglichen Schäden. Nachdem die Karte gesperrt wurde, müssen Sie in der Regel entstandene Schäden bis zu einer Höhe von 150 Euro selbst tragen, egal wer für das Abhandenkommen der Karte verantwortlich ist. Diese Regelung greift nicht, wenn Sie „grob fahrlässig“ gehandelt haben. Dann kann die Bank Sie für den gesamten entstandenen Schaden haftbar machen. Von grob fahrlässigem Verhalten spricht man in diesem Zusammenhang, wenn der Verbrecher beispielswiese Ihre PIN- Nummer bei einer Transaktion verwendet. In diesem Fall darf die Bank davon ausgehen, dass Sie unachtsam mit Ihrer Geheimzahl umgegangen sind, beispielsweise in dem Sie die Nummer in Ihrem Geldbeutel aufbewahrt haben.

Generell sollte man mindestens einmal im Monat die Kreditkartenabrechnung genau überprüfen. Hierbei gilt es nicht nur besonders auffällige hohe Beträge zu überprüfen. Kreditkartenbetrüger buchen oft unauffällige kleine Beträge von 20 bis 50 Euro ab. Sollten Sie falsche oder irrtümliche Posten auf Ihrer Abrechnung finden, müssen Sie diese innerhalb von 30 Tagen schriftlich bei Ihrer Bank melden. In diesem Fall muss nämlich die Bank den Kauf durch den Kreditkarteninhaber beweisen und nicht umgekehrt. Indem man der Bank die fälschliche Abbuchung schriftlich erklärt, gilt diese als nicht vom Kunden autorisiert.

Der Einsatz einer Kreditkarte ist zwar sehr bequem, aber durch organisierte Kreditkartenbetrüger zuweilen auch riskant. Beachten Sie unsere Tipps und Ratschläge und halten Sie beim bargeldlosen Zahlungsverkehr stets die Augen offen!

(as)

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