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Fünf Tipps für die Bezahlung im Urlaub

09.06.2014 - 12:00

Für die Reisekasse gilt wie für viele Dinge im Leben: Die Mischung macht´s. Finanzexperten raten davon ab, allein mit Bargeld zu verreisen. Sowohl eine Giro- als auch eine Kreditkarte sollte auf jeden Fall im Gepäck sein, empfiehlt etwa die Sprecherin des Bankenverbandes Tanja Beller. Doch damit alleine ist es nicht getan: Bei der Bezahlung im Ausland lauert noch so manche Kostenfalle.

Wer an den rund eine Million Geldautomaten weltweit Bargeld abheben oder an einer der rund 30 Millionen Akzeptanzstellen bargeldlos per Kreditkarte bezahlen möchte, sollte einige Details beachten, um unnötige Kosten zu sparen. Oftmals sind es Kleinigkeiten, die aber eine große Wirkung erzielen können.

1. Bei der Geldabhebung Fremdwährung wählen

Neben Bargeld sollte auf jeden Fall eine Giro- und Kreditkarte im Reisegepäck sein.
Wer mit Giro- oder Kreditkarte im Ausland Bargeld abhebt, sollte außerhalb der Eurozone immer die jeweilige Landeswährung wählen. Stiftung Warentest hat in der Mai-Ausgabe des Verbrauchermagazins Finanztest stichprobenartig Geldautomaten in neun Ländern außerhalb des Euro-Währungsraumes getestet und festgestellt, dass eine Sofortumrechnung in Euro für Verbraucher immer teurer war.

Die Automatenanzeigen sind allerdings oftmals so gestaltet, dass Kunden intuitiv die teure Sofortumrechnung wählen. Bis zu 9,6 Prozent weniger haben Verbraucher dem Test der Stiftung Warentest zufolge an manchen Automaten aufgrund der Sofortumrechnung ausgezahlt bekommen. Bemerkt dies ein Urlauber am Ende seiner Reise, hilft eine Beschwerde bei der kartenausgebenden Bank leider nichts, denn für den zu hohen Umrechnungskurs verantwortlich ist nicht das Geldinstitut selbst, sondern der Geldautomatenbetreiber.

2. Kreditkarte mit Reiserücktrittsversicherung

Viele Kreditkartenanbieter bieten Verbrauchern mittlerweile umfangreiche Zusatzleistungen wie beispielsweise eine Reiserücktrittsversicherung inklusive. Damit lässt sich oftmals viel Geld sparen, denn der zusätzliche Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung ist in vielen Fällen nicht ganz günstig. Eine Kreditkarte mit Reiserücktrittsversicherung kann sich also lohnen.

Es sollte jedoch immer ein Blick in die Vertragsbedingungen geworfen werden: Manche Kreditkartenanbieter setzen für den Versicherungsschutz voraus, dass die Reise vollständig oder zu einem gewissen Prozentsatz per Kreditkarte bezahlt wurde. Das Amtsgericht München entschied in einem wegweisenden Urteil, dass dieses Vorgehen rechtmäßig ist. Geklagt hatte ein Ehepaar, das zunächst die Anzahlung für eine Reise per Überweisung geleistet hatte, den restlichen Reisepreis dann aber per Kreditkarte beglich. Aufgrund der Überweisung der Anzahlung bestand kein Versicherungsschutz, entschied das Gericht.

3. Richtige Kreditkarte für´s Ausland dabeihaben

Girokarten mit dem Maestro-Symbol können in der Regel weltweit an Automaten oder Terminals mit dem Maestro-Zeichen eingesetzt werden. Bei Girokarten der Marke Visa, den sogenannten V-Pay-Karten, kann es jedoch im außereuropäischen Ausland zu Problemen kommen. Beispielsweise in den USA können die V-Pay-Karten nicht eingelesen werden. Grund dafür ist, dass V-Pay-Girokarten keinen Magnetstreifen haben, sondern ausschließlich den fälschungssicheren EMV-Chip nutzen - in den USA werden die Zahlungssysteme allerdings erst im Jahr 2015 auf diesen Chip umgestellt.

Bei der Akzeptanz im außereuropäischen Ausland sind Kreditkarten deshalb unschlagbar: Mastercard und Visa-Karten werden an über 30 Millionen Akzeptanzstellen weltweit angenommen. Auch Bargeld kann mit den kleinen Reisebegleitern behoben werden. Dabei können jedoch bei manchen Karten hohe Auslandseinsatzentgelte und Fremdwährungsgebühren fällig werden.

Für den nächsten Urlaub lohnt es sich also schon heute, die richtige Kreditkarte mit kostenloser Bargeldabhebung und gebührenfreier Bezahlung im Ausland zu beantragen. Über einen unabhängigen Kreditkartenvergleich im Internet ist die passende Karte schnell gefunden. Dort können zusätzliche Parameter eingestellt werden, die für die nächste Reise ins Ausland ebenso entscheidend sind wie die kostenlose Bezahlung. Dazu gehören beispielsweise eine inkludierte Reiserücktrittsversicherung oder andere Kostenfaktoren wie etwa die Jahresgebühr. Es sollte eine Kreditkarte gewählt werden, die dauerhaft kostenlos ist.

4. Bank über die Reisepläne informieren

Kurz vor Beginn der Urlaubsreise gibt es viel zu planen: Sind Sonnencreme und Badehose eingepackt, ist der Reisepass gültig und welche Sehenswürdigkeiten sollen eigentlich besichtigt werden? Wenn im Urlaub kein Geld aus dem Automaten kommt, fällt auf, dass man etwas vergessen hat. Denn vor Reisebeginn sollte die Bank über den anstehenden Auslandsaufenthalt informiert werden.

Grund dafür ist, dass nicht alle Karten automatisch für den Einsatz im Ausland freigeschaltet sind. Zusätzlich haben viele Banken ausgeklügelte Sicherheitssysteme und Algorithmen entwickelt, um Verbrauchern die größtmögliche Sicherheit zu bieten. Diese Systeme schlagen oftmals Alarm, wenn ungewöhnliche Zahlungen registriert werden. Die Bank sperrt dann in manchen Fällen die Karte vorsorglich und schaltet sie erst nach Aufforderung des Kunden wieder frei.

5. Sperr-Notrufnummer notieren

Wer statt mit Bargeld mit Kreditkarte bezahlt, hat noch einen weiteren Vorteil: Wird die Karte gestohlen kann sie einfach und schnell gesperrt werden, der Dieb hat somit keinen Zugriff auf das Konto des Kunden. Um diese Sicherheitsfunktion des Plastikgeldes zu nutzen, sollten die Urlauber die Notfall-Sperrnummer ihrer Bank möglichst immer dabei haben. Die allgemeine Sperr-Notrufnummer lautet 116 116.

Praktisch veranlagte speichern diese Telefonnummern beispielsweise einfach in ihrem Smartphone ab und können die Karte im Ernstfall innerhalb weniger Augenblicke sperren und finanziellen Schaden vermeiden. Neben der allgemeinen Sperr-Notrufnummer kann es zudem nicht schaden, sich auch die Nummer der eigenen Bank zu notieren. Probleme bei der Zahlung im Ausland können so einfach und problemlos in einem kurzen Telefonat geklärt werden.

Erfahren Sie hier, welche Gebühren bei der Kartenzahlung über den Wolken fällig werden können.

(bm)

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