0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Urlaubszeit: Sicher reisen mit der Kreditkarte

11.06.2013 - 18:00

Sommerzeit ist Urlaubszeit! Damit nicht massenhaft Bargeld herumgetragen werden muss, darf die Kreditkarte im Gepäck der meisten Reisenden nicht fehlen. Mit der praktischen kleinen Plastikkarte kann weltweit bargeldlos bezahlt und am Automaten Geld abgehoben werden. Dies gilt auch für das außereuropäische Ausland – was mit der klassischen Girocard oft nicht möglich ist. Zudem ist die Kreditkarte meist unerlässlich für Mietwagen-, Hotel- oder Flugbuchungen.

Allerdings ist beim Umgang mit der Kreditkarte im Ausland auch Vorsicht geboten. Besonders im Urlaub fallen Verbraucher oft Kreditkartendiebstählen oder Kreditkartenbetrügern zum Opfer. Auch wenn die Karte nur verlegt oder verloren wurde, kann Gelegenheit schnell Diebe machen. Da die Unterschrift beim Einkauf im Einzelhandel häufig nicht genau geprüft wird, können Dritte bis zur Sperrung der Kreditkarte ungehemmt Geld ausgeben und erhebliche finanzielle Schäden anrichten.

Die Kreditkarte sollte deshalb in jedem Fall im Portemonnaie verstaut und nicht lose in der Hosen- oder Handtasche herumgetragen werden. Für noch mehr Sicherheit sorgen Brustbeutel oder sogenannte Money Belts, die fast unsichtbar unter der Kleidung getragen werden. Auch wenn sie einmal nicht benötigt wird, sollte die Kreditkarte zudem keinesfalls im Hotelzimmer liegengelassen werden. Hier empfiehlt es sich, die kleine Plastikkarte sicher im Hotelsafe zu verstauen. Bei Ausflügen an den Strand ist dies ebenfalls die sicherste Lösung. Denn während sich ahnungslose Urlauber im Wasser vergnügen, ist die Karte für Kriminelle nur einen Griff in die Badetasche entfernt.

Skimming ist unwahrscheinlich aber nach wie vor möglich

Während Geldautomaten und Kartenterminals in Europa Betrügern nur noch sehr geringe Möglichkeiten zum Skimming bieten, kann es im außereuropäischen Ausland noch immer passieren, dass Kreditkartendaten ausgespäht werden. Dafür werden Lesegeräte mit einem Aufsatz manipuliert, der die Magnetstreifendaten ausliest. Eine zusätzlich installierte Kamera spioniert zeitgleich den PIN aus. Die Geheimnummer sollte deshalb bei Bargeldabhebungen und Kartenzahlungen immer verdeckt eingegeben werden. Auch bei einer bargeldlosen Zahlung im Restaurant oder im Einzelhandel sollte das Lesegerät immer am Tisch stehen. Gegebenenfalls ist es sicherer, den Kellner oder den Verkäufer zum EC-Gerät zu begleiten.

Der Verlust der Kreditkarte muss sofort gemeldet werden

Egal ob gestohlen oder nur verloren – ein Verlust muss umgehend beim Anbieter gemeldet werden, sodass dieser die Sperrung der Kreditkarte veranlassen kann. Dafür genügt ein Anruf bei der Bank oder unter der kostenlosen Hotline 116 116. Mit Vorwahl ist diese auch aus dem Ausland erreichbar (+49 116 116) – es fallen allerdings Gebühren an. Zusätzlich unterhalten alle Herausgeber von Kreditkarten eigene Hotlines für die Sperrung:
  • Mastercard (Eurocard): 0800 819 1040
  • VISA Deutschland: 0800 811 8440
  • American Express: 069 979 7200 0
  • Diners Club: 0180 507 0704
  • Maestro-Card (EC-Karte): 0180 502 1021
Bei finanziellen Schäden durch einen Kartenmissbrauch Dritter haftet immer der Herausgeber. Bei einigen Anbietern wird allerdings eine Selbstbeteiligung von bis zu 150 Euro fällig. Der Versicherungsschutz greift immer nur dann, wenn der Karteninhaber den Verlust unverzüglich meldet, nachdem er ihn bemerkt hat. Versäumt er die Sperrung oder lässt sich zu viel Zeit, bleibt er unter Umständen auf den Kosten sitzen. Die Meldung sollte deshalb auf jeden Fall per Telefon und nicht per Fax oder Brief erfolgen. Nach der Sperrung ist die Karte für Kriminelle wertlos. Sie kann nun weder als Zahlungsmittel noch zur Bargeldabhebung verwendet werden.

 

(fr)

Weitere Artikel: