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NFC-Technologie: Ersetzt das Smartphone bald die Kreditkarte?

24.01.2013 - 20:00

Gerade bei kleineren Einkäufen empfinden Verbraucher das bargeldlose Bezahlen mit Kreditkarte oft als umständlich und lästig. So dauert es in der Regel einige Sekunden, bis das Kartenlesegerät die Karte akzeptiert. Im Anschluss muss auch noch der Bon gedruckt, der Betrag geprüft und unterschrieben werden. Diese Prozedur führt häufig zu langen Schlangen an den Kassen. Als wesentlich zeitsparender erweist sich die so genannte Nahfeld-Technologie.

Die Near Field Communication (NFC), zu Deutsch Nahfeldkopplung oder Nahfeldkommunikation, ist in Deutschland bisher eher unbekannt. Sie ermöglicht die Datenübertragung per Funk über kurze Entfernungen von höchstens zehn Zentimeter. Auf diese Weise kann  der Kunde berührungslos Bezahlen, indem er sein mit NFC ausgestattetes Smartphone oder eine NFC-Kreditkarte auf das Lesegerät legt.

Die NFC-Technologie wird längst vielseitig eingesetzt und gilt als ausgereift. So wird sie beispielsweise bereits von Unternehmen zur Zugangskontrolle oder zum bargeldlosen Bezahlen in der Firmenkantine eingesetzt. Dabei kann das NFC-Modul beinahe überall angebracht werden – beispielsweise in einer Karte, einem Schlüsselanhänger, einem Firmenausweis oder einem Handy.

Die NFC-Technologie soll in ganz Deutschland verbreitet werden

2013 soll die Möglichkeit des bargeldlosen Bezahlens per Nahfeld-Technologie in ganz Deutschland ausgebaut werden. Im Rahmen dessen startete die deutsche Kreditwirtschaft im Mai letzten Jahres ein groß angelegtes Pilotprojekt in Braunschweig, Wolfsburg und im Großraum Hannover. Über eine Million Kunden wurden dafür mit neuen Karten ausgestattet, welche mit einem Girogo-Chip – also einem NFC-Modul – ausgestattet sind. Mit Girogo kann bis zu einer Summe von 20 Euro bargeldlos bezahlt werden.

In den letzten Monaten hatten allein die Sparkassen 16 Millionen NFC-Karten ausgeliefert. Auch die beiden größten Kreditkartenanbieter – VISA und Mastercard – sind gerade dabei, mit ihren VISA PayWave und Mastercard PayPass Kreditkarten auch den deutschen Markt zu erobern. Bereits jetzt liefern einige deutsche Banken neu beantragte Kreditkarten in der PayWave beziehungsweise PayPass-Variante aus.

Derzeit können mit der NFC-Technologie ausschließlich kleine Beträge beglichen werden. Bei Mastercard und VISA werden beispielsweise Zahlungen bis 25 Euro ermöglicht. Mit Hilfe des PayPass Merchant Locator können Mastercard-Kunden ganz einfach abfragen, in welchen Geschäften die Nutzung der NFC-Karte möglich ist.

Bargeldlos bezahlen mit dem Smartphone

Auch im Bereich Mobilfunk soll die Technik zunehmend integriert werden. Dafür werden immer mehr Smartphones mit NFC-Chips ausgestattet. Im Sommer will die Telekom auch in Deutschland die Smartphone-App „Mywallet“ auf den Markt bringen – einen Bezahldienst für Handy. Auch die Mobilfunkanbieter Vodafone und E-Plus wollen noch im Laufe dieses Jahres eine ähnliche Zahlungsfunktion anbieten.

(fr)

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