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Neue Prepaid Visa Karte: Was bietet die Kreditkarte to go?

21.04.2016 - 11:19

Mit der mycard2go Prepaid Visa Karte gibt es jetzt eine neue Kreditkarte zum Mitnehmen am Kiosk oder an der Tankstelle. Was die Prepaidkarte bietet und wo die Nachteile des Angebots liegen.

Prepaidkarten sind eine Alternative zur normalen Kreditkarte. Nutzer können keine Schulden machen, sondern im Laden oder Onlineshop nur so viel Geld ausgeben, wie sie zuvor als Guthaben auf die Karte geladen haben. Eine Bonitätsprüfung mit Schufa-Abfrage oder der Nachweis eines regelmäßigen Einkommens – der Regelfall bei gewöhnlichen Kreditkarten –  ist daher nicht notwendig.

Prepaid-Kreditkarten sind nicht nur bei Banken direkt, sondern teilweise auch an Tankstellen und in Lebensmittelgeschäften erhältlich. Eine neue Prepaid Visa Karte bietet jetzt die Wirecard Bank an. Was die Karte taugt, hat das Magazin Finanztest untersucht.

Hand hält Kreditkarte
Mitnehmen, aufladen, bezahlen: Die neue Prepaidkarte lässt sich wie eine Girokarte oder eine gewöhnliche Kreditkarte einsetzen.

Eine Kreditkarte – drei Varianten

Die mycard2go gibt es in drei Varianten: Go, Limited und Ultimate. Die Basis-Variante Go kostet 9,95 Euro. Die Karte kann nur einmal mit 25, 50 oder 100 Euro aufgeladen werden. Ist das Guthaben aufgebraucht, ist die Prepaidkarte nicht mehr nutzbar. Diese Variante eignet sich laut Finanztest höchstens als Alternative zum Geldgeschenk, als Übungskarte für Kinder oder Jugendliche sowie für kleinere Einkäufe. Dafür sei jedoch die Gebühr relativ hoch.

In den Varianten Limited und Ultimate kann die Prepaidkarte beliebig häufig aufgeladen werden – der Unterschied liegt im maximalen Aufladebetrag (siehe Tabelle). Bevor neues Guthaben bar oder per Überweisung eingezahlt werden kann, müssen sich Nutzer auf der Website von mycard2go registrieren. Wer sich für die Ultimate-Karte entscheidet, muss sich zudem über das Postident-Verfahren legitimieren.

Die Konditionen im Überblick:
Go Limited Ultimate
Kartenpreis 9,95 € - -
Jahresgebühr - im ersten Jahr kostenlos, danach 9,95 € im ersten Jahr kostenlos, danach 9,95 €
Aufladung nicht möglich max. 100 € im Monat (Kosten pro Aufladung:1 € bzw. 4 %) max. 10.000 € im Monat (Kosten pro Aufladung:1 € bzw. 4 %)
Geld abheben am Automaten nicht möglich nicht möglich max. 250 € pro Abhebung (Kosten: 4,95 €)
maximales Kartenguthaben 100 € 1.200 € 10.000 €

Keine Bonitätsprüfung, dafür hohe Gebühren

Die Vorteile der Prepaidkarte: Sie wird direkt ohne Bonitätsprüfung ausgegeben und ist nach kurzer Zeit einsetzbar. Im ersten Jahr ist die Nutzung der Varianten Limited und Ultimate kostenlos. Auch für den Auslandseinsatz fällt kein Entgelt an. Allerdings sind die übrigen Kosten etwa für Aufladen und Geldabheben relativ hoch, urteilt Finanztest (siehe Tabelle). Bei den Varianten Limited und Ultimate können weitere Kosten hinzukommen, etwa für die Auszahlung von Restguthaben per Überweisung (1 Euro) und für die Kontoschließung (4,95 Euro).

Das Fazit der Verbraucherschützer: Vergleichbar mit einer vollwertigen Prepaid-Kreditkarte ist die mycard2go nur im Status Ultimate. Dafür ist die Gebühr von 9,95 Euro im Jahr vergleichsweise niedrig. Hohe Kosten verursacht das Bargeldabheben – darauf sollten Kartennutzer besser verzichten.

(hd)

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