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Die modernsten Bezahlmethoden der Gegenwart (Teil 5): High-Tech-Kreditkarten

29.10.2014 - 12:00

Die Zukunft der Kreditkarte wird High-Tech! Ob Kreditkarte mit Fingerabdruckscanner oder Herzrhythmus-Identifikation, nichts scheint mehr unmöglich! Im Gegenteil, die Grenzen der modernen Technologie sind bei Weitem noch nicht erreicht. Sie auszureizen, soll im Bereich der Bezahlmethoden dem Zweck dienen, Kunden noch mehr Sicherheit und maximale Bequemlichkeit beim Einkaufen zu gewähren.

Voraussichtlich im Sommer 2015 wird Plastc, ein Start-up aus dem US-amerikanischen Palo Alto, eine High-Tech-Kreditkarte auf den Markt bringen, die mehr kann als alle anderen Kreditkarten zuvor. Sie wird die Daten von bis zu 20 Geschenk-, Debit- und Kreditkarten speichern können. Wie funktioniert das Wunderding aus den USA?

Plastc-Card – High-Tech-Kreditkarte mit Missbrauchsschutz

Geldbörsen haben häufig einen sehr stattlichen Umfang. Das liegt meistens an den vielen Ausweisen sowie Geschenk-, Rabatt-, EC- und Kreditkarten, die man dort aufbewahrt. Die Entwickler von Plastc haben sich um die Lösung dieses Problems gekümmert und sie Plastc-Card genannt.

 

Die Plastc-Card ist dazu in der Lage, die Daten von 20 verschiedenen Karten zu speichern. Damit Plastc-Card-Kunden möglichst viele ihrer privaten Karten benutzen können, kooperiert das Start-up mit Kreditkartenanbietern wie Visa, Mastercard und American Express und mehreren amerikanischen Banken, z. B. Citibank, Bank of America.

Der Zugriff zu den gespeicherten Karten erfolgt über ein integriertes, berührungsempfindliches E-Ink-Display. Die Bedienung funktioniert wie bei Smartphones: Man wischt einfach so lange mit dem Finger über das Display bis die gewünschte Karte angezeigt wird.

Danach kann man damit an der Kasse bezahlen, indem man die Plastc-Card, wie jede andere Karte auch, in das Kartenlesegerät steckt. In den USA gibt es noch sehr viele solcher Geräte, die auf Kreditkarten mit Magnetstreifen ausgerichtet sind. Ab 2015 sollen Händler, die diese Technologie nutzen, jedoch für Schäden in Missbrauchsfällen selbst haften. Deshalb ist anzunehmen, dass viele Kassen bald auf die neue Nahfunktechnologie NFC umgestellt werden, mit der man kontaktlos bezahlen kann. Doch auch das ist kein Problem für die High-Tech-Kreditkarte. Laut Informationen des Unternehmens ist bereits ein NFC-Chip in der Karte verbaut. Für kontaktloses Bezahlen nutzbar sein, wird er jedoch erst mit einem späteren Software-Update. Zur High-Tech-Kreditkarte gehört eine App für iOS und Android betriebene Smartphones. Sie wird benötigt, um neue Karten auf der Plastc-Card zu speichern oder zu löschen beziehungsweise um die eigenen Ausgaben zu verwalten. Zudem meldet sich die App, wenn man sich zu weit von der Plastc-Card entfernt. Die Gefahr, die Karte im Laden zu vergessen, minimiert sich somit. Sollte ein Diebstahl vorliegen, können alle auf der Karte gespeicherten Daten über die App gelöscht werden. Eine weitere Sicherheitsvorrichtung, die Geschichtserkennung „Photo ID“, läuft ebenfalls über die App. Die Plastc-Card selbst ist auch geschützt. Um sie nutzen zu können, muss eine PIN auf dem Display eingegeben werden.

Die batteriebetriebene Plastc-Card muss nach 30 Tagen aufgeladen werden. Das funktioniert drahtlos und binnen weniger Stunden.

Obwohl voraussichtlich erst ab Sommer 2015 am Markt, erwartet die Karte bereits starke Konkurrenz. Die Idee, die vielen Karten im Portemonnaie zu minimieren, ist nämlich nicht neu. Die Firma Coin stellte schon vergangenen Herbst, eine ähnliche High-Tech-Kreditkarte vor. Auf diese wartet die Welt jedoch immer noch vergeblich. Neben diesem direkten Konkurrenten ist aber auch Apple Play für Plastc-Card ein ernstzunehmender Mitbewerber, vor allem deswegen, weil dieser Bezahldienst bereits am Markt existiert und viele Vorteile von Plastc ebenfalls bietet.

Kreditkarte mit Herzrhythmus-ID

In Cambridge, Massachusetts, fand Ende September die MIT-EmTech-Konferenz für neue Technik statt. Dort präsentierte Andre D’Souza, Präsident des kanadischen Start-ups Bionym, das Nymi-Armband. Die Besonderheit: Es erkennt seinen Träger an dessen Herzschlag. Da dieser einmalig ist, kann das Armband seinen Träger gegenüber Bluetooth-fähigen Geräten authentifizieren.

 

Das Armband soll D’Souza zufolge nicht als Wearable verstanden werden, sondern als Möglichkeit, um Authentifizierungsprobleme zu lösen. Die Identifizierung via Herzrhythmus hat den Vorteil, dass die Software den Nutzer nach wenigen Sekunden automatisch abmelden kann, sobald dieser das Armband abnimmt oder den Arbeitsplatz verlässt. Zudem ist Nymi laut D'Souza ziemlich nutzlos, sollte es gestohlen werden oder verloren gehen. All das legt einen Einsatz im Bereich der Zahlungsmittel nahe. "Wir stehen kurz davor, einen Feldversuch für Bezahlvorgänge zu starten", gab der Präsident des kanadischen Unternehmens bei der Konferenz bekannt. Dass Mastercard als Partner des Feldversuchs mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit infrage kommt, liegt aufgrund des Investments des Kreditkartenanbieters in das Start-up nahe.

Künftig in Großbritannien: Fingerabdrucksensoren auf Kreditkarten

Kreditkartentransaktionen mit Fingerabdruck autorisieren, wird ab 2015 möglich sein.
Ein anderes Projekt von Mastercard, das in der Umsetzung weiter fortgeschritten ist, ist die Kreditkarte mit Fingerprintsensor. Hierfür hat Mastercard mit dem Technologieunternehmen Zwipe zusammengearbeitet und in Norwegen gemeinsam mit dem Kreditinstitut Sparebanken DIN ein Pilotprojekt gestartet, das offiziellen Auskünften zufolge sehr positiv verlaufen ist.

 

Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Vorderseite der Karte. Die damit aufgenommenen Daten speichert der in die Kreditkarte integrierte EMV-Chip. Weder das Rechenzentrum von Mastercard noch andere Stellen können auf die biometrischen Daten zugreifen.

Während der Pilotstudie konnte die Zwipe-Mastercard-Kreditkarte nur für kontaktlose Zahlungen verwendet werden. 2015 soll jedoch, laut Informationen des Wirtschaftsmagazins Forbes, eine neue, verbesserte Version der Kreditkarte mit Fingerabdrucksensor in Großbritannien erhältlich sein. Mit ihr soll man an allen Kartenterminals zahlen können. Des Weiteren soll die Karte künftig Energie vom Terminal bekommen, sodass keine Batterie mehr nötig sein wird. Wann die Kreditkarte mit Fingerabdrucksensor auch andernorts eingeführt werden soll, ist noch nicht bekannt.

Wird die High-Tech-Kreditkarte erfolgreich sein?

Ob die Unternehmen mit ihren High-Tech-Kreditkarten erfolgreich sein werden, hängt wohl auch davon ab, ob Verbraucher genügend Nutzen in ihrer Verwendung sehen. Ob die Karten es je nach Deutschland schaffen, steht ebenfalls noch in den Sternen. Doch auch hierzulande kann man bereits die modernsten Bezahlmethoden der Gegenwart nutzen: Kreditkarten beispielsweise, mit denen man kleinere Beträge kontaktlos bezahlen kann, ohne eine PIN eingeben zu müssen. Neben der Kontaktlos-Funktion sollten Sie aber auch darauf achten, dass Ihnen Ihre Kreditkarte nicht teurer kommt als nötig. Kreditkarten ohne Jahresgebühr finden Sie schnell und unkompliziert im Kreditkartenvergleich.

 

(lsc)

Die modernsten Bezahlmethoden der Gegenwart (Teil 1): Kontaktlose Bezahlung
Die modernsten Bezahlmethoden der Gegenwart (Teil 2): Mobile Payment
Die modernsten Bezahlmethoden der Gegenwart (Teil 3): MasterPass Wallet, V.me und Krypotowährungen
Die modernsten Bezahlmethoden der Gegenwart (Teil 4): Apple Pay

 

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