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Mit diesen Kreditkarten können Sie kontaktlos bezahlen

05.03.2015 - 16:00

Die kontaktlose Bezahlung wird immer beliebter: 2014 wurden in Deutschland 140 Prozent mehr kontaktlose Transaktionen registriert als noch im Vorjahr. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung der Kreditkartengesellschaft Mastercard hervor. Doch wie funktioniert die kontaktlose Zahlung eigentlich genau und welche Kreditkarten eignen sich?

Anhalten – Dranhalten – Bezahlen: Das ist die Idee hinter der kontaktlosen Bezahlung. Die Kreditkarte wird nicht mehr gesteckt, sondern lediglich an das Terminal gehalten. Innerhalb weniger Sekunden ist die Zahlung abgeschlossen. Beträge von bis zu 25 Euro können in Sekundenschnelle ganz ohne Unterschrift oder die Eingabe einer PIN beglichen werden. Möglich macht das die Technik der Near Field Communication (NFC). In den Karten ist ein NFC-Chip verbaut, dieser überträgt die Daten verschlüsselt per Funk über den Abstand von wenigen Zentimetern an das Kassenterminal. Lange Warteschlangen und das Suchen nach Kleingeld gehören damit vielleicht schon bald der Vergangenheit an.

Was Sie über die kontaktlose Bezahlung wissen müssen

Die kontaktlose Bezahlung ist praktisch und spart viel Zeit. Doch sind die Daten auch sicher?
Im Jahr 2012 wurde die kontaktlose Bezahlung in Deutschland eingeführt, mittlerweile sind bundesweit bereits etwa 2,7 Millionen Visa-Karten und rund 1,4 Millionen kontaktlose Mastercard-Kreditkarten im Umlauf - insgesamt sind also rund elf Prozent aller Kreditkarten in Deutschland mit der NFC-Funktion ausgestattet. Auch mit Girokarten ist diese neue Art der Bezahlung bereits möglich, Angaben des Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) zufolge haben bereits 85 Prozent aller Sparkassenkunden eine NFC-fähige Girokarte. So mancher Karteinhaber ahnt wahrscheinlich nicht einmal, dass seine Karte über diese Funktion verfügt. Erkennbar ist eine kontaktlose Kreditkarte an dem „Wellensymbol“ auf der Karte – ähnlich dem WiFi-Symbol.

 

Wer schon im Besitz einer kontaktlosen Kreditkarte ist, kann damit bereits an drei Millionen kontaktlosen Akzeptanzstellen weltweit bezahlen. Das entspricht 56 Prozent mehr Terminals im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland sind es momentan zwar nur etwa 60.000 Terminals, die über die NFC-Technik verfügen, doch der Ausbau geht stetig voran: Alle Terminals und Kassen, die seit Beginn dieses Jahres neu aufgestellt werden, werden mit der NFC-Technologie ausgestattet. Bis 2018 sollen alle Kreditkarten-Akzeptanzstellen in Deutschland dann umgerüstet sein. Turnusmäßig werden die Terminals alle drei Jahre ausgetauscht.

Die fünf besten Kreditkarten mit NFC-Funktion

Wer jetzt neugierig geworden ist und diese neue Art der Bezahlung gerne nutzen möchte, hat die Qual der Wahl. Denn mittlerweile gibt es zahlreiche Kreditkarten mit der NFC-Funktion auf dem Markt, die Verbrauchern richtig gute Konditionen bieten. Wir haben die besten fünf kontaktlosen Kreditkarten aus unserem Vergleich für Sie herausgesucht:
  Kosten bei Bezahlung Kosten bei Bargeldabhebung Jahresgebühr
Consorsbank Visa Classic weltweit kostenlos weltweit kostenlos 0 €
DKB Visa Cash kostenlos in Europa außerhalb 1,75% weltweit kostenlos 0 €
comdirect Visa kostenlos in der Eurozone außerhalb 1,5% weltweit kostenlos im Inland 3% 0 €
netbank MasterCard kostenlos in der Eurozone außerhalb 1% 5 Bargeldabhebungen pro Monat kostenlos danach 2% (mind. 5,11 €) 0 €
Targobank Online Classic kostenlos in der Eurozone außerhalb 1,85% 3,5% (mind. 5,95 €) ohne Targobank-Girokonto im Ausland zuzüglich 1,65% 0 €
Für den Abschluss von vier der fünf vorgestellten Kreditkarten werden Verbraucher sogar belohnt und können sich einen Bonus zwischen 50 Euro und 125 Euro sichern. Spitzenreiter bei der Prämie für Neukunden ist die netbank, die eine Gutschrift in Höhe von 75 Euro sowie einen Reise-Gutschein in Höhe von 50 Euro bietet.  Die Consorsbank ist mit einer 50-Euro-Gutschrift plus einem Reise-Gutschein in Höhe von 50 Euro fast ebenso lukrativ. Bei beiden Banken ist jedoch ein Gehaltseingang auf dem Konto erforderlich, um die Prämie zu erhalten.

 

Übrigens: Die NFC-Funktion ist nur ein Zusatz: Mit den kontaklosen Kreditkarten kann selbstverständlich auch auf ganz "herkömmliche" Art und Weise bezahlt werden.

Wie sicher sind meine Daten?

Die Übertragung der Daten vom Chip zum Terminal ist nur über sehr kurze Abstände möglich, in der Regel spricht man hier von etwa vier Zentimetern. Ein unabsichtliches Bezahlen soll so verhindert werden. Hegt jemand jedoch kriminelle Absichten, können die Daten auf der Karte theoretisch relativ einfach mithilfe von technischen Mitteln ausgelesen werden. Hierfür reicht ein entsprechendes Lesegerät - beispielsweise ein Smartphone, auf das eine bestimmte, kostenlose App geladen wurde.

 

Wie der Westdeutsche Rundfunk in einem Test herausfand, können so innerhalb kurzer Augenblicke und ohne eine Berührung der Name des Karteninhabers, die Kreditkartennummer, das Verfallsdatum und der Bankname herausgefunden werden. Einzig die CVV - der Card Verification Value, auch Kartenprüfnummer genannt - kann so nicht ausgelesen werden. Diese wird allerdings meist benötigt, um online per Kreditkarte zu shoppen.

Die Kreditkartengesellschaften selbst sind der Meinung, dass das Betrugsrisiko bei kontaktlosen Kreditkarten nicht höher liegt als bei herkömmlichen Karten und auch die Stiftung Warentest zieht in einem Test dasselbe Fazit. Letztendlich müssen Verbraucher selbst entscheiden, ob sie diese neue Technik nutzen möchten oder nicht. Bedenken sollen Sie allerdings auch: Absolute Sicherheit gibt es nicht - egal bei welcher Zahlweise. Es kann also nicht schaden, gewisse Sicherheitstipps für die Bezahlung on- und offline zu beherzigen.

Wer bei der kontatklosen Kreditkarte auf Nummer sicher gehen möchte, kann eine spezielle Schutzhülle für die Kreditkarte erwerben, die Daten vor dem Auslesen schützt. Diese eignet sich auch für all jene, die zwei kontaktlose Kreditkarten im Geldbeutel haben. Normalerweise reicht es für die Bezahlung, lediglich die Geldbörse kurz an das Terminal zu halten – die Karte muss in der Regel nicht unbedingt herausgenommen werden. Befinden sich zwei kontaktlose Karten in der Geldbörse, kann das Signal oft nicht erkannt werden oder der Betrag wird von der „falschen“ Karte abgebucht. Dem kann man vorbeugen, indem man die weniger häufig benutzte kontaktlose Kreditkarte in die RFID-Schutzhülle steckt. Die gleiche Funktionalität wie eine RFID-Schutzhülle erfüllt übrigens auch handelsübliche Alufolie.

(bm)

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